Gbureks Geld-Geklimper: Die zerstörerische Kraft der Zinsen

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Wer spart, hat das Nachsehen.

Kolumne von Manfred Gburek

Die negativen Folgen der niedrigen Zinsen zeichnen sich immer deutlicher ab. Die weitere Entwicklung ist bereits programmiert.

Was die Zukunft bringt, ist bekanntlich nicht vorhersehbar. Hier und da aber doch. Das zeigt sich besonders deutlich an den Folgen der niedrigen Zinsen. Markantes Beispiel: Die auf allerlei festverzinslichen Wertpapieren basierenden Kapitallebensversicherungen werden ihre Anleger bitter enttäuschen, ihre Ablaufleistungen werden schrumpfen.

Ähnliches gilt für vergleichbare Varianten der Riester-Rente. Bei den entsprechenden Anlegern müssten eigentlich längst alle Warnlampen angegangen sein. Doch die Versicherungsbranche ist nach allen Kräften bemüht, das Thema herunter zu kochen.

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Geld bringt Zinsen, haben wir seit jeher eingetrichtert bekommen. Spätestens seit 2014 wissen wir, dass es sogar negative Zinsen bringen kann. Beruhigen Sie sich, es handelt sich nur um ein weiteres Experiment, initiiert von hoffnungslos überforderten Geldpolitikern und in die Tat umgesetzt von orientierungslosen Bankern.

Nehmen Sie den Zins einfach als das, was er Ihnen persönlich bedeutet: Ertrag für den Einsatz Ihres Geldes. Nur nebenbei sei erwähnt, dass es Tausende von Büchern mit ebenso vielen Zinstheorien gibt. Aus einem der besten, „Eigentum, Zins und Geld“ von Gunnar Heinsohn und Otto Steiger, sei hier ein bemerkenswertes Fazit zitiert: „Da bisher nicht verstanden worden ist, warum es zum Wirtschaften kommt, enden alle Versuche zur Erklärung des Zinses im 'Chaos der Zinstheorien'“.

Deutsche Anleger sind zinsgläubig

Falls Sie Ihr Geld auf dem Tages- oder Festgeldkonto belassen, handelt es sich beim Zins nur um Schmerzensgeld, dessen Höhe in den vergangenen Jahren dramatisch abgenommen hat. Nicht so, falls Sie Bundesanleihen gekauft haben. Deren Zinsen haben zwar auch ein Tief erreicht, aber ihre Kurse sind gerade deshalb so kräftig gestiegen, dass unter dem Strich ein hoher Gewinn übrig geblieben ist. Ich habe allerdings niemanden kennengelernt, der davon durchgehend profitiert hat.

Deutsche Anleger sind besonders zinsgläubig. Sie vertrauen einer Prozentzahl mehr als ihrem gesunden Menschenverstand. Das mag angehen, falls sie sich auf das günstigste Tagesgeldangebot einer Bank stürzen, deren gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person gewährleistet wird. Doch was soll es am Ende bringen, wenn Anleger den Vertrag über eine viele Jahre laufende Kapitallebensversicherung mit läppischen 1,25 Prozent Garantiezins abschließen, und das nur auf den Sparanteil?

Geradezu mulmig sollte es den Anlegern schließlich werden, wenn ihre Bank ihnen zum Kauf von Unternehmensanleihen mit etwas höherer laufender Verzinsung rät, aber ohne Bewertung durch eine Ratingagentur und ohne ausreichenden Börsenhandel.

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