Gbureks Geld Geklimper: Echte und unechte Sicherheit

kolumneGbureks Geld Geklimper: Echte und unechte Sicherheit

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Bricht die Eurozone auseinander, muss Deutschland unter bestimmten Bedingungen Billionen von Euro berappen.

Kolumne von Manfred Gburek

Die Finanzbranche und ihre Aufsicht haben völlig falsche Vorstellungen von Sicherheit und Risiko. Wer darauf hereinfällt, verliert viel Geld.

Null Zinsen für vier Milliarden Euro – ganz schön clever, was die Leute von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sich da am Mittwoch mit der Auktion von Bundesschätzen wieder einmal einfallen ließen. Deutschland als Hort der Stabilität, für diese Story können sich auf Sicherheit bedachte Großanleger offenbar immer noch erwärmen. Aber lange wird es nicht mehr dabei bleiben; denn die Zinswende nach oben, gemessen an der Rendite von Bundesanleihen, hat bereits stattgefunden. Und die vier Milliarden erscheinen in einem ganze anderen Licht, wenn man sie zum Kapitalbedarf des Bundes in Beziehung setzt.

Dazu nur eine Zahl, ermittelt von Analysten der Deutschen Bank: Bricht die Eurozone in ihrer jetzigen Form auseinander, was sich immer mehr abzeichnet, muss Deutschland unter bestimmten realistischen Bedingungen netto zusätzlich nahezu 1,1 Billionen Euro berappen. Zum Vergleich: Die Vereinigung der Bundesrepublik mit der DDR hat etwa 1,6 Billionen Euro gekostet. Darin ist allerdings nicht der Aufwand für Kollateralschäden enthalten, wie Pleiten zahlloser Bauträger in den neuen Bundesländern oder Totalverluste von Anlegern mit Steuersparmodellen.

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Tagesgeld wird bald lukrativer

Für den Bund stellt sich nun die Frage: Woher das viele Geld nehmen? Zur Finanzierung der deutschen Einheit zauberte das Team von Helmut Kohl seinerzeit den Soli aus dem Hut. Ein Europa-Soli ist deutschen Steuerzahlern nicht vermittelbar. Doch keine Frage, es wird umfangreiche Steuererhöhungen geben, deren Ausgestaltung im Detail von der kommenden Regierungsmannschaft abhängt. Außerdem noch mehr Schulden und für den Fall, dass sie auszuufern drohen, auch die eine oder andere gesetzlich verordnete Zinsbremse. Alles zusammen wird allerdings nicht verhindern können, dass der Bund dann viel mehr für Zinsen ausgeben muss als jetzt.

Allein schon das, was sich da abzeichnet, spricht für die Anlage liquider Reserven in Tagesgeld, dessen Zinsen sich erfahrungsgemäß relativ schnell den steigenden Renditen von Bundespapieren anpassen. Es gibt indes noch zwei weitere Faktoren, die dafür sprechen: der über Konditionen ausgeführte, in den kommenden Monaten immer intensiver werdende Kampf der Banken um Einlagen und die im Vergleich zu konkurrierenden Finanzprodukten einfache Handhabung. Letztere besteht ja, falls eine Kontoverbindung schon da ist, nur aus einem Telefonat oder alternativ aus einem Online-Auftrag, fertig ist die Geldanlage.

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