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kolumne Gbureks Geld-Geklimper: Eine Lanze für Gold, Silber und Aktien

Kolumne von Manfred Gburek

Wer sich intensiv mit diesen Geldanlagen beschäftigt, erzielt nicht nur hohe Erträge, sondern geht auch auf Nummer sicher. Die beiden Edelmetalle sind aktuell besonders interessant.

BASF

ISIN: DE000BASF111

Kurs: 56,15 Euro

Börsenwert: 52 Milliarden Euro

Bester Dax-Konzern, dividendenstark, solide geführt

Bild: dpa

Immobilien, Aktien, Edelmetalle – und das Ganze wieder von vorn, mal in dieser, mal in anderer Reihenfolge. Solch ein Rhythmus bewegt zurzeit die Anleger, und umgekehrt bewegen sie ihn. Längst hat sich herumgesprochen, dass Festverzinsliches, egal in welcher Form, real nur noch negative Renditen abwirft: Sei es als Bundesanleihe, deren Rendite unter der Inflationsrate liegt, sei es als Tagesgeld, das nachhaltig mit viel Glück nur dann höhere Zinsen bringt als Bundespapiere, wenn Anleger ihr Geld ständig von einer Schnäppchen-Bank zur nächsten schaufeln, sei es als hochprozentige Unternehmensanleihe, deren Emittent die Zinsen pleitebedingt schon bald nicht mehr zahlen kann.

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Was sich fest verzinst, gilt in breiten Anlegerkreisen trotzdem immer noch als sicher. Eine Scheinsicherheit, wie gerade kurz dargelegt. Auch Immobilien haftet das Image der Sicherheit an, zumindest Wohnimmobilien, nachdem Anleger mit so manchem Gewerbeimmobilien-Fonds ihr blaues Wunder erlebt haben. Zu Unrecht bei dem vielen Wohn-Wenn und -Aber: Lage, Ausstattung, Infrastruktur, Preis, Liquidierbarkeit, Klumpenrisiko bei selbst genutzten, Mieterrisiko bei vermieteten Objekten und so weiter. Dagegen gelten Aktien als unsicher, vornehmlich weil ihre Kurse schwanken. Gold wird zwar häufig als sicherer Hafen bezeichnet, aber auch sein Preis schwankt, der Silberpreis erst recht.

Ins Schwein geschaut: Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) befragt jährlich deutsche Bürger ab 14 Jahren rund ums Thema Sparen, so auch im vergangenen Jahr. Das wichtigste der jetzt veröffentlichten Ergebnisse: Im Durchschnitt sehen Bundesbürger einen Sparbedarf von 234 Euro monatlich - aber mit 165 Euro legen sie einen deutlich geringeren Betrag auf die hohe Kante.

Bild: dpa

Wissen ist Geld, Wissen plus Erfahrung mehr Geld

Dennoch wird es höchste Zeit, Aktien und Edelmetalle aktuell auch und gerade unter dem Aspekt der Sicherheit zu betrachten. Nur dass Sicherheit in diesem Fall nicht einfach bloß so und so viel Prozent Verzinsung einschließlich Rückzahlung des Einsatzes bedeutet, sondern bis zu einem gewissen Grad Schutz vor Geldentwertung sowie vor allem gedanklicher und sonstiger Aufwand, den Anleger betreiben müssen, um mit Aktien, Gold und Silber auf Nummer sicher zu gehen: Informationen einholen, recherchieren, kombinieren, spekulieren, geduldig bleiben, streuen, Kauf- und Verkaufsaufträge zeitlich strecken, Liquidität vorhalten u.a. Dieser Aufwand ist ja allemal erforderlich, auch wenn man fürs Erste nur zum Ergebnis kommt, nichts zu unternehmen und das für Käufe vorgesehene Geld lieber auf dem Tagesgeldkonto zu lassen.

Es ist ein dummes Vorurteil, dass die entsprechende Sicherheit nur gewinnen kann, wer Volks- oder Betriebswirtschaftslehre studiert hat, Banker oder Fondsmanager ist, einen Börsentippdienst herausgibt oder dem Finanzwesen sonst wie nahe steht. Mit all dem hat die Kunst der Geldanlage wenig zu tun. Um es auf den Punkt zu bringen: Wissen ist Geld, Wissen plus Erfahrung ist mehr Geld. Sicherheit kommt nicht von selbst, nur weil etwa der deutsche Staat als vergleichsweise sicherer Schuldner gilt oder weil das Tagesgeldkonto bei einer Bank mit Einlagensicherung einen festen Zinssatz bietet. Sicherheit in Geldangelegenheiten entspringt letztlich immer dem ganz persönlichen Grad an Wissen und Erfahrung.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 25.08.2012, 16:55 UhrHeuschrecke

    Herr Gburek, ich lese Ihre Kolumnen sehr gerne aber ich finde Sie stellen die Immobilienkonzerne in einem zu guten Licht dar. In meiner Region gibt es Probleme mit Hochhäusern die von TAG oder Gagfah aufgekauft wurden und nun in einem verwahrlosten Zustand sind. Es ist schon die Rede von "unzumutbaren Bedingungen"; die Mieter leiden unter den Zustaenden und die ersten Arztpraxen, Geschaefte etc ziehen weg.

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