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Euro-Krise: Lohnen sich Immobilien noch?

Euro-Krise: Notfallplan für Ihr Geld

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Lohnen sich Immobilien noch?

Immobilien bleiben dank niedrigem Baugeld für Anleger nach wie vor interessant - Sofern man die richtige Lage wählt Quelle: dpa
Immobilien bleiben dank niedrigem Baugeld für Anleger nach wie vor interessant - Sofern man die richtige Lage wählt Quelle: dpa

Lohnt es sich, jetzt ein Haus zu kaufen - in Spanien oder Deutschland?

Betongold ist für viele krisengeplagte Anleger erste Wahl. Zwar haben die Preise angezogen, aber Baugeld ist rekordbillig, für zehn Jahre festgeschrieben, kostet es nur noch 2,6 Prozent. Die Aussichten, dass das Geld auch in den kommenden Jahren in Steinen gut angelegt ist, sind nicht schlecht. „Für Hauspreise erwarten wir bis 2015 einen jährlichen Anstieg von drei Prozent pro Jahr“, sagt Jochen Möbert, Analyst bei Deutsche Bank Research. Eine Überhitzung sieht anders aus.

Übersicht zu Immobilienpreisen in Hamburg und München (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)
Übersicht zu Immobilienpreisen in Hamburg und München (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Anders in den Top-Lagen der Großstädte. In Hamburg etwa „zahlen die Käufer inzwischen 20 bis 30 Prozent über dem Verkehrswert“, sagt der Hamburger Immobiliengutachter Uwe Loose. Selbst wenn der Gutachter abrate, kauften die Interessenten dennoch, weil sonst ein anderer zum Zug käme. Anleger sollten sich daher gut überlegen, ob sie ihr Geld noch in Luxusviertel stecken sollten. Renditeträchtiger sind Viertel, die an die überhitzten Straßenzüge angrenzen. So trieb der Preisanstieg in den alsternahen Stadtteilen Harvestehude, Rotherbaum und Uhlenhorst Käufer beispielsweise in den Süden Barmbeks. Dort sind Wohnungen für 2.300 Euro je Quadratmeter zu haben.

Übersicht zu Immobilienpreis-Indizes für Spanien (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)
Übersicht zu Immobilienpreis-Indizes für Spanien (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Wer vom Haus am Meer im Süden träumt, schaut nach Griechenland und Spanien. Dort ist aber nicht absehbar, ob der Boden bereits erreicht ist. In Spanien geht der Absturz der Immobilienpreise munter weiter. Der Absturz beschleunigt sich, die Preise sind bis Mai stärker gefallen als im ganzen Jahr 2011. Auch auf Mallorca erwarten Marktbeobachter, dass die Preise weiter nach unten gehen, vor allem die der günstigeren Immobilien. Schon jetzt seien dort 30 Prozent Preisnachlass verhandelbar.

Kaufgelegenheiten vorhanden

Selbst in Luxusgegenden wie Port Andratx gibt es nach Jahren der Fantasiepreise wieder Objekte ab 300.000 Euro. Im vom Massentourismus geplagten Osten der Insel sind Wohnungen zwischen 80.000 und 200.000 Euro zu finden. Für Selbstnutzer, die ihren Zweitwohnsitz ohnehin auf den Balearen ansiedeln wollen, ergeben sich in den kommenden Monaten Kaufgelegenheiten. Anleger sollten noch warten. „Die Preise waren und sind bei einzelnen Projekten immer noch aufgeblasen,“ sagt der deutsche Architekt Robert Wagner.

Griechen verkaufen ihr Zweithaus, um so der Sondersteuer zu entgehen

Von Blasen kann in Griechenland keine Rede sein. Bis auf einige Ferienanlagen auf größeren Inseln wie Kreta oder Mykonos wurde kaum am Bedarf vorbei gebaut. Preisdrücker sind eher Notverkäufe. Wer Geld braucht, trennt sich eher von seinem Ferienhaus als von seinem Hauptwohnsitz. Auch der Fiskus treibt Immobilieneigentümer zum Verkauf. „Besitzer größerer Immobilienbestände müssen seit Kurzem eine Sondersteuer zahlen“, sagt Dimitrios Kouros, Vorstand der Deutschen und Hellenischen Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz in Düsseldorf. Reiche Griechen verkaufen ihre Zweitimmobilie, um der Steuer zu entgehen. Das Angebot drückt die Preise. „Ferienimmobilien sind zu Preisen wie vor zehn Jahren zu haben“, sagt Christian Seyrer von GIS Immobilien in Augsburg. Seit 2010 seien die Preise von Ferienobjekten um 20 und die von Wohnimmobilien um 40 Prozent eingebrochen. Objekte im Millionenbereich, so Anwalt Kouros, seien derzeit sogar für die Hälfte zu bekommen.

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Schnäppchen winken am ehesten auf kleineren Inseln und auf den Halbinseln Peloponnes und Chalkidiki, so Bauplaner Seyrer. Baugrundstücke mit mehreren Tausend Quadratmetern in Meernähe seien für 30.000 bis 50.000 Euro zu bekommen.

12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.06.2012, 18:27 UhrScratchpatch

    Selbst die Bundesbank schichtet ihre Anlagen in Australische Dollars um. Trotzdem verstehe ich immer noch nicht, warum die DM bei einem Zusammenbruch der Eurozone so stark sein soll, obwohl doch nach diesem Szenario die deutsche Realwirtschaft gleichzeitig einbricht, Deutschland auf griechischen Schulden sitzen bleibt und die Steuern erhöhen muss.

  • 13.06.2012, 12:53 UhrWutbuerger

    Nette Idee aber ich glaube das wird verhindert werden. Zum einen werden die Zahlungsdienste durch Zufall oder wegen Überlastung ausfallen. Zum anderen wird dieses Verhalten von der Obrigkeit als Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder gar als Terrorakt gewertet werden. Somit sind alle "Störenfriede" der Staatsmacht ausgeliefert, da sie unter die Terrorgesetze fallen.

  • 13.06.2012, 10:49 Uhrfaistmeister

    Zwei Möglichkeiten, das Szenario ESM und Transferunion zu verhindern sehe ich:
    1) Vor Abstimmung zum ESM
    a) die ePetition mitzeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=d45bc9205e41694b1f489965be96fc7b&action=petition;sa=details;petition=24314
    b) Seinem Abgeordneten schreiben/ mailen, dass man im Falle der Zustimmung sein Geld abheben wird.
    2) Nach Abstimmung (=Bestätigung) des ESM hilft nur noch ein massiver Bank Run.

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