EY-Studie: Start-ups werden immer attraktiver für Risikokapitalgeber

EY-Studie: Start-ups werden immer attraktiver für Risikokapitalgeber

Der Start-up-Szene in Deutschland geht es gut. Und das dürfte sich laut einer Studie auch in nächster Zukunft nicht ändern. Für Investoren von Risikokapital sind vor allem kleine Tech-Schmieden in Berlin interessant.

Junge Technologie-Firmen in Deutschland werden für Investoren immer attraktiver. Innerhalb von vier Jahren hat sich die Zahl der Risikokapital-Investitionen fast verdoppelt, geht aus einer Studie der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) hervor. Dabei ist die Hauptstadt Berlin nach London europaweit der wichtigste Standort für die digitale Gründerszene und die Venture Capital-Geber. Über die Studie hatte zuvor „Die Welt“ berichtet.

Woher Startups ihr Kapital erhalten

  • Eigene Ersparnisse

    82,5 %

    Quelle: Deutscher Startup Monitor/Bundesverband Deutsche Startups, 2014

  • Familie und Freunde

    32,7 %

  • Staatliche Fördermittel

    29,1 %

  • Business Angels

    28,2 %

  • Inst. Risikokapitalgeber

    21,4 %

  • Inkubatoren

    10,9 %

  • Bankdarlehen

    10,2 %

  • Schwarmfinanzierung

    4,1 %

Zwischen Anfang 2013 und September 2014 erhielten demnach 145 Berliner Finanzmittel von Risikokapitalgebern. Europaweit lag in dem Zeitraum nur London weiter vorn, hier erhielten 187 Start-ups entsprechende Geldspritzen. Mit 66 Transaktionen belegt Paris den dritten Platz. Aus Deutschland rangieren unter den Top 15 gleich drei Städte. Nach Berlin auf dem zweiten Platz folgt München mit 32 Start-up-Investitionen (Platz fünf) und Hamburg mit 20 Investitionen (Platz elf). Im längerfristigen Vergleich der Bundesländer liegt Berlin ebenfalls vorn. Seit Anfang 2010 erhielt die dortige Start-up-Szene 298 Investitionen, gefolgt von Bayern (142), Nordrhein-Westfalen (71) und Hamburg (57).

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Wie die Karrierewege digitaler Talente aussehen

  • 93 Prozent

    ... aller Führungskräfte sind männlich

  • 66 Prozent

    ... haben bereits ein Digital-Startup aufgebaut

  • 48 Prozent

    ... haben keine längere Auslandserfahrung

  • 30 Prozent

    ... haben schon mehrere Digitalunternehmen gegründet

  • 20 Prozent

    ... haben bei Managementberatungen gearbeitet

  • 19 Prozent

    ... haben mehr als 15 Jahre Berufserfahrung

Im Zeitraum zwischen 2010 und 2013 ist der Studie zufolge die Zahl der Risikokapital-Investitionen in Deutschland von 111 auf 201 gestiegen. Für das vergangene Jahr erwarten die Analysten, dass sich das Niveau zumindest auf dem des Vorjahres halten wird. Als „Spitzenverdiener“ ermittelte EY das 2011 in Berlin gegründete Start-up Delivery Hero, gefolgt von Bigpoint aus Hamburg. Der Berliner Lebensmittel-Lieferant ist der internationale Ableger von Lieferheld und erhielt bislang 657 Millionen US-Dollar an Kapital.

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Der Browserspiel-Spezialist Bigpoint sammelte seit seinem Gründungsjahr 2002 insgesamt 461 Millionen Dollar an Risikokapital ein.

Auch für die nächste Zukunft erwarten die Marktbeobachter von EY, dass „erhebliche Mittel“ in die digitale Start-up-Szene in Deutschland fließen werden. Seit Anfang 2013 seien entsprechende Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro aufgelegt worden, hieß es. SAP Ventures Fund II sei dabei mit 650 Millionen Dollar der größte.

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