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Finanzprodukte: Banken sollen Provisionen an Kunden weitergeben

Die EU will einem Zeitungsbericht zufolge die Banken zur Weitergabe von Provisionen für Finanzprodukte an ihre Kunden zwingen.

Die Europäische Union will laut einem Zeitungsbericht Banken dazu zwingen, Provisionen für Finanzprodukte an ihre Kunden weiterzugeben. Dies sei der gegenwärtige Stand in der Diskussion über die europäische Finanzmarktrichtlinie Mifid II, wie der Berliner "Tagesspiegel" am Montag berichtete. "Das wäre das Ende der durch Provisionen manipulierten Beratung", sagte der Europaabgeordnete der Grünen, Sven Giegold, der Zeitung.

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Ähnlich äußerte sich auch der zuständige Berichterstatter im Europaparlament, Markus Ferber (CSU). "Wenn die Banken ihre Provisionen durchreichen müssen, führt das zu Produkten, die den Anlegern einen Mehrwert bieten", erklärte er.

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Berater seien angehalten, Kunden möglichst provisionsträchtige Produkte zu verkaufen, sagte der Bankexperte vom Bundesverband der Verbraucherzentralen, Manfred Westphal. Das führe zu Interessenkonflikten. Laut "Tagesspiegel" wird der Schaden für deutsche Anleger durch Falschberatung auf 20 bis 30 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments will dem Bericht zufolge am Mittwoch über den Vorschlag beraten. Im Oktober solle es dann eine Einigung im Ministerrat geben, 2013 die Richtlinie verabschiedet werden.

Die Banken und Sparkassen äußerten sich gegenüber der Zeitung kritisch zu den EU-Plänen. "Die Deutsche Kreditwirtschaft setzt sich nachdrücklich dafür ein, die provisionsbasierte Beratung und Honorarberatung gleichberechtigt bestehen zu lassen", sagte Steffen Steudel, Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

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