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kolumneGbureks Geld-Geklimper: Die wenig schmeichelhaften Folgen der Zinswende

Kolumne von Manfred Gburek

Viel spricht dafür, dass wir eine zeitlich langgestreckte Zinswende erleben. Das bedeutet für Anleger: von Bundes- und Unternehmensanleihen bis zu Lebensversicherungen umdenken.

Bereiten Sie sich gut vor

Eine gute Vorbereitung auf das Gespräch ist Pflicht. Denn sobald der Berater merkt, dass Sie sich informiert haben und Ahnung vom Produkt haben, wird es für ihn schwerer, Sie über den Tisch zu ziehen. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Berater nichts anderes als ein Verkäufer ist, daher sollten Sie möglichst auf einer Ebene mit ihm diskutieren. Nur wer gut auf das Beratungsgespräch vorbereitet ist, kann auch an der richtigen Stelle die richtigen Fragen stellen.

Bild: Fotolia

Es gibt Trendwenden, die von heute auf morgen entstehen, und andere, die sich schleichend ankündigen. Die aktuelle deutsche Zinswende gehört zur zweiten Kategorie: Seit Jahren von verschiedener Seite immer wieder mit durchaus plausiblen Argumenten angekündigt und dann doch nicht gekommen, zeichnet sie sich inzwischen seit gut einem Jahr ab. Jetzt muss der Bund Zinsen mit der Eins vor dem Komma für seine fünfjährigen Anleihen zahlen; bis vor Kurzem stand noch die Null davor. Und es würde nicht verwundern, wenn die zehnjährigen bereits in diesem Jahr die Zwei vor dem Komma stehen hätten.

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Das Ganze spielt sich kaum unter den Augen der Öffentlichkeit ab. Klar, wenn die Renditen der Anleihen – nicht allein solcher des Bundes – seit Monaten hin und her springen, nehmen davon außer den Profis nur die wenigsten Anleger Notiz. Sollten sie aber, und zwar am besten mithilfe des Bund Future, einem repräsentativen, in vielen Medien veröffentlichten Terminkontrakt, der die Zinsentwicklung besonders sensibel  unter umgekehrten Vorzeichen zu langlaufenden Bundesanleihen wiedergibt. Er erreichte Anfang Mai dieses Jahres mit 147,16 Punkten sein Hoch und fiel zuletzt unter 140 Punkte.

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Deutschland droht etwas Schlimmes

Als Ursache der deutschen und letzten Endes auch der Euroraum-Zinswende wird allenthalben in erster Linie die mehrfach angekündigte Abkehr der US-Notenbank Fed von ihrer extrem lockeren Geldpolitik genannt. Darüber lässt sich allerdings streiten. Denn die Konjunktur in den USA und im Euroraum entwickelt dich doch so unterschiedlich, dass nicht allzu viele Parallelen gezogen werden sollten: Drüben haben wir eine stark von Schulden getriebene, typisch amerikanische Es-wird-schon-werden-Konjunktur; abgesehen davon sind Fed-Ankündigungen ja keine Fakten. Demgegenüber gibt es im Euroraum zwar auch eine schuldengetriebene Konjunktur, aber die weicht von Land zu Land derart ab, dass dabei überwiegend eine Wird-schon-schief-gehen-Mentalität vorherrscht.

Fakt ist, dass wir es in den USA weitgehend mit einem auf Konjunkturhoffnungen basierenden Zinsanstieg zu tun haben. Dagegen nehmen die steigenden Zinsen im Euroraum, dem es an Konvergenz mangelt, und speziell in Deutschland durch ihren Anstieg schon jetzt etwas Schlimmes vorweg: Dass Deutschland sich nach der Bundestagswahl mit großer Wahrscheinlichkeit zugunsten der anderen Euroländer noch viel mehr verschulden muss. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass die deutschen Zinsen sich eher denen der schwachen Euroländer anpassen werden als umgekehrt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 05.09.2013, 18:38 UhrThomasH

    Die 100.000 Euro Einlagensicherung ist nur theoretisch! Sollte der Euro crashen und alle Banken wären damit betroffen, würde Frau Merkel dieses Versprechen schlicht nicht halten können - auch Vermögen unter 100.000 Euro wären weg.
    Viele Sparer sind sich dessen nicht bewußt

  • 05.09.2013, 15:42 UhrAngelika

    Professor Starbatty spricht auf einem Event der Alternative für Deutschland in Frankfurt

    Er redet Klartext und erklärt worum es der AfD geht und wie der Karren von den Blockparteien in den Dreck gefahren wurden.

    Ankucken und AfD wählen und gleich mitmachen!!


    http://www.youtube.com/watch?v=qDLB3PDgGFQ

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