Fidor Bank: Mehr Zins für mehr Facebook-Likes

Fidor Bank: Mehr Zins für mehr Facebook-Likes

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Die Fidor Bank erhöht den Guthabenszins bei entsprechenden Facebook-Likes.

von Andreas Toller

Was macht eine Bank bei Facebook? Beim Thema Social Media tun sich Banken meist schwer. Die kleine Fidor Bank aber sucht die Community und lässt ihre Facebook-Fans über den Guthabenzins abstimmen.

Die Deutsche Bank kommt auf mehr als 16.000, die Sparkasse Hanau auf mehr als 11.000 und die Commerzbank nur auf ein paar hundert: Die Rede ist hier nicht von Gewinnzahlen, Mitarbeitern oder der Zahl der Neukunden, sondern von Facebook-Fans. Im sozialen Netz sind Banken nicht sehr populär – viele sind dort sogar gar nicht präsent. Und das, obwohl das Online-Netzwerk von Facebook allein in Deutschland mehr als 23 Millionen Nutzer zählt.

In das unbestellte Facebook-Feld wagt sich ausgerechnet eine kleine Internetbank aus München. Die Fidor Bank sieht im Social Web eine Nische und hat sich als Direktbank die Online-Kommunikation mit ihren Kunden auf die Fahne geschrieben. Der Clou: Als nach eigenen Angaben erste Bank der Welt bietet Fidor seinen Facebook-Fans die Möglichkeit zur Mitbestimmung über die Bankkonditionen: Je mehr Nutzer auf den Like-Button auf der Fidor-Fanpage bei Facebook klicken, desto höher steigt der Zins für Nutzer des FidorPay-Kontos - einem Girokonto mit Internet-Zahlfunktionen.

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Mutiges Zinsangebot

Der Startzins der Fidor-Aktion liegt bei 0,5 Prozent, für alle 2000 Likes, die hinzu kommen, steigt der Guthabenzins um 0,1 Prozentpunkte, maximal auf 1,5 Prozent pro Jahr. Im Girokonto-Vergleich auf WirtschaftsWoche Online bieten nur zwei andere Banken für ihre Guthabenkonten einen Zins von mehr als 0,5 Prozent. Sobald die Fidor Bank also 22.000 Facebook-Fans gefunden hat, erhalten die Bankkunden auf ihr Girokonto-Guthaben den Maximalzins – jedoch nur bis Jahresende. Denn läuft die Aktion aus und der Zins wird wieder auf 0,5 Prozent begrenzt. Ob die Fidor Bank danach noch an dem „Like-Zins“ festhalten will, ist noch offen.

Ziel der Bank ist es, die eigene Kunden-Community zu stärken und auch beim eigenen Produktangebot mitreden lassen. Und natürlich will Fidor neue Kunden gewinnen.

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Fidor-Chef Matthias Kröner sieht es so: „Mit der Facebook-„Like-Zins“-Aktion ist uns erstmalig gelungen, die Interessen der User mit den Interessen einer Bank komplett zu verbinden.“ Noch ist die Resonanz verhalten: Zum Start hatte die Fan-Page von Fidor erst knapp 2200 Nutzern gefallen.

Aus Marketing-Sicht betritt die Bank Neuland und beweist mit dem Zinsangebot Mut. Ob sich das für die Bank auszahlt, muss sich aber erst zeigen. Gelingt der Coup, könnte Fidor den Branchenprimus Deutsche Bank bei den Facebook-Fans bald hinter sich lassen.

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1 Kommentar zu Fidor Bank: Mehr Zins für mehr Facebook-Likes

  • Liebe Wirtschaftswoche, ich kann an dieser Stelle versichern, dass es den Like-Zins auch in 2013 geben wird! M. Kröner, Vorstand der FIDOR Bank AG.

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