ThemaFonds & ETFs

KommentarEurokrise: Wahnsinn mit System

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Alle leiden unter der Schuldenkrise - alle, bis auf die Hedgefonds.

von Frank Doll

Wenn der EFSF den Griechen tatsächlich zehn Milliarden Euro leiht, freuen sich die Fondsmanager. Für Hedgefonds eröffnen sich in der Eurozone jetzt nämlich ungeahnte Möglichkeiten.

2012 war bisher kein gutes Jahr für Hedgefonds. Einige Fonds machten dicht wegen nachhaltiger Erfolglosigkeit, andere gingen gar Pleite. Doch Hilfe naht. Denn es zeichnet sich ein großes Hilfsprogramm ab für die Hedgefonds-Branche. Nach Berechnungen der Bundesregierung könnte der Krisenfonds EFSF der griechischen Regierung zusätzlich zehn Milliarden Euro „leihen“.

Damit könnte die Regierung in Athen eigene Schulden zu tiefen Kursen zurückkaufen. Griechenland reduzierte so ganz elegant seine nominale Schuldenlast und profitierte letztlich vom Wertverfall seiner Anleihen. Aha!

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Nur profitieren werden von dieser Schnapsidee ökonomischer Geisterfahrer natürlich nicht die Griechen, sondern Hedgefonds, die sich im Sommer – im Vertrauen auf die Nibelungentreue von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Euro und zu Griechenland – mit Anleihen des Pleitestaats eingedeckt haben, zu Preisen von weniger als 20 Prozent des Nominalwerts. Rechnen dürfen die Fonds vielleicht schon bald mit einem Rückkaufangebot aus Griechenland zwischen 25 und 50 Prozent. Ein Spitzengeschäft in renditeschwachen Zeiten. Der Wahnsinn hat System.

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