Bild: AP/dpaDie Euro-Gruppe eilt Zypern zur Hilfe und gewährt dem Land einen 10-Milliarden-Euro-Kredit. Im Gegenzug muss Präsident Nikos Anastasiades die Körperschaftssteuer anheben und die heimischen Sparer zur Kasse bitten. Die Ratingagenturen haben schon lange den Glauben an die Kreditfähigkeit des Landes verloren. Staatsanleihen der Mittelmeerinsel werden als Ramschpapiere bewertet.
Rating (S&P/Moody's/Fitch): CCC+/ Caa3 / BB-
Bild: dapdIn Spanien sieht es düster aus: S&P hat die Kreditwürdigkeit deutlich zurückgestuft; gleich um zwei Stufen ging es nach unten. Als Grund nannte die Ratingagentur am Abend des 10. Oktober die verschärfte Rezession, die den Handelsspielraum der Regierung in Madrid einschränke. Zudem sei es wahrscheinlich, dass die steigende Arbeitslosigkeit und die Ausgabenzwänge die Spannungen zwischen der Zentralregierung und den regionalen Parlamenten erhöhten. Der Ausblick bleibe "negativ", wie schon bei den anderen Abstufungen in diesem Jahr. Alle drei großen Ratingagenturen prüfen, ob weitere Absenkungen der Kreditwürdigkeit nötig sind.
Das Mittelmeerland kommt nicht aus seiner schweren Rezession heraus. Das Bruttoinlandsprodukt des hoch verschuldeten Staates schrumpfte auch im dritten Quartal deutlich. Jeder Vierte ist ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote in die höchste in der Europäischen Union.
Ratings (S&P/ Moody's/ Fitch): BBB- / Baa3 / BBB
Bild: REUTERSSloweniens Regierungschef Janez Jansa hat allen Grund, besorgt dreinzuschauen: Als letzte der drei großen Ratingagenturen innerhalb weniger Tage hat auch Fitch die Kreditwürdigkeit Sloweniens nach unten korrigiert. Fitch senkte die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes um eine Stufe, der Ausblick sei zudem negativ. Seit der letzten Überprüfung im Januar habe sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert, erklärte Fitch zur Begründung und verwies etwa auf fehlende Pläne der Regierung für eine Rekapitalisierung der Banken des Landes. Erst im Januar hatte Fitch das Rating Sloweniens um zwei Noten von „AA-“ auf „A“ gesenkt. Mit der weiteren Herabsetzung auf „A-“ liegt die Kreditwürdigkeit des Euro-Staates nun nur noch vier Stufen über dem sogenannten Ramschniveau. Erst am 3. August hatten die Agenturen Moody's und Standard & Poor's das slowenische Rating um drei Stufen beziehungsweise eine Stufe gesenkt. Wegen der Exportabhängigkeit seiner Wirtschaft wurde Slowenien von der Finanzkrise besonders hart getroffen.
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): A+/Baa2/A-
Bild: REUTERS"Mr. Euro" trifft "Madame No": Der langjährige Eurogruppen-Chef und Befürworter der Gemeinschaftswährung Jean-Claude Juncker im Gespräch mit Finnlands Finanzministerin Jutta Urpilainen. Die Finnin steht zum Euro, ist aber nicht bereit, den Süden dauerhaft zu alimentieren. Sie handelte für ihr Land Garantiezahlungen aus, ehe sie den Rettungspaketen für Spanien und Griechenland zustimmte. Die Folge: Während die Ratingagentur Moody's den Ausblick der Euro-Top-Schuldner Luxemburg, Niederland und Deutschland senke, genießt Finnland weiterhin vollstes Vertrauen. Die Agentur bestätigte Finnland als einziges Land dessen "AAA"-Rating.
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): AAA/Aaa/AAA
Bild: dpaStandard & Poor's bestätigte Deutschlands Top-Rating in der vergangenen Woche. Die Ratingagentur "Moody's" sieht das anders: Das "AAA"-Rating von Deutschland, den Niederlande und Luxemburg sind demnach in Gefahr. In der Erklärung heißt es wortwörtlich: ""Alle vier Staaten werden von den (...) europaweiten Entwicklungen nachteilig beeinträchtigt: der steigenden Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen der Eurokrise in dem aktuellen politischen Umfeld und der zunehmenden Anfälligkeit für das Risiko, das von der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone ausgeht, darunter die weitreichenderen Auswirkungen, die ein solches Ereignis für andere Eurostaaten haben würde, insbesondere Spanien und Italien."
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): AAA/Aaa/AAA
Bild: ReutersÖsterreich hat sein Spitzenrating verloren, jedenfalls wenn es nach S&P geht. Experten bemängeln, die Regierung von Kanzler Werner Faymann spare nicht ausreichend. Zudem ist die österreichische Wirtschaft stark mit der italienischen verwoben. Wenn die Krise im Nachbarland weitergeht, könnte andere Agenturen bald folgen. Moody`s reagierte moderater und senkte nur den Ausblick, ließ aber das Rating erstmal konstant.
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): AA+/Aaa/AAA
Bild: dpaAngela Merkel lobte Italiens Regierungschef Mario Monti noch vor Kurzem für seine Reformbereitschaft. Doch der italienische Schuldenberg ist der zweitgrößte in Europa. Nur Griechenland hat noch mehr Schulden. Alle drei großen Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit des Landes eher negativ.
Rating (S&P/Moody's/Fitch): BBB+/A3/A-
Bild: REUTERSDer niederländische Premierminister Mark Rutte hat bei Königin Beatrix seinen Rücktritt eingereicht. Zuvor hatte seine Minderheitsregierung keine Einigung über ein Sparprogramm erzielen können. Dabei steigen die Schulden des einstigen Euro-Musterschülers stark an. Das haben auch die drei großen US-Ratingagenturen registriert. Die Folge: Fitch hatte den Niederlanden mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht, falls das Land die geplanten Sparmaßnahmen nicht durchsetzen kann. Zuvor hatte bereits Standard & Poor's (S&P) den Ausblick für die Kreditbewertung auf „negativ“ gesetzt und damit eine Herabstufung in Aussicht gestellt. Derzeit bewerten mit S&P, Moody's und Fitch noch alle drei weltweit führenden Agenturen die Niederlande mit der Bestnote „AAA“, wobei Fitch und Moody's den Ausblick noch auf „stabil“ haben.
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): AAA/Aaa/AAA
Bild: dpaNach der historischen Milliarden-Umschuldung in Griechenland hat Fitch als erste Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit des Landes im Zentrum der Schuldenkrise heraufgestuft. Fitch versah die neuen Staatsanleihen des Landes am Dienstag mit der Note "B-" und einem stabilen Ausblick. Als sicher gelten die Papiere damit jedoch noch lange nicht: Fitch sieht weiter ein hohes Risiko, dass Griechenland auch die neuen Anleihen nicht bedienen kann, weil es noch immer sehr hoch verschuldet ist und die Wirtschaft tief in der Rezession steckt.
Rating (S&P/Moody's/Fitch): SD (Selective Default)/ C/ B-
Bild: dpaPortugal war das zweite europäische Land, das die Ratingagenturen Anfang Juli auf Ramschniveau herabgestuft hatten. Nun hat Moodys die Kreditwürdigkeit um eine Stufe auf Ba3 abgesenkt. Zuvor hatte bereits S&P das Rating von „BBB-“ auf „BB“ gesenkt. Auch Fitch die Bewertung des Landes von „BBB-“ auf „BB+“ herabgestuft. Der Ausblick sei negativ, Portugal habe keinen Status als Investment-Land mehr. Die Ratingagentur rechne damit, dass die portugiesische Wirtschaft 2012 um drei Prozent schrumpft.
Ratings (S&P/Moody's/Fitch): BB/Ba3/BB+
Die Euro-Gruppe eilt Zypern zur Hilfe und gewährt dem Land einen 10-Milliarden-Euro-Kredit. Im Gegenzug muss Präsident Nikos Anastasiades die Körperschaftssteuer anheben und die heimischen Sparer zur Kasse bitten. Die Ratingagenturen haben schon lange den Glauben an die Kreditfähigkeit des Landes verloren. Staatsanleihen der Mittelmeerinsel werden als Ramschpapiere bewertet.
Rating (S&P/Moody's/Fitch): CCC+/ Caa3 / BB-
Wäre der lustige Glückshase nicht im Showbusiness, sondern an der Börse, ihm wäre sein dämliches Grinsen schon lange vergangen. Das Plüschmonster, das 1993 in Hape Kerkelings Fernsehsatire "Kein Pardon" durch die Unterhaltungssendung "Witzischkeit kennt keine Grenzen" stolperte und dabei tapfer die Launen des cholerischen Showmasters Heinz Wäscher ertrug, müsste angesichts der kritischen Lage, in der sich Europa dieser Tage befindet, erkennen, dass "Witzischkeit" eben doch Grenzen kennt. Und das nicht nur bei der Suche nach gewinnbringenden Anlagen. Kerkelings Credo bewahrheitet sich: Mehr denn je erscheint das ganze Leben wie ein Quiz - ein Quiz, in dem Notenbanker wie Politiker nur die Kandidaten sind!
Die 100 Billionen Euro Frage lautet: Wie rettet man die Euro-Zone? Einen Publikumsjoker in Form von Volksentscheiden, der bei der Beantwortung dieser schwierigen Frage helfen könnte, sehen die Verfassungen in vielen der 17 Euro-Zonen-Staaten nicht vor. Auch dürfte das Ergebnis solcher Volksentscheide ziemlich vorhersehbar sein: Bürger in den wirtschaftlich starken Ländern der Euro-Zone dürften wohl einen strikten Sparkurs in ganz Europa empfehlen, während die in den notleidenden Staaten Konsolidierungsprogramme aller Wahrscheinlichkeit nach als Nagel am Sarg ihrer Volkswirtschaften geißeln und stattdessen Hilfsprogramme ohne Gegenleistungen fordern würden.
Bild: APEstland
Estland machte 2011 keine Schulden, sondern generierte sogar einen Überschuss von 164 Millionen Euro beziehungsweise einem Prozent des BIPs. Der Schuldenstand des Staates belief sich damit auf geradezu lächerliche 965 Millionen Euro. Mit der neu eingeführten Luftverkehrsabgabe hätte Estland seine Staatsschulden komplett begleichen können. Die Summe, die Finanzminister Wolfgang Schäuble durch die Ticketsteuer einnahm, entspricht dem kompletten Haushaltsdefizit des Landes.
Bild: dapdFinnland
Die Finnen waren 2011 sehr sparsam und nahmen nur 0,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts an Schulden auf. Macht eine Milliarde neuer Schulden. Genauso viel ließ das soziale Netzwerk sich den Foto-Dienst Instagram kosten.
Bild: dpaLuxemburg
Der kleinste Flächenstaat der Welt hat 2011 nur 0,6 Prozent des BIPs an neuen Schulden aufgenommen. In Euro macht das putzige 253 Millionen Euro. Genauso hoch wie Luxemburgs Neuverschuldung war das operative Ergebnis der VW-Tochter MAN im ersten Quartal 2012.
Bild: dpaDeutschland
Die Deutschen haben 25,8 Milliarden Euro an neuen Schulden aufgenommen, das sind rund ein Prozent des BIPs. Zum Vergleich: Das Verkehrministerium hat 2012 einen Etat von 25,9 Milliarden Euro zur Verfügung.
Bild: APMalta
In Europas kleinstem Mitgliedsstaat Malta ist die Neuverschuldung ähnlich niedrig wie die der Luxemburger. 2,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts nahmen die Malteser 2011 an neuen Schulden auf. Das entspricht 174 Millionen Euro. Genauso viel Geld benutzt die Stadt Potsdam für die Sanierung von Schulen und Kitas - allerdings verteilt auf einen Zeitraum von sechs Jahren.
Bild: dpaÖsterreich
Österreich hat vergangenes Jahr rund sieben Milliarden Euro neue Schulden aufgehäuft, das entspricht 2,6 Prozent des BIP. Das ist etwas mehr, als das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) 2012 zur Verfügung hat. Der Etat Niebels beträgt nur 6,4 Milliarden.
Bild: dpaBelgien
Etwas höher fiel die Neuverschuldung Belgiens aus: Rund 13 Milliarden (3,7 Prozent des BIPs) nahm das Land im letzten Jahr neu auf. Etwas mehr Geld verwaltet das deutsche Gesundheitsministerium 2012: Der Bundeshaushalt stellt dem Ministerium für seine Belange rund 14,5 Milliarden Euro zur Verfügung.
Bild: dpaItalien
In Italien ist die Schuldenlast schon deutlich höher. Insgesamt beliefen sich die Schulden des Landes 2011 auf 1,897 Billionen Euro, die Neuverschuldung betrug im letzten Jahr 62,4 Milliarden Euro oder 3,9 Prozent des BIP. Ebenfalls 62,4 Milliarden Euro möchte der VW-Aufsichtsrat zwischen 2012 und 2016 für neue Investitionen ausgeben.
Bild: dpaPortugal
In Portugal betrug die Neuverschuldung vergangenes Jahr 4,2 Prozent des BIP, macht also rund 7,3 Milliarden Euro.
Zum Vergleich: Ministerin Kristina Schröder darf 2012 für das Familienministerium 6,8 Milliarden Euro ausgeben.
Bild: dapdNiederlande
Die Niederländer nahmen rund 28 Milliarden Schulden auf, das entspricht 4,7 Prozent des BIP. Zum Vergleich: 28 Milliarden Euro schwer war auch das zweite Hilfspaket für Griechenland, das der IWF im März 2012 abnickte.
Estland
Estland machte 2011 keine Schulden, sondern generierte sogar einen Überschuss von 164 Millionen Euro beziehungsweise einem Prozent des BIPs. Der Schuldenstand des Staates belief sich damit auf geradezu lächerliche 965 Millionen Euro. Mit der neu eingeführten Luftverkehrsabgabe hätte Estland seine Staatsschulden komplett begleichen können. Die Summe, die Finanzminister Wolfgang Schäuble durch die Ticketsteuer einnahm, entspricht dem kompletten Haushaltsdefizit des Landes.
Keynes lebt
Vielleicht sollten Politiker und Zentralbanker einen Telefonjoker bemühen. Zum Beispiel Paul Krugman, seines Zeichens Professor der Volkswirtschaftslehre an der amerikanischen Princeton University. Der skizziert in seinem jüngst erschienenen Buch "Vergesst die Krise! - Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen" sein Rezept zur Lösung der amerikanischen Wirtschafts- und der europäischen Banken- und Staatsschuldenkrise. Krugman übt sich nicht in theoretisch-akademischer Besserwisserei - versandt mit herzlichen Grüßen aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft. Nein, wer das Buch des Nobelpreisträgers liest, bekommt eher den Eindruck: Hier macht sich jemand ernsthaft Gedanken um einen Weg aus der Krise.
Dabei kann Krugmans Plan zur Rettung der Welt mit einem Begriff zusammengefasst werden: Keynesianismus. Wiewohl der geistige Vater jenes wirtschaftspolitischen Modells, der britische Ökonom John Maynard Keynes, schon im Jahre 1946 verstorben ist, lebt seine Theorie noch heute fort. Mit Blick auf den katastrophalen Verlauf der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre, in der weder Regierungen noch Notenbanken Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft ergriffen hatten, forderte Keynes, der Staat müsse in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mittels der Finanz- und Geldpolitik die gesamtwirtschaftliche Nachfrage steigern, um so die Vollbeschäftigung wiederherzustellen. Krugman bläst nun ebenfalls in dieses Horn. Aber deutlicher stärker als sein akademischer Vorfahre. Krugman geißelt den amerikanischen Präsidenten, Barack Obama, und den Federal Reserve Vorsitzenden, Ben Bernanke, ebenso als hasenfüßig wie Politiker und Zentralbanker der Euro-Zone.
Wofür die Deutschen bei der Euro-Rettung haften
IWF-Beitrag zum Rettungsschirm
Hierfür haften die Deutschen mit 15 Milliarden Euro.
EFSF-Hilfen für Krisenländer
Falls Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Zypern ausfallen beträgt die Haftungssumme der Deutschen 80 Milliarden Euro.
Hilfen aus dem EU-Haushalt (EFSM)
Die Haftung beträgt insgesamt 10 Milliarden Euro.
Haftungszusagen ESM
Die Haftungszusagen für den ESM belaufen sich auf 190 Milliarden Euro.
Erstes Rettungspaket für Griechenland
Allein das erste Rettungspaket für die Griechen schlägt mit 15 Milliarden zu Buche.
EZB-Staatsanleihenkäufe
Deutschlands Haftungssumme für die Käufe von Staatsanleihen durch die EZB umfasst 57 Milliarden Euro.
Target-Forderungen an Krisenländer
Der größte Haftungsbetrag von 408 Milliarden Euro wird fällig, falls es zu einem Zahlungsausfall kommen sollte und die Krisenländer aus dem Euro austreten.
Zwar hat es in den vergangenen Jahren weder dies- noch jenseits des Atlantiks an staatlich finanzierten Konjunkturprogrammen gemangelt, auch fluteten sowohl die amerikanische als auch die europäische Zentralbank die Märkte in nie gesehenem Ausmaß mit Liquidität. Dem amerikanischen Professor erscheint all das aber als nicht ausreichend, um der schwierigen Lage in Amerika und Europa Herr zu werden. Präsident Obamas 787 Milliarden Dollar schweres Konjunkturprogramm beispielsweise - aufgelegt als Antwort des amerikanischen Staates auf die Verwerfungen im Gefolge der Subprime-Krise - war in Krugmans Augen nur ein Tropfen auf den heißen Stein - gemessen an der gesamten Wirtschaftskraft der Staaten.
Diese These Krugmans erscheint überraschend, empfindet man als volkswirtschaftlicher Laie 787 Milliarden Dollar doch schon als eine schier unvorstellbare Summe. Auch den Europäern attestiert der Nobelpreisträger Kleinmut und Zaghaftigkeit. Viel entschlossener müssten die Regierungen und die Europäische Zentralbank vorgehen: Die einen, in dem sie einer um ein Vielfaches größeren gesamteuropäischen Verschuldung zustimmten, die andere, in dem sie die geldpolitischen Schleusen noch weiter öffnet. Nur so seien Wachstum und Beschäftigung zu bewahren.
- Seite 1: Die 100-Billionen-Frage: Wie rettet man den Euro?
- Seite 2: Draghi, Merkel, Hollande unter Zugzwang
























