Euro-Krise: "Eine auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt"

Euro-Krise: "Eine auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt"

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Dolce Vita: Der scheinbare Wohlstand Europas trotz Euro-Krise trügt

Der Hamburger Vermögensverwalter Martin Mack beschreibt Europa als eine von Schreibtischtätern geführte und von Lobbyisten infiltrierte „Bananen- und Glühbirnen-Diktatur“. Die Regierungen der Club-Med-Länder werden alles Erdenkliche daran setzen, ihr „Dolce Vita“ vor allem auf Kosten der deutschen Bevölkerung zu verlängern.

Wer erinnert sich noch an die „Ich-kaufe-griechische-Staatsanleihen!“-Aktion einer renommierten deutschen Wirtschaftszeitung vor nur zwei Jahren, die just zu einem Zeitpunkt startete, als Griechenland im Mai 2010 hätte sofort pleite gehen müssen – es aber dank 110 Milliarden frisch gedruckter Rettungsmilliarden nicht durfte? Fixiert auf die politische Schnapsidee, eine Einigung Europas über das größte Währungsexperiment in der Geschichte der Menschheit erreichen zu können, appellierten seinerzeit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in nahezu kindlicher Naivität, im „Vertrauen“ in die „reuigen Sünder“ und als Zeichen notwendiger europäischer Solidarität private Ersparnisse nach Athen zu tragen, die dann als erste im März dieses Jahres dem „Hair-cut“ zum Opfer fielen. 

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EU-Gipfel Spanien und Italien erpressen Merkel

Eklat beim EU-Gipfel: Italien und Spanien ziehen alle Register, um Europa ihre Politik aufzuzwingen. Mit Erfolg. Künftig sollen Krisenländer den Rettungsschirm ohne verschärfte Bedingungen anzapfen dürfen.

Quelle: dpa

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Treffender als mit den Worten Albert Einsteins kann man die seit der Lehman-Pleite unter den Politikern und Notenbankern herrschende Hybris kaum beschreiben. Denn all die in den letzten Jahren „aufgemachten“ und in Summe mittlerweile Billionen schweren Rettungstöpfe sind nur Ausdruck eines vom Wahnsinn „gesteuerten“ Versuchs, das Problem der faulen Kredite durch politische Hütchenspiele verschwinden lassen zu wollen. Doch faule Kredite verschwinden erst, wenn sie abgeschrieben werden, und solange dies nicht geschieht, solange wird diese Krise auch noch andauern! Selbst die alle Dimensionen des Vorstellbaren sprengenden 1,018 Billionen Euro, die sich Europas Pleite-Banken mit zum Beispiel bis zum Jahr 9999 (!) laufenden „Sicherheiten“ via Maus-Klick von der EZB abholen konnten, erwiesen sich nur wenige Monate später nicht als die anfänglich große Hoffnung verbreitende „Dicke Bertha“, sondern nur als ein äußerst teurer Rohrkrepierer!

Die Aktienmärkte, die im Vertrauen auf die positiven Folgen der „Dicken Bertha“ noch mit großen Freudensprüngen ins neue Jahr gestartet waren, büßten ihre zwischenzeitlich gesehenen Zuwächse fast vollständig wieder ein. Erst die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 29. Juni 2012, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in einen Jackpot für Banken zu verwandeln, verhalfen den Aktienmärkten am letzten Juni-Handelstag zu üppigen Tagesgewinnen, so dass viele Indizes das erste Halbjahr doch noch in der Gewinnzone beenden konnten. Dagegen setzten sowohl Gold als auch Silber die im September 2011 begonnene Korrektur weiter fort. 

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14 Kommentare zu Euro-Krise: "Eine auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt"

  • ALLE wissen doch dass die Süd-Staaten und die Süd-Banken NIEMALS ihre Schulden zurückzahlen werden / können / wollen.

    Wenn man daher von "Garantien geben" oder "Haftung übernehmen" redet heißt das in Realität, dass das Geld das Deutschland hier "im Feuer" hat in jedem Fall schon unwiederbringlich weg ist!

    Die Drohung dass Deutschland beim Euro-Austritt viel Geld verlieren würde ist also Volksverdummung, denn das Geld um das es geht IST IN JEDEM FALL VERLOREN.
    Es geht also nur darum schlechtem Geld nicht noch gutes Geld hinterher zu werfen.

    Und nach dem früher oder später in jedem Fall kommenden crash werden die Süd-Staaten unter Führung Frankreichs fordern, sofort beim Neustart mit einer finalen Transferunion zu beginnen.

  • Vielen Dank Herr Mack !
    Sehr gute und ehrliche Analyse der aktuellen Situation und der verheerenden zukünftigen Folgen. Wenn man sich dann allerdings fragt, warum die Politik so irrational handelt und die Zukunft Deutschlands bewusst verspielt, so kann man zu so machen Schlussfolgerungen kommen, die einem den Magen umdrehen (Lobbyismus, das Kapital regiert in Wahrheit Deutschland). , Entscheidungen wie der ESM oder die Bankenunion dienen nicht, sondern schaden der BRD und lassen sich m.E. nicht mit dem Mandat unserer Volksvertreter vereinbaren. Aber, wie der unser (noch) amtierender Finanzminister ja selbst Ende 2011 öffentlich von sich gab, war die BRD seit 1945 niemals souverän und eine Europäische Republik seiner Meinung nach eh der beste Weg in die Zukunft. Gut, dass ich diese Zukunft der BRD und Europas mehr in Richtung Zentralstaat / Diktatur nicht mehr vor Ort erleben muss, da schon seit mehr als 10 Jahren ausgewandert bin und mit meiner Farm sowie einem hohen Mass an Eigenversorgung mir die Aktienkurse und ein sicherlich kommende globale Finanz- / Wirtschaftskrise ziemlich egal sind.




  • Unmut, Empörung, Entrüstung - nur allzu verständlich.
    Aber: bisher sind gerade einmal 9500 Unterzeichner der E-Petition gegen den ESM und Fiskalpakt auf der Internetseite des Bundestages zusammengekommen - obgleich dafür ja nun wirklich kein großer persönlicher Einsatz erforderlich ist. Bitte Mitzeichnen auch noch zu diesem Zeitpunkt und bitte andere Zeitgenossen darauf aufmerksam machen, was auf jeden Fall besser ist, als sich nur „knurrend oder winselnd“ auf den zugewiesenen Platz zu verziehen!
    Insbesondere schon deshalb noch mitzeichnen, um Unterstützung für die eingereichten Verfassungsklagen zu signalisieren und für die mündliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts am 10. Juni Zeichen setzen.

    Das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche haben dankenswerter Weise in dem Artikel „Das Netz stellt sich gegen ESM und Fiskalpakt“ die Verlinkung zur E-Petition eingestellt.

    Trotzdem hier auch noch einmal der Link:
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa%3Ddetails%3Bpetition%3D25090

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