Gbureks Geld-Geklimper: Die neuen Gold-Perspektiven

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kolumneGbureks Geld-Geklimper: Die neuen Gold-Perspektiven

Kolumne von Manfred Gburek

Der Goldpreis hat in Euro einen neuen Gipfel erklommen, in Dollar braucht er dafür noch etwas Zeit. EZB und Fed sind gerade dabei, eine neue Preisrakete zu zünden.

Wer die Medien in den vergangenen Wochen zum Thema Gold abgeklopft hat, ist bestimmt von einer Verwirrung in die nächste gestürzt. Belassen wir es nur bei der folgenden Dreier-Chronologie:

„So oder so steigt der Goldpreis mittelfristig“, verriet der Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf der "Handelszeitung" am 6. September.

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„Die Fed zum Beispiel könnte hingehen und ihre Assets dramatisch wertvoller machen, indem sie den Goldpreis nach oben zieht. Würde sie etwa den Goldpreis bei 10.000 Dollar je Unze festlegen, dann wäre das Gold in den Kellern der Fed wertvoll genug, um jeden im Umlauf befindlichen Dollar zu decken.“ Dieser Vorschlag, eine Woche später im Handelsblatt nachzulesen, stammt von Scott Minerd, Anlagestratege der Vermögensverwaltung Guggenheim Partners.

Welche Länder sind die wichtigsten Gold-Produzenten und welches Ereignis ließ den Silberpreis in die Höhe schnellen? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.

„Von Gold halte ich praktisch überhaupt nichts. Punkt. Wenn ich in die BASF investiere, dann gibt es da Arbeitskräfte, Vorstände und eine Geschäftsidee. Gold ist dagegen reine Spekulationssache, weil es keinen realen Wert hat.“ Das hat Martin Weber, Professor für Behavioral Finance an der Uni Mannheim, am Mittwoch dieser Woche auf der Internetseite DiePresse.com behauptet.

Vom Notenbankgold bis zum Mythos

Nun ist der Unterschied zwischen „keinem realen Wert“ und einem „Goldpreis bei 10.000 Dollar“ wahrlich kein Pappenstiel, weshalb man die Verwirrung vieler Anleger wegen solch widersprüchlicher Aussagen gut verstehen kann. Die Diskrepanz ergibt sich offenbar aus der unterschiedlichen Definition des Goldes: Während der Guggenheim-Vermögensverwalter es in diesem Fall als Aktivum der US-Notenbank Fed interpretiert, ist es aus Sicht des Professors ein Spekulationsobjekt.

Gold Auch im Crash bleibt Gold erste Wahl

Das neue Wertpapierkaufprogramm der japanischen Notenbank zeigt null Wirkung an den internationalen Finanzmärkten. Auch ein Crash ist jetzt denkbar. Dennoch bliebe Gold die erste Anleger-Wahl.

Quelle: dpa

Zweifellos verkörpert das Edelmetall beides, auch wenn die Zusätze des Professors, es handle sich um eine reine Spekulationssache und um keinen realen Wert, allein schon in Anbetracht der Fakten nicht haltbar erscheinen. Im Übrigen sind beide Aussagen nur ein Bruchteil der Wahrheit, denn Gold bedeutet viel mehr als nur Notenbank-Aktivum und Spekulationsobjekt: international akzeptiertes Geld, Schutz vor Inflation, sicherer Hafen, Rohstoff, Schmuck, Mythos. Aus all diesen Eigenschaften einschließlich der zitierten ergeben sich Angebot und Nachfrage, die den Preis bestimmen, und der ist seit 2001 aufwärts gerichtet.

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