Gbureks Geld-Geklimper: Dem Goldpreis auf der Spur

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Dem Goldpreis auf der Spur

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Zweifel an der Blasenbildung beim Gold sind durchaus berechtigt, der Goldpreis hat im Zuge seines langjährigen Aufwärtstrends immer wieder Pausen eingelegt.

Kolumne von Manfred Gburek

Gold hält Anleger wieder einmal in Atem. Das ist zwar nichts für schwache Nerven, aber kaum so schlimm, wie es seit Mittwoch scheint.

Der Goldpreis ist eine Zeit lang beachtlich gestiegen, bevor es ihn am Mittwoch an der New Yorker Terminbörse Comex arg erwischt hat - angeblich wegen einiger Äußerungen von Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Fed, in Wahrheit wegen einer Reihe von Fehlspekulationen. Anlass genug, dem Phänomen Gold, zumal in Anbetracht der erneuten Geldschwemme von Seiten der Europäischen Zentralbank, auf den Grund zu gehen. Schließlich hatte der erfolgreiche Großspekulant George Soros dem Edelmetall schon im vergangenen Jahr zugetraut, „die ultimative Blase“ zu bilden. Woraufhin sich nicht nur die Frage stellt, was er mit dieser Aussage wohl gemeint haben könnte, sondern auch, wann die Blase platzen wird – falls es überhaupt eine ist.

Gold vom Outperformer zum Short-Kandidaten?

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Zweifel an der Blasenbildung beim Gold sind ja durchaus berechtigt. So ist die Minenproduktion laut World Gold Council im vergangenen Jahr nur um 3,7 Prozent auf 2810 Tonnen gestiegen, das Angebot an Altgold sogar um zwei Prozent auf 1612 Tonnen gefallen, und der Goldpreis hat im Zuge seines langjährigen Aufwärtstrends immer wieder Pausen eingelegt. Allein Indien und China haben 2011 mit 49 Prozent für nahezu die Hälfte der weltweiten Nachfrage gesorgt, wobei China im laufenden Jahr vor Indien liegen dürfte, was sich bereits im vierten Quartal 2011 abgezeichnet hat. Das Wirtschaftswachstum beider Länder sticht locker das europäische und amerikanische aus. Derweil plant Singapur, als Goldhandelsplatz sowohl Hongkong als auch Japan noch mehr Konkurrenz zu machen.

Während im Mittleren und Fernen Osten Wirtschaftswachstum und Schutz vor Geldentwertung die wichtigsten Goldpreistreiber sind, ist es im Westen die Absicherung gegen Krisen aller Art, besonders gegen die Staatsschuldenkrise. Hier kommt hinzu, dass Gold bisher nur einen verschwindend geringen Teil großer Vermögen ausgemacht hat. Daraus ergibt sich ein gewisser Nachholbedarf. Der ist von mehreren Faktoren abhängig, vor allem von der Dauer der Schuldenkrise und des niedrigen Zinsniveaus, von Inflationserwartungen, von der Höhe und der weiteren Entwicklung des Goldpreises sowie – damit in engem Zusammenhang - von der Attraktivität anderer Anlagen.

Was den letzten Punkt betrifft, hat eine im vergangenen November veröffentlichte Studie von Markus Mezger, Kopf der Fondsgesellschaft Tiberius Asset Management, für Aufsehen gesorgt. Darin lautet eine Kernaussage, es sei „leicht möglich, dass das Edelmetall noch einige Monate outperformt. Aber der strategische Call ist Aktien long und Gold short.“ In diesem Kontext sei daran erinnert, dass Mezger gemeinsam mit einem Team der BW-Bank im Dezember 2000, also gerade mal ein gutes Vierteljahr vor Beginn der nun schon fast elf Jahre anhaltenden Goldhausse, das Edelmetall entgegen der damals vorherrschenden Meinung zur Anlage empfohlen hatte.

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