Gbureks Geld-Geklimper: Die Illusion von der sicheren Geldanlage

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Steigen in ihrer Beliebtheit wieder: einzelne Immobilien. Diese sind jedoch bekanntlich ganz schwer oder gar nicht liquidierbar.

Kolumne von Manfred Gburek

Das Sicherheitsdenken deutscher Anleger verbietet sich gerade jetzt von selbst. Es gibt Alternativen. Die kosten zwar Zeit, bringen aber Erfolg.

Das Streben der Anleger nach Sicherheit erfuhr zuletzt eine neue Variante: Großanleger haben für sechsmonatige Geldmarktpapiere des Bundes eine negative Rendite akzeptiert. Um genau zu sein: minus 0,0122 Prozent. Das ist etwas weniger als vergleichbare plus 0,0010 Prozent im Dezember und viel weniger als plus 0,25 Prozent, der Zinssatz, den Banken des Euro-Raums zurzeit für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank erhalten.

Was ist hier eigentlich los? Das: Großanleger außerhalb des Bankensektors misstrauen den Banken, und diese misstrauen sich untereinander. Dadurch verliert das aus Rendite, Sicherheit und Liquidierbarkeit bestehende, den meisten Anlegern aus Gesprächen mit Anlageberatern hinlänglich bekannte magische Dreieck eine Ecke: Die Rendite, auf die es bestimmten Anlegerkreisen wegen ihres dominierenden Sicherheitsstrebens jetzt offenbar nicht mehr ankommt, Hauptsache, Sicherheit und Liquidierbarkeit stimmen.

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 Angsthasen leben gefährlich

Also bliebe, bildlich gesprochen, eigentlich noch ein Schenkel des Dreiecks übrig. Doch auch der verschwindet, das heißt, er schrumpft zu einem Punkt zusammen. Denn für die Anleger, die nun negative Renditen in Kauf nehmen, ist die jederzeitige Liquidierbarkeit nach eigenen Aussagen längst zu einem Bestandteil der Sicherheit geworden. Diese Angsthasen verhalten sich wie Autofahrer, die in der Erwartung, die Ampel werde bald von Grün auf Rot springen, den Gasfuß schon während der Grün-Phase auf die Bremse stellen.

Dadurch bilden sie das Kontrastprogramm zu denen, deren Sicherheitsstreben zum Ausdruck kommt, indem sie das Gegenteil von Geldmarktpapieren des Bundes mit negativer Rendite bevorzugen: einzelne Immobilien. Diese sind bekanntlich – anders als zum Beispiel Immobilienaktien - je nach Lage nur zeitlich verzögert, mit Preisabschlägen, ganz schwer oder gar nicht liquidierbar. Anleger, die sie favorisieren, müssen folglich andere Vorstellungen von Sicherheit haben als die Angsthasen. Aber welche? Um beim Autofahrer-Vergleich zu bleiben: Sie haben Angst vor einem Unfall, steigen deshalb erst gar nicht ins Auto ein und ignorieren die Gefahren, in die sie als Fußgänger oder Radfahrer geraten können.

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