Fondsstrategie: Geldanlage in Asien oder Lateinamerika?

Fondsstrategie: Geldanlage in Asien oder Lateinamerika?

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Was passiert, wenn Hugo Chávez 2012 nicht wieder gewählt wird? Ein Politikwechsel könnte ein wichtiges Signal für den Anleihemarkt sein und Kursgewinne bringen

von Heike Schwerdtfeger

Bei den Schwellenmärkten stehen derzeit asiatische Märkte ganz oben auf den Einkaufslisten der Fondsmanager.

Brasilien als großer lateinamerikanischer Aktienmarkt hatte kein gutes Jahr mit einem Minus von 18 Prozent beim Index MSCI Brazil (gegenüber 9,3 Prozent beim MSCI Deutschland-Aktienindex). Thanos Papasavvas Leiter Währungsmanagement und Anleihenstratege bei Investec Asset Management hält ebenfalls asiatische Länder für die Kraftstrotze, meint aber, dass die lateinamerikanischen nicht vernachlässigt werden sollten.

Überraschungskandidaten in Lateinamerika

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„Wir erwarten, dass die Region sich weiterhin wirtschaftlich gut entwickeln wird und das Wachstum stützt dann auch die Währungen. Sie sind immer noch etwas unterbewertet, allerdings nicht im gleichen Maß wie die asiatischen. Trotzdem gibt es in Lateinamerika auf mittlere Sicht interessante Chancen seiner Meinung nach. Dazu zählen für ihn der mexikanische und der chilenische Peso. „Längerfristig hat der brasilianische Real gute Chancen stärker zu werden, wenn die Wirtschaft beginnt, von den jüngsten Zinssenkungen zu profitieren“, sagt Papasavvas.

Thanos Papasavvas Quelle: Presse

Thanos Papasavvas: "Längerfristig hat der brasilianische Real gute Chancen stärker zu werden".

Bild: Presse

Er hat deshalb begonnen, die gegenüber einem Vergleichsindex geringere Gewichtung der Währung in den Fondsportfolios auf eine neutrale Gewichtung aufzustocken. „Lateinamerika ist eine Hochzinsregion, deshalb gibt es weiterhin Potential für Zinssenkungen“, glaubt der Fondsmanager. Es ist das Szenario, das sich in den Industrieländern in den vergangenen zwei Jahrzehnten abgespielt hat. Die Inflation ist gesunken, die Zinsen wurden gesenkt, das brachte Anleihenbesitzern hohe Kursgewinne.
Es lohne sich auch einen Blick auf mögliche Überraschungen zu werfen, die aus Venezuela, Ecuador sowie Argentinien kommen können, meint Papasavvas. Beispielsweise könnte Venezuelas umstrittener Präsident Hugo Chavez 2012 abgelöst werden. „Unsere venezoelanischen Kontakte meinen, das Chavez nicht an der Macht festhalten werde, wenn er in einer demokratischen Wahl verlieren würde“, sagt Papasavvas. Da Venezuela zwar der weltweit fünftgrößte Ölexporteur ist, aber durch Chavez im Dauerclinch mit den USA liegt, wäre ein Politikwechsel ein wichtiges Signal für den Anleihemarkt und könnte Kursgewinne bringen.

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