Ermittlungen gegen Immobiliengruppe S&K: Staatsanwalt will Zugriff auf ehemalige Villa von Gunter Sachs

Ermittlungen gegen Immobiliengruppe S&K: Staatsanwalt will Zugriff auf ehemalige Villa von Gunter Sachs

Die Staatsanwaltschaft will nach einer Großrazzia bei der Immobiliengruppe S&K in Frankfurt nun Wertgegenstände der Unternehmen sicherstellen. Die Behörde will zudem Zugriff auf die ehemalige Villa von Gunter Sachs.

Bargeld, Schmuck und andere Gegenstände im Wert von 2,5 Millionen Euro fanden die Ermittler bei den bisherigen Untersuchungen und stellten sie sicher. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Insgesamt sollen im Rahmen der Ermittlungen Wertgegenstände mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen sichergestellt werden. Unter anderem versuche die Behörde, eine Hand auf die ehemalige Villa von Lebemann und Fotograf Gunter Sachs in Schweinfurt und das trendige Frankfurter Hotel und Restaurant Gerbermühle zu bekommen.

Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. "Wir werden versuchen, Zugriff auf die Grundstücke zu bekommen." Am Dienstag hatten 1200 Beamte Büros einer Unternehmensgruppe in Frankfurt und Hamburg durchsucht, die Tausende Anleger mit einem Schneeballsystem um einen dreistelligen Millionenbetrag geprellt haben sollen. Gegenstand der Ermittlungen sind mehrere Anlagefonds im Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro. Die Amtsgerichte in Frankfurt und Hamburg haben die sechs Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft genommen, darunter auch die beiden Gründer der Gruppe S&K.

Anzeige

Bei den Durchsuchungen sind unter anderem zahlreiche Säcke mit Geld sichergestellt worden. Insgesamt hätten sich in den Säcken allerdings nur rund 5000 Euro befunden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Auch in München seien Immobilien durchsucht worden. Dabei habe es sich aber Büroräume von Zeugen und nicht von Beschuldigten gehandelt.

Am Mittwoch sind im Rahmen einer bundesweiten Razzia sind die Gründer der Frankfurter Immobiliengruppe S+K, Stephan Schäfer und Jonas Köller, festgenommen worden. Insgesamt wird gegen 50 Verdächtige ermittelt. Die WirtschaftsWoche hatte Ende Januar vor den Aktivitäten gewarnt.

weitere Artikel

Tausende Geschädigte

Die Staatsanwaltschaft rechnet zudem mit tausenden Geschädigten, erklärte die Frankfurter Ober-Staatsanwältin Doris Möller-Scheu am Donnerstag. Schätzungen von Anwaltsbüros, die von bis zu 100 000 Geschädigten berichteten, könne man aber noch nicht bestätigen.


Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%