Bild: Getty ImagesAfrika hat das Potenzial zur neuen Boomregion. Unternehmen aus aller Welt entdecken den Kontinent. Im Krisenjahr 2009 wuchs die afrikanische Wirtschaft um einen Prozent, bald könnte sich die Rate auf 5,5 Prozent erhöhen. In den wachstumsstarken Regionen entstehen neue Mittelschichten, die die aussichtsreiche Entwicklung vorantreiben.
wiwo.de stellt die wirtschaftsfreundlichsten afrikanischen Staaten und die größten Rohstoffproduzenten vor, Foto: Getty Images
Bild: APDie Weltbank hat die 46 afrikanischen Staaten südlich der Sahara hinsichtlich ihrer Wirtschaftfreundlichkeit untersucht und dabei die Steuer- und Freihandelsoase Mauritius auf den ersten Platz gewählt. Kaufkraftbereinigt beträgt das jährliche Bruttoinlandsprodukt auf Mauritius pro Kopf 7800 Dollar, Foto: AP
Bild: dpaDas jährliche Bruttoinlandsprodukt in Südafrika betrug im Jahr 2008 kaufpreisbereinigt 10.000 Dollar. Der diesjährige Ausrichter der Fußball-WM ist reich an Bodenschätzen und verfügt über zahlreiche Industriegebiete. Platz zwei im Weltbank-Ranking, Foto: dpa
Bild: dpaDie Wirtschaft in Botsuana wächst seit Jahrzehnten dank großer Diamantenvorkommen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im Jahr 2008 kaufkraftbereinigt 12.100 Dollar. Im Weltbank-Ranking landet Botsuana auf dem dritten Rang, Foto: dpa

In puncto Wirtschaftsfreundlichkeit rangiert Namibia auf Rang vier. Die Wirtschaft profitiert vor allem vom Bergbau und der engen Verknüpfung mit Südafrika. Pro Kopf betrug das Bruttoinlandsprodukt 2008 kaufpreisbereinigt 6400 Dollar, Foto: AP
Bild: rtrDas von Kriegen gebeutelte Ruanda ist vor allem ein armes Agrarland, profitiert aber von einer besonders investorenfreundlichen Regierung. Das reicht im Weltbank-Ranking für den fünften Rang. Beim Bruttoinlandsprodukt kann Ruanda nicht mit den afrikanischen Nachbarn mithalten. So betrug das BIP pro Kopf kaufpreisbereinigt im Jahr 2008 rund 1000 Dollar, Foto: rtr

Im Vergleich zu Ruanda fällt das BIP mit 1500 Dollar in Sambia etwas höher aus. Sambia, das durch die Privatisierung des Kupferbergbaus einen Boom erlebt, landet im Weltbank-Ranking auf dem sechsten Rang.
Bild: dpaGhana verfügt über eine stabile Demokratie und einen relativ hohen Bildungsstand. Im Weltbank-Ranking reicht das allerdings nur für den siebten Rang. Bei BIP liegt Ghana mit 1500 Dollar pro Kopf gleichauf mit Sambia, Foto: dpa
Bild: APKenia gilt als ostafrikanisches Handelszentrum - leidet jedoch unter der politischen Instabilität im Land. Mit 1600 Dollar pro Kopf ist das kaufpreisbereinigte BIP leicht höher als bei den besserplatzierten Staaten Sambia und Ghana. Platz acht im Weltbank-Ranking, Foto: AP
Bild: APÄthiopien ist schwach an Bodenschätzen und gilt als armes Agrarland. Das wirtschaftliche Reformprogramm könnte allerdings schon bald Aufschwung bedeuten. Im Weltbank-Ranking rangiert Äthiopien auf dem neunten Rang. Das kaufpreisbereinigte BIP betrug im Jahr 2008 900 Dollar, Foto: AP
Afrika hat das Potenzial zur neuen Boomregion. Unternehmen aus aller Welt entdecken den Kontinent. Im Krisenjahr 2009 wuchs die afrikanische Wirtschaft um einen Prozent, bald könnte sich die Rate auf 5,5 Prozent erhöhen. In den wachstumsstarken Regionen entstehen neue Mittelschichten, die die aussichtsreiche Entwicklung vorantreiben.
wiwo.de stellt die wirtschaftsfreundlichsten afrikanischen Staaten und die größten Rohstoffproduzenten vor, Foto: Getty Images
Die großen Industrienationen kämpfen mit Verschuldung, schwächelnder Konjunktur und mauen Wachstumsraten, gleichzeitig sind die Zinsen im Keller. Für Anleger eine schwierige Kombination, denn eine gute Investment-Story ist hier selten geworden, lukrative Investments sind nur schwer auszumachen. Auch Schwellenländer wie China oder Brasilien dürften schon einen großen Teil ihrer Erfolgsstory hinter sich haben. Wo sind sie also, die Märkte der Zukunft?
Wer außerhalb der großen Volkswirtschaften investieren will, um sein Geld unempfindlich gegen die mächtigen Trends aus Amerika, Europa und Fernost zu machen, und zugleich in einen der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt investieren will, kann auf Afrika setzen. Auf dem schwarzen Kontinent entwickelt sich seit ein paar Jahren die Basis für eine Erfolgsstory, wie sie etwa in Brasilien bereits in vollem Gange ist. Wer jetzt einen Teil seiner Geldanlagen in afrikanische Märkte steckt, dürfte von den rasantesten Wachstumsjahren profitieren – muss allerdings aufgrund der mancherorts noch instabilen politischen Verhältnisse auch mit starken Schwankungen und herben Rückschlagen rechnen.
Wachstumsmarkt: Afrika-Fonds für Privatanleger
Name: JPM Africa Equity A
ISIN: LU0355584979
Kurs in Euro
Der Fonds hat seinen Anlageschwerpunkt in Südafrika. Mehr als die Hälfte der Mittel sind dort investiert. Die größten Positionen sind der Mobilfunkanbieter MTN, das Chemieunternehmen Sasol und der Internet- und Bezahlfernsehanbieter Naspers. Finanztitel und nicht-zyklische Konsumwerte machen mehr als 20 Prozent des Portfolios aus.
Name: BB African Opportunities
ISIN: LU0433847240
Kurs in Euro
Der Fonds aus dem Hause Bellevue Asset Management hat seinen Anlageschwerpunkt in Ägypten. Mehr als 30 Prozent des Fondsvermögens sind dort investiert. Größte Einzelposten sind das Bauunternehmen Osracom Construction Industries, die Commercial International Bank und die National Société Générale Bank. Im laufenden Jahr ist der BB African Opportunities mit einem Plus von mehr als 30 Prozent der erfolgreichste Afrika-Fonds.
Name: DWS Invest Africa FC
ISIN: LU0329759921
Kurs in Euro
Der Afrika-Fonds der Deutsche-Bank-Tochter DWS verfügt über ein Fondsvermögen von 33 Millionen Euro und investiert schwerpunktmäßig in Nigeria und Südafrika. Basisinvestment stammen aus der Rohstoffförderung. Die größten Einzelposten sind First Quantum Minerals, Tullow Oil und Iamgold.
Name: Templeton Africa Fund
ISIN: LU0744128314
Kurs in Euro
Der erst im Mai 2012 aufgelegte Fonds wird vom Schwellenländer-Team um Star-Investor Mark Mobius gemanagt. Die größten Einzelpositionen sind die First Bank of Nigeria, Egyptian International Pharmaceuticals und der Mobilfunkdienstleister MTN.
Name: Fidelity Emerging Markets Fund
ISIN: LU0307839646
Kurs in Euro
Der Fonds investiert in wachstumsstarken Ländern. Nach China und Korea bilden Südafrika-Investments einen Schwerpunkt, auch in Tansania die Fonds engagiert. Der Internetdienstleister Naspers ist mit 3,1 Prozent des Fondsvermögens im Portfolio vertreten.
Name: JB EF Northern Africa-EUR A
ISIN: LU0303756455
Kurs in Euro
Der Nordafrika-Fonds der Schweizer Gesellschaft Julius Bär investiert vor allem in die Rohstoffbranche, sie macht mehr als ein Drittel des Fondsvermögens aus. Ein Viertel der Investitionen fließt in Finanztitel. Größte Einzelposten sind African Minerals, First Quantum Minerals und Kenmare Resources.
Name: VCH Africa B
ISIN: LU0563445195
Kurs in Euro
Anlageschwerpunkt des Fonds von Hauck & Aufhäuser liegt auf Rohstoffen und Finanztiteln. Die größten Einzelinvestments sind die First Bank of Nigeria, Guaranty Trust Bank und die Zenith Bank.
Name: Deka-MiddleEast and Africa CF
ISIN: LU0271177163
Kurs in Euro
Bei der Sparkassen-Investmenttochter Deka konzentriert sich das Afrika-Investment auf Ägypten, etwa die Baufirma Orascom Construction Industries. Ansonsten legt der Fonds sein Geld vor allem in Kuwait, der Türkei und Großbritannien an - sofern sie ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im Mittleren Osten und Afrika haben. Größter Einzelposten ist die National Bank of Kuwait.
Name: JPM Africa Equity A
ISIN: LU0355584979
Kurs in Euro
Der Fonds hat seinen Anlageschwerpunkt in Südafrika. Mehr als die Hälfte der Mittel sind dort investiert. Die größten Positionen sind der Mobilfunkanbieter MTN, das Chemieunternehmen Sasol und der Internet- und Bezahlfernsehanbieter Naspers. Finanztitel und nicht-zyklische Konsumwerte machen mehr als 20 Prozent des Portfolios aus.
Mark Mobius, Chef der Schwellenländer-Fonds beim Fondsanbieter Franklin Templeton, erwartet auf Sicht der kommenden 20 Jahre hohe jährliche Wachstumsraten in afrikanischen Ländern. „Sechs von zehn der wachstumsstärksten Märkte der vergangenen zehn Jahre finden wir in Afrika“, sagt Börsenguru Mobius, der sich mit seinem Riecher für starke asiatische Märkte Kultstatus erworben hat. Für ihn zählen zu den wichtigsten Faktoren, die eine Aufholjagd Afrikas wahrscheinlich machen, vor allem die deutlich verbesserte Wirtschaftspolitik gepaart mit der steigenden Nachfrage aus Industrie- und Schwellenländern nach den Rohstoffen des Kontinents. Auch die Experten der Großbank HSBC gehen davon aus, dass bis 2017 sieben afrikanische Staaten zu den zehn wachstumsstärksten Volkswirtschaften in der Welt gehören. Interessant ist ein Afrika-Investment deshalb vor allem für Anleger, die einen Anlagehorizont von fünf Jahren und mehr haben.
Exportorientierte Wirtschaft
Der zweitgrößte Erdteil nach Fläche und Bewohnerzahl ist nach wie vor geprägt von Landwirtschaft und seinem Reichtum an Bodenschätzen. Dementsprechend exportorientiert ist die Wirtschaft. Afrika ist einer der wichtigsten Rohstofflieferanten weltweit, nicht zuletzt für die riesige und wachstumsstarke chinesische Volkswirtschaft.
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