Franken-Aufwertung: Schweizer Franken fällt auf tiefsten Stand seit Januar

Franken-Aufwertung: Schweizer Franken fällt auf tiefsten Stand seit Januar

Der Schweizer Franken ist in der Nacht zum Mittwoch auf den tiefsten Stand zum Euro seit Januar gefallen.

Ein Euro kostete zwischenzeitlich 1,0984 Franken. Damit war die Gemeinschaftswährung aus Sicht der Schweizer so teuer wie seit der Wechselkursfreigabe durch die Schweizer Notenbank zum Jahresbeginn nicht mehr.

Wirtschaftliche Beziehungen der Schweiz zu Deutschland und der EU

  • Reger Warenaustausch

    Zwischen der Schweiz und der EU besteht ein reger Warenaustausch. Die Schweiz exportierte 2013 nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) Waren im Wert von rund 90 Milliarden Euro (54,9 Prozent der Ausfuhren) in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

  • Importe

    Importiert wurden aus den Mitgliedstaaten der EU Waren im Wert von rund 108 Milliarden Euro (74,4 Prozent der gesamten Einfuhren).

  • Viertwichtigster Handelspartner

    Die Schweiz ist viertwichtigster Handelspartner der EU nach USA, China und Russland. Exportiert werden Pharmazeutika, Industriemaschinen, Präzisionsinstrumente, Uhren.

  • Deutschland

    Deutschland ist laut BMWI Zielland für rund ein Drittel der schweizerischen Exporte. Knapp ein Fünftel der schweizerischen Importe stammen aus Deutschland. Deutschland ist somit der mit Abstand wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz.

  • Wichtige Handelsbeziehungen

    Aber auch für Deutschland sind die Handelsbeziehungen zur Schweiz von „enormer“ Bedeutung, schreibt das BMWI auf seiner Webseite. Die Schweiz nimmt demnach in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner den 8. Rang sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen ein.

  • Mehr deutsche Produkte

    2012 hatte die vergleichsweise kleine Schweiz (acht Millionen Einwohner) wertmäßig mehr deutsche Produkte eingeführt als beispielsweise Russland (142 Millionen Einwohner), Japan (127 Millionen Einwohner) oder Polen (38 Millionen Einwohner).

  • Deutsche in der Schweiz

    290.000 Deutsche leben und arbeiten laut BMWI in der Schweiz. Deutsche bilden damit nur noch knapp nach Italienern (15,9 Prozent) die zweitstärkste Ausländergruppe (15,2 Prozent).

Vasileios Gkionakis, Währungsexperte bei der Bank Unicredit, führt die Schwäche des Franken darauf zurück, dass die Schweizer Währung nicht mehr so stark wie früher von einem unwägbaren Umfeld profitiere. Der Franken gilt unter Anlegern grundsätzlich als „sicherer Hafen“ in turbulenten Zeiten.

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Allerdings hat die Wirtschaft der Schweiz derzeit mit den Folgen der Frankenfreigabe zu kämpfen, die Schweizer Güter für Ausländer stark verteuert hat. Zudem sorgt sich die Schweizerische Nationalbank SNB wegen der seit langem fallenden Verbraucherpreise. Nachhaltig war der starke Anstieg in der Nacht aber nicht: Am Mittwochvormittag wurde der Franken wieder etwas gestärkt.

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