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Gbureks Geld-Geklimper: Der Traum vom Anlegerschutz

Gbureks Geld-Geklimper: Schützen Sie sich vor dem Regulierungswahn

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Der Traum vom Anlegerschutz

Immer reicher

Das Vermögen der Deutschen wächst und wächst. Seit Jahrzehnten steigert sich das Geldvermögen der Privathaushalte fast stetig - zuletzt gab es zu Beginn der Finanzkrise 2008 eine Delle in der Kurve. Nach der Wiedervereinigung lag das Geldvermögen noch bei 1,751 Billionen Euro, fünf Jahre später hatte es schon einen Wert von vier Billionen Euro. 2011 stieg das Vermögen um rund 57 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr an. Die positive Konjunktur und die stabile Lage am Arbeitsmarkt hätten das verfügbare Einkommen gesteigert und damit die Vermögensbildung begünstigt, erklärten die Währungshüter. Gebremst wurde die Entwicklung durch Kursverluste an den Kapitalmärkten

Bild: ap

Der Fondsverband BVI vermittelt in seinem aktuellen Jahresbericht einen Überblick zur Brüsseler Regelwut. Lesenswert. Darin kann man nämlich nicht nur erfahren, welchen Unfug sich die EU-Bürokraten ausgedacht haben, sondern auch, dass der Anlegerschutz allmählich an Bedeutung zu gewinnen verspricht. Beispiel PRIPs, eine Richtlinie für mehr Transparenz der Anlageprodukte. Demnach sollen Anleger in Zukunft neben den Kosten verschiedener Fonds auch die Kosten von Zertifikaten und Kapitallebensversicherungen vergleichen können.

Bevor es so weit ist, muss allerdings erst noch die deutsche Gesetzgebungsmaschinerie in Schwung kommen, und genau daran hapert es. Wie der Verband der Verbraucherzentralen (Internet: vzbv.de) moniert, hat erst einmal die Finanzaufsicht BaFin „mehr Biss nötig“. Der oberste Verbraucherschützer Gerd Billen fordert sogar ein Frühwarnsystem, „das frühzeitig Fehlentwicklungen und Missstände am Finanzmarkt erkennt“. Es darf ja noch geträumt werden. Die Wirklichkeit sieht indes anders aus, sie beginnt schon beim sogenannten Beratungsprotokoll: Die Verbraucherschützer versuchten mit ihrer „Initiative Finanzmarktwächter“ von September 2011 bis Februar 2012 den Bankberatern auf den Zahn zu fühlen. Danach enthielt kein einziges Protokoll alle notwendigen Angaben. Fast ein Fünftel der 50 getesteten Institute weigerte sich, den Testkunden Protokolle auszuhändigen. Und kein einziges Institut dokumentierte die Risikobereitschaft korrekt.

Das Risiko und der Jahrhundertbetrüger

Spätestens beim zuletzt genannten Punkt wird ein Mal mehr klar, um was für eine Konfusion es sich beim gängigen Risikobegriff handelt, wie hier schon vor zwei Wochen kritisch angemerkt: Risiko daran zu messen, ob der nominelle Wert einer Geldanlage in dem einen Fall mehr und in dem anderen weniger schwankt, ist grob fahrlässig. Als Beleg für diese These lassen sich ja nicht allein die inzwischen filetierten offenen Immobilienfonds heranziehen, sondern noch ganz andere Kaliber, etwa die japanische Börse bis 1990 (danach kam deren Absturz über zwei Jahrzehnte) oder – viel schlimmer – die stetige Geldvermehrung (auf dem Papier) durch den Jahrhundertbetrüger Bernard Madoff, der seine Kunden, zu einem Großteil ausgerechnet Glaubensbrüder, seit den 90er Jahren um sagenhafte 65 Milliarden Dollar prellte, wie sein Biograf Amir Weitmann ermittelt hat.

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Risiko, das ist in Bezug auf die Geldanlage schlicht und einfach die Gefahr, in der nahen oder fernen Zukunft, abhängig vom persönlichen Anlagehorizont, einen finanziellen Verlust zu erleiden. Alle mathematischen Formeln zu seiner Berechnung sind Schnickschnack, weil erstens die Zukunft nicht vorhersehbar ist, weil zweitens alle relevanten Anlagen neben Verlustrisiken auch Gewinnchancen bieten und weil drittens das Risiko nicht ohne die spezifischen Ziele und Nebenbedingungen eines bestimmten Anlegers gemessen werden kann.

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Oder auf den ESM, aber auch auf Brüsseler Wortungetüme wie Basel III, OGAW oder AIFM bezogen: Lassen Sie das alles an sich vorbeigleiten, weil die Spielregeln wie beim Fußball schon in nicht allzu ferner Zukunft wieder geändert werden dürften, verzichten Sie weitgehend auf die problematische Beratung durch Banker, und nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand. Auch wenn ich dem einen oder anderen von Ihnen mit dieser hier schon oft vertretenen These auf die Nerven gehen mag, spricht trotzdem immer noch nichts gegen sie.

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