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kolumne Engelmanns Eigenhandel: Krise und kein Ende

Kolumne von Oliver Engelmann

Kaum ist der zweite Schuss aus Mario Draghis "Dicker Bertha" verhallt, droht ein erneuter Verfall der Kurse spanischer Staatsanleihen. Die segensreiche Wirkung jener geldpolitischen Maßnahme, mit der die Europäische Zentralbank (EZB) die Ruhe an den Kapitalmärkten wiederherstellen und die Versorgung der Wirtschaft mit Kredit sicherstellen wollte, gerät in Gefahr, meint unser Kolumnist.

Ein Mann hält anlässlich des Groundhogday ein Murmeltier hoch. Quelle: REUTERS
Und täglich grüßt das Murmeltier - die sich wiederholenden Nachrichten über die Krise erscheinen wie ein permanentes Deja-vu Quelle: REUTERS

Immer wieder erleben wir im Verlauf der nun schon mehrere Jahre andauernden Krise, dass sich Geschichte wiederholt - ein permanentes Deja vu, vergleichbar dem Groundhog Day in Punxsutawney, jenem filmbekannten Ort in Pennsylvania, an dem täglich das Murmeltier grüßt.

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Deutlich ansteigende Renditen für spanische  Staatsanleihen (Bonos), ebenso deutlich ansteigende Renditeunterschiede (Spreads) zu deutschen Bundesanleihen, das Ganze begleitet von einer Verflachung der Renditestrukturkurve - dieses explosive Gemisch war bei spanischen Anleihen bereits im Jahre 2010 zu beobachten. Bei Anleihen anderer Emittenten ebenfalls.

Ruhige  Osterwochen? Von wegen…

Doch blicken wir zunächst auf die aktuelle Lage: Die vermeintlich so ruhigen Osterwochen haben sich an den Börsen alles andere als ruhig präsentiert. Die Rendite deutscher Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit, an der sich der Grad der Verunsicherung von Investoren und Händlern immer besonders einfach ablesen lässt, verfehlte mit 1,639 Prozent nur um Haaresbreite ein neues Rekordtief.

Für den Höhenflug deutscher Staatstitel dürften mehrere Gründe ursächlich gewesen sein.

Dazu zählen schlechte Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt, die die Hoffnung auf eine wirklich nachhaltige Erholung der US-Konjunktur dämpften, ebenso wie Spekulationen über mögliche Interventionen der Schweizerischen Nationalbank, deren Ankäufe von Euro gegen Franken zwangsläufig zu einer verstärkten Nachfrage nach Titeln des Bundes führen würden.

Als Hauptursache für den Anstieg deutscher Staatsanleihen muss aber zweifelsohne die aktuelle Entwicklung am Markt für spanische Staatsanleihen gewertet werden. Die Rendite der zehnjährigen Titel überwand die in charttechnischer Hinsicht beachtenswerte Marke von 5,60 Prozent, die bislang den Anstieg der Renditen zu deckeln schien, und schoss in der vergangenen Woche zunächst auf 6 Prozent, zu Beginn der neuen Handelswoche dann auf 6,15 Prozent hoch.

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