
Für Anleger wird es höchste Zeit, sich eine Reihe von Fragen zu stellen, die alle mit demselben Wort beginnen: Warum? Hier nur ein paar aktuelle Beispiele: Warum dokumentiert die Deutsche Bundesbank ihre Goldbestände auf einmal penibel bis zurück ins Jahr 1951? Warum will die SPD die Eigentümer von Mietshäusern schröpfen? Warum werden noch Zertifikate gekauft, obwohl sie undurchsichtig sind? Warum Kapitallebensversicherungen, obwohl deren Erträge gegen Null tendieren? Warum plagen sich Fondsmanager mit Aktien ab, wo doch Indexfonds mehrheitlich besser abschneiden als gemanagte Fonds? Und warum warten Anleger in der anstehenden Dividendensaison auf Ausschüttungen, die wieder von den Aktienkursen abgezogen werden?
Auf diese und viele andere Fragen gibt es zwar verschiedene Antworten, aber unter denen sind einige besonders plausibel. So wird das später in deutschen Tresoren zusätzlich gelagerte Gold Banken nützen, die es als Grundlage für Geschäfte etwa nach dem Muster von Xetra-Gold verwenden. Womit sich die Frage aufdrängt: Warum sind diverse Kommentatoren und Goldgurus eigentlich noch nicht auf diesen Zusammenhang gekommen?
Die Bundesbank will Gold aus dem Ausland nach Deutschland bringen. Einige Fragen und Antworten
Um welche Menge geht es?
Insgesamt sollen 674 Tonnen nach Frankfurt kommen, 300 aus New York und 374 aus Paris. Das entspricht mehr als 50.000 der unter Notenbanken üblichen Barren und insgesamt 19 Prozent der Bundesbank-Bestände.
Wieso lagern 45 Prozent des deutschen Goldes in New York?
Das hat historische Gründe. Im Weltwährungssystem von Bretton Woods, das Anfang der 70er Jahre aufgegeben wurde, tauschten die USA zum festen Kurs von 35 Dollar je Feinunze Gold. Deutschland erzielte in den Wirtschaftswunderjahren hohe Exportüberschüsse; die Bundesbank wechselte deshalb ständig D-Mark gegen Dollar und häufte so große Dollar-Bestände an, die sie gegen Gold tauschen konnte.
Das Gold blieb nach dem Tausch einfach in den Tresoren der US-Notenbank Fed in Manhattan. Es war also nie in Deutschland. Ähnlich lief es in der Europäischen Zahlungsunion, durch die die Bundesbank ebenfalls an das Gold kam, das heute in London und Paris aufbewahrt wird.
Warum holt die Bundesbank das Gold jetzt nach Deutschland?
Zu Zeiten des Ost-West-Konflikts lagerten bis zu 98 Prozent des Bundesbank-Goldes im westlichen Ausland. Frankfurt lag nicht einmal 150 Kilometer vom Eisernen Vorhang entfernt. Im Falle eines Angriffs des Warschauer Pakts wäre das Gold schnell in die Hände des Feindes gelangt. Dieser Grund existiert seit mehr als 20 Jahren nicht mehr, in Paris ist das Gold nicht sicherer als in Frankfurt.
Vor der Einführung des Euro hätte die Bundesbank zudem das Gold in Paris ohne Probleme in Francs umtauschen können, falls die D-Mark in eine Währungskrise geraten wäre. Seitdem in Frankreich ebenso wie in Deutschland mit Euro bezahlt wird, ist auch dieser Grund weggefallen.
Anders sieht es mit dem Gold aus, das in New York lagert. Dort könnte es im Fall des Falles schnell in Dollar umgetauscht werden, die wichtigste Währung der Welt. Auch nach der Rückholaktion werden dort 37 Prozent der deutschen Goldreserven bleiben.Ist das eine Reaktion auf die Kritik des Rechnungshofs und der Politik?
Offiziell nein. Das hat Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele bei der Vorstellung des neuen Lagerungskonzeptes immer wieder betont. Allerdings stellt sich natürlich die Frage, wieso die Bundesbank ausgerechnet nach der öffentlichen Debatte im vergangenen Jahr den größten Goldtransport nach Deutschland in ihrer Geschichte beschließt. "Das Thema Goldreserven ist in Deutschland auch mit vielen Emotionen belegt", räumte Thiele ein. Der Transport kann deshalb schon als Reaktion auf die öffentliche Kritik gesehen werden.
Wie wird das Gold transportiert?
Dazu macht die Bundesbank keine Angaben, um das Gold und die Wachleute zu schützen. Allerdings ist der Transport wertvoller Güter nichts Neues für die Notenbanker: Jedes Jahr bewegt sie viele Milliarden Euro in Geldtransporten. Im Internet finden sich wilde Spekulationen, ob die Bundeswehr das Gold nun mit Kriegsschiffen in New York abholt. In der Praxis dürfte der Transport aber wesentlich unspektakulärer ablaufen. Zu den Kosten machte die Bundesbank ebenfalls keine Angaben.
Abklärung statt Aufklärung
Die SPD geht ganz einfach nur zu Lasten von Immobilieneigentümern auf Stimmenfang. Anleger fallen auf Zertifikate herein, weil diesen von Banken das Alleskönner-Gen angedichtet wird. Kapitallebensversicherungen bilden eine ideale Provisionsquelle für ihre Anbieter. Fondsmanager haben immer den Ehrgeiz, besser zu sein als Indizes und sich im seltenen Erfolgsfall von den Medien feiern zu lassen, wie gerade jetzt wieder. Und was die Dividenden angeht, hoffen Anleger darauf, dass deren Abzug von den Kursen schnell durch den nächsten Kursanstieg wettgemacht wird.
Platz 20: Moritz Schildt und Claus Tumbrägel
Beide managen einen Euro-Rentenfonds, den NORDIX RENTEN PLUS (DE000A0YAEJ1).
Performance 2012: 23,60 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbarOutperformance unter Euro-Rentenfonds: 15,35 Prozentpunkte
Einschätzung des Managements:
„In 2012 ist unsere Strategie aufgegangen: Wir waren davon überzeugt, dass die Kursabschläge auf Nachranganleihen großer Banken übertrieben sind – die Vorboten einer Überwindung der Euro-Krise, die systemische Relevanz des Bankensektors und schließlich auch der Anlagedruck großer Investoren haben sehr erfreuliche Kursgewinne ermöglicht.Auch in 2013 werden wir unseren Kurs als „Bondpicker“ beibehalten und unterbewertete Anleihen suchen: Wir sehen unverändert Chancen bei Nachranganleihen aus dem Finanzsektor und finden immer wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten bei Emissionen, die kleinere Volumina haben oder zum Beispiel wegen eines Kündigungsrechtes oder eines strukturierten Kupons von anderen Fonds vernachlässigt werden. Um auf dem aktuellen Zinsniveau noch eine Überrendite erzielen zu können, muss man bereit sein, sich auch mit Spezialitäten unter den Anleihen zu beschäftigen und auch einmal den Prospekt genau lesen.
Die 2012er Performance von mehr als 20 Prozent werden wir im aktuellen Marktumfeld schwerlich wiederholen können – Das Renditeziel bleibt aber bei 7% und wir werden dieses Ziel auch in 2013 mit Direktinvestments in interessante Euro-Anleihen verfolgen - ohne Einsatz von Leverage, ohne Fremdwährungswetten, ohne Hedging und ohne Beimischung von Schwellenländerrisiken.“
Datenquelle für die Performance: Feri EuroRating Services AG, eigene Berechnungen

Platz 19: Edwin Lugo
Der Profi von Franklin Templeton managt den Franklin Global Small-Mid Cap Growth A (acc) USD (LU0144644332).
Performance 2012: 23,67 Prozent
Fünfjahres-Performance: 6,30 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Kategorie Aktien Welt Mid/Small Caps: 9,35 Prozentpunkte
Outperformance über fünf Jahre: 7,60 ProzentpunkteAnlageziel dieses Fonds ist das Kapitalwachstum. Der Fonds investiert vornehmlich in Wachstumswerte mit geringer und mittlerer Marktkapitalisierung von Unternehmen mit Sitz in den Industrieländern auf der ganzen Welt.
Fondsvolumen: 104 Millionen US-Dollar.
Auflegungsdatum: 15.04.2002
Platz 18: Jean-Jacques Durand
Manager des Edmond de Rothschild Emerging Bonds C (FR0007021050).
Performance 2012: 23,80 Prozent
Fünfjahres-Performance: 8,56 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Renten Emerging Markets: 8,35 Prozentpunkte
Underperformance über fünf Jahre: -0,82 ProzentpunkteKlassifizierung: „Rentenpapiere und andere internationale Forderungspapiere“
Ziel: den Referenzindex, den Index JP Morgan EMBI Global Index (abgesichert in Euro), über den empfohlenen Anlagehorizont zu übertreffen. Dies soll mit einer diskretionären Verwaltung von Titeln aus sämtlichen Rentenmärkten der Schwellenländer erreicht werden.
Platz 17: Jürg Nagel
Er und sein Team managen den MIV Global Medtech Fund P1 (LU0329630999)Performance 2012: 24,02 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar
Outperformance unter Aktien Gesundheitswesen Welt: 8,97 ProzentpunkteKommentar des Management: „Das fünfköpfige (6 inkl. Assistentin), langjährige Team der MIV Asset Management AG besteht aus sehr erfahrenen Finanz- und Medizintechnikanalysten. Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf die Verwaltung des MIV Global Medtech Fund, einem Anlagefonds der weltweit in Aktien kotierter Gesellschaften der Medizintechnik investiert. Das heißt, wir halten keine anderen Mandate, sondern managen "nur" diesen einen Fonds!
Die intensive, globale Primäranalyse der attraktivsten Märkte und Unternehmen in der Medizintechnik ist die Basis für die Anlageentscheide und damit das diversifizierte Portfolio des Fonds. Das aktuelle Fondsvermögen beträgt 285 Millionen Euro.“
Ausblick: „Dank struktureller Wachstumstreiber bietet die Medizintechnik in jedem wirtschaftlichen Umfeld ein attraktives Anlageuniversum. Unsere Beteiligungen sind überwiegend hochprofitabel, generieren hohe Cashflows und verfügen über solide Bilanzstrukturen. Zudem ist die Bewertung nach wie vor attraktiv.“

Platz 16: Peter Pechel
Manager des ISP International Stock Picking Fund (LU0046899927)
Performance 2012: 24,18 Prozent
Fünfjahres-Performance: -4,35 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Kategorie Aktien Welt: 13,17 Prozentpunkte
Underperformance über fünf Jahre: -2,33 Prozentpunkte
Strategie 2012
„Mit einer sehr optimistischen Positionierung befanden wir uns am Jahresanfang angesichts der Finanzkrise in Europa klar in der Minderheit. Das zurückliegende Jahr hat uns in dieser Einschätzung, wie auch in der strategischen Ausrichtung des Fonds, bestätigt. Es hat sich also im Jahresverlauf gelohnt, nicht zu sehr der Tagespolitik und Konjunkturprognosen zu folgen, sondern eher ruhig zu bleiben und im Zweifel gar nichts am Portfolio zu ändern. Die Zeit war für die Unternehmensanalyse besser verwendet. Der ISP hat sich bei der Aktienauswahl auf deutsche und europäische Qualitätsaktien konzentriert.“Ausblick 2013
„Beim Blick voraus gibt es handfeste Gründe, auch nach dem guten Jahr 2012 ein Plädoyer für die Aktie zu halten. Da wären zum ersten die Bilanzen der Unternehmen, die viel besser sind als die der Staaten. Die Aktienbewertungen sind günstig, so sind beispielsweise die Dividendenrenditen von vielen Dax- und MDax-Werten mehr als doppelt so hoch wie die Renditen der Bundesanleihen. Institutionelle Anleger, wie Versicherungen und Pensionskassen, aber auch Privatanleger sind unterinvestiert in Aktien, gleichzeitig sind aber die Alternativen wenig rentabel. Das Bevölkerungswachstum in den asiatischen Ländern wird am besten über Exportweltmarktführer gespielt. Die Konjunkturaussichten sind derweil gut. In den USA scheint der Wachstumsmotor anzuspringen, die chinesische Regierung tut alles, die Wirtschaft zu beleben und selbst in Europa gibt es vermehrt positive Signale. Es könnte sich also als ein großes Risiko herausstellen, im Jahr 2013 nicht in Aktien investiert zu sein. Der ISP behält seinen Fokus auf deutsche und europäische Aktien zunächst bei, hat allerdings einige Gewinne bei besonders erfolgreichen Positionen mitgenommen und dafür andere attraktive Titel aufgestockt.“
Platz 15: Kay-Peter Tönnes
Manager des Antecedo Independent Invest A (DE000A0RAD42).
Performance 2012: 25,80 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar
Outperformance im Bereich „Absolute Return Multi Strategy mit Verlusttoleranz“: 15,35 ProzentpunkteInformation des Fondsmanagements: „Der Antecedo Independent Invest ist ein Absolute-Return-Fonds, der auf die Erzielung eines überdurchschnittlichen Wertzuwachses ausgerichtet ist, wobei gleichzeitig bei stark schwankenden Finanzmärkten als Sicherheitsstrategie der Werterhalt im Vordergrund wird, was sich bei stark schwankenden Finanzmärkten für die Anleger als außerordentlich wertvoll erweist. Langfristig wird eine Zielrendite von 6% p.a. über der Verzinsung am Geldmarkt angestrebt.
Natürlich ist der Fonds nicht gegen alle Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten gefeit. Bislang konnten zeitweilige Rückgänge des Anteilswerts aber jeweils in relativ kurzer Zeit wieder aufgeholt werden. Es gilt die Vorgabe, dass der Independent Invest im Extremfall binnen 12 Monaten jegliche Verluste ausgeglichen und ein neues Allzeithoch im Anteilswert erreicht haben soll.
Das Basisinvestment des Antecedo Independent Invest besteht zu etwa 70 Prozent des Kundenvermögens aus kurz laufenden Anleihen hoher Bonität und zu etwa 30 Prozent aus der Options- und Handelsstrategie. Damit hat der Fonds seit Auflegung im Januar 2009 bis Ende 2012 p.a. 10,39 Prozent zugelegt.“

Platz 14: Béryl Bouvier di Nota
Managerin des Amundi Fds Equity Euroland Small Cap - AE (C) (LU0568607203).
Performance 2012: 29,11 Prozent
Fünfjahres-Performance: -1,07 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Kategorie Aktien Euroland Mid/Small Caps: 6,33 Prozentpunkte
Outperformance über fünf Jahre: 1,59 Prozentpunkte
Kommentar des Fondsmanagements: „Wir sind Stock-Picker. Unser Anlagestil ist es, auf jede Gesellschaft zu schauen, die in der Lage sein könnte, ein Wachstum des Gewinns je Aktie zu liefern. Die Ursache kann eine machtvolle Wachstumsstory sein, aber auch in spezifischen Faktoren liegen, wie eine gute Umsetzung eines Turnarounds oder der Wechsel des Managements. 2012 wurde die Performance des Fonds maßgeblich getrieben von Gesellschaften wie Wirecard in Deutschland.“

Platz 13: Mattia Nocera
Manager des Vitruvius Greater China Equity B USD (LU0431685097)
Performance 2012: 29,53 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbarOutperformance in der Kategorie Aktien Greater China: 13,33 Prozentpunkte
Kommentar von Mattia Nocera, Investment Manager des Vitruvius Greater China Equity and Chef der Belgrave Capital Management : Der Fonds wird beraten von einem sehr talentierten lokalen Manager in Schanghai, George Jiang. Verschiedene Top-Positionen trugen zu der starken Performance bei: SPT Energy, spezialisiert auf Ölfelderservice ; Hopson Development, ein Immobilienentwickler ; Qihoo 360, ein führendes Internetunternehmen ; und Uni-President, ein Hersteller von Nahrungsmitteln.
Ausblick: Die jüngsten Daten aus China stützen die Einschätuzung, dass die chinesische Wirtschaft wieder kommt und nicht hart landet. Wir erwarten weitere Investitionen in der Infrastruktur, die weitere Entwicklung der Städtelandschaft und eine wesentliche Liberalisierung an den Finanzmärkten. Chancen sehen wir insbesondere in den Branchen Konsum, Gesundheit, Finanzen, Saubere Energie und Immobilien.

Platz 12: Klaus Blaabjerg
Manager des Sparinvest-High Yield Value Bonds EUR R (LU0232765429)
Performance 2012: 30,91 Prozent
Fünfjahres-Performance: 10,00 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Kategorie Renten EURO Corp. High Yield: 11,50 Prozentpunkte
Outperformance über fünf Jahre: 3,33 ProzentpunkteHier ist ein aktuelles Interview des Fondsmanagers Klaus Blaabjerg.

Platz 11: Alexandra Hartmann
Sie ist Managerin des Fidelity Funds - Euro Blue Chip A-EUR (LU0088814487)
Performance 2012: 31,43 Prozent
Fünfjahres-Performance: -3,11 Prozent pro Jahr
Outperformance in der Kategorie Aktien Euroland: 12,03 Prozentpunkte
Outperformance über fünf Jahre: 3,21 ProzentpunkteKommentar des Fondsmanagements:
„Ich konzentriere ich mich auf Unternehmen, die von innen, das heißt vergleichsweise unabhängig vom Konjunkturumfeld, wachsen können. Solche Unternehmen profitieren von organischen Wachstumstreibern und -verstärkern, mit denen sie dauerhaft schneller als vom Markt erwartet wachsen. Interessant sind für mich auch Unternehmen, die ihr Wachstum durch Restrukturierung ankurbeln und deren Potenzial vom Markt unterschätzt wird, sowie strukturelle Wachstumswerte mit nachhaltigem Wachstumspotenzial.“Zur Performance 2012:
„Besonders erfolgreich war die Titelauswahl in den Branchen Finanzen und Konsumgüter. Verstärkt wurde dieser Effekt dadurch, dass ich defensive Branchen wie Versorger und Telekommunikation untergewichtet hatte.“Zu 2013
„Viele strukturelle Probleme bleiben ungelöst. Nichtsdestotrotz sind in den Ländern an der Euro-Peripherie zahlreiche Reformen ernsthaft in Angriff genommen worden. Mit ersten Erfolgen: So sinken inzwischen die Lohnstückkosten, während einige Länder nach Jahren mit Leistungsbilanzdefiziten nun wieder Überschüsse vorweisen können. Angesichts dieser gemischten Bilanz gehe ich davon aus, dass sich die Schwankungen an den Märkten fortsetzen werden. Für mich stehen daher auch weiter Unternehmen im Fokus, die von innen und damit vergleichsweise unabhängig vom Konjunkturumfeld wachsen können. Besonders attraktiv sind für mich Nischenanbieter, Nutznießer von Ungleichgewichten bei Angebot und Nachfrage sowie Firmen, die in Bereichen mit hohen Barrieren für einen Marktzutritt aktiv sind. Denn das ermöglicht es etablierten Anbietern, nachhaltige Gewinne und freie Cashflows zu erwirtschaften.“
Platz 20: Moritz Schildt und Claus Tumbrägel
Beide managen einen Euro-Rentenfonds, den NORDIX RENTEN PLUS (DE000A0YAEJ1).
Performance 2012: 23,60 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar
Outperformance unter Euro-Rentenfonds: 15,35 Prozentpunkte
Einschätzung des Managements:
„In 2012 ist unsere Strategie aufgegangen: Wir waren davon überzeugt, dass die Kursabschläge auf Nachranganleihen großer Banken übertrieben sind – die Vorboten einer Überwindung der Euro-Krise, die systemische Relevanz des Bankensektors und schließlich auch der Anlagedruck großer Investoren haben sehr erfreuliche Kursgewinne ermöglicht.
Auch in 2013 werden wir unseren Kurs als „Bondpicker“ beibehalten und unterbewertete Anleihen suchen: Wir sehen unverändert Chancen bei Nachranganleihen aus dem Finanzsektor und finden immer wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten bei Emissionen, die kleinere Volumina haben oder zum Beispiel wegen eines Kündigungsrechtes oder eines strukturierten Kupons von anderen Fonds vernachlässigt werden. Um auf dem aktuellen Zinsniveau noch eine Überrendite erzielen zu können, muss man bereit sein, sich auch mit Spezialitäten unter den Anleihen zu beschäftigen und auch einmal den Prospekt genau lesen.
Die 2012er Performance von mehr als 20 Prozent werden wir im aktuellen Marktumfeld schwerlich wiederholen können – Das Renditeziel bleibt aber bei 7% und wir werden dieses Ziel auch in 2013 mit Direktinvestments in interessante Euro-Anleihen verfolgen - ohne Einsatz von Leverage, ohne Fremdwährungswetten, ohne Hedging und ohne Beimischung von Schwellenländerrisiken.“
Datenquelle für die Performance: Feri EuroRating Services AG, eigene Berechnungen
Schon diese wenigen Beispiele zeigen, wie komplex die Geldanlage ist. Da prallen die Interessen von Bankern, Versicherern und Politikern auf die der überforderten Anleger. Die Interessen gehen weit auseinander, vieles bleibt im Dunkeln, statt Aufklärung gibt es bestenfalls Abklärung von Formalitäten wie Beipackzettel oder Beratungsprotokoll. Und wegen des Primats der Politik ist kaum Besserung zu erwarten: Wer die nächste Bundestagswahl gewinnen will, versucht mit der Forderung nach de facto sinkenden Mieten (SPD) oder mit einer Strompreisbremse (CDU) zu punkten. Derweil beschränken sich die Reformexperimente auf so lächerliche Vorhaben wie die Finanztransaktionssteuer.
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