Finanzielle Repression: Top-Fondsmanager meiden Anleiherisiken

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Finanzielle Repression: Top-Fondsmanager meiden Anleiherisiken

von Heike Schwerdtfeger

Anleihen haben bei vielen Fondsmanagern ausgedient. Die Stars der Fondsbranche wie Bert Flossbach, Klaus Kaldemorgen und Jens Ehrhardt setzen auf andere Papiere - und hoffen auf die Lebensversicherer.

“Retten Sie ihr Geld” – diese Warnung war in Mannheim allgegenwärtig, als sich in dieser Woche dort wieder die Fondsbranche mit Finanzverkäufern traf. Es ist der schleichende Wertverzehr, der aktuell den Anlegern droht, die den Staaten ihr Geld zu Niedrigzinsen überlassen. Die Renditen werden von der Inflation aufgezehrt. Durch die so genannte „finanzielle Repression“  verlieren auch die Anleger Geld, die dem Sparbuch treu bleiben.

Und den Fondsanbietern von Allianz Global Investors bis Xaia wäre es am liebsten, wenn Anleger viel Geld von Sparbüchern in Investmentfonds übertragen würden. „Es ist noch nicht allen Anlegern klar, dass der sicherste Weg, sein Geld zu verlieren,  derzeit Sparbücher und Staatsanleihen sind“, sagte Vermögensverwalter Bert Flossbach bei einer Podiumsdiskussion auf dem Fondskongress in Mannheim.

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Die Besucher aber werden diese Botschaft in die Bankfilialen und Finanzberatungen der Republik tragen. Es sind überwiegend Vermögensberater von Banken und Sparkassen sowie viele freie Finanzvermittler, die sich dort tummeln. Sie folgen jährlich der Einladung des Branchenfachblatts Fondsprofessionell, denn in Mannheim gibt es Ideen und Argumente, die sich in der Kundenberatung nutzen lassen.

Ob die angepriesenen Lösungen zur Geldrettung wirkungsvoll sind und die erwartete Rendite bringen, zeigt sich immer erst zum Jahresende  in den Kundendepots. Im vergangenen Jahr war die Stimmung in Mannheim überwiegend so gedrückt, dass kaum jemand mit einem guten Gefühl seinen Kunden zum Aktieneinstieg geraten haben wird. Doch genau das wäre im Rückblick die richtige Strategie gewesen.

Auch 2013 nutzen wieder mehr als 100 in- und ausländische Fondshäuser den Rummel, um ihre Produkte und ihr Personal vor den Weiterverkäufern zu präsentieren. Da lassen sich auch große Namen der Investmentszene nicht lange bitten: Im Kongresscenter traten der Chef von Goldman Sachs Asset Management Jim O’Neill, der Blackrock-Rohstoff-Experte  Evy Hambro und Schwellenländer-Legende Mark Mobius auf.

Doch bei deren Powerpoint- Präsentationen sprang der Funke nicht immer zum Publikum über. Mitnehmen konnte jeder, dass Schwellenländer ihre Rally fortsetzen werden und dass Goldaktien noch nie so billig waren wie heute und die Margen vieler Goldschürfer noch nie so hoch. Die dazu passenden Investmentfonds hatten die Redner gleich mit im Gepäck. 

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