Gbureks Geld-Geklimper: Hängepartie mit Folgen für Anleger

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Hängepartie mit Folgen für Anleger

Kolumne von Manfred Gburek

Die lockere Geldpolitik geht allen Zweifeln zum Trotz weiter. Anleger, die dadurch leichte Verluste wegen negativer Realzinsen in Kauf nehmen und warten können, werden am Ende erfolgreich sein.

„Die Deutschen werden immer reicher“, lautete zuletzt eine Schlagzeile aus Anlass der neuesten Statistik zum Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland. Was für ein Unsinn: Da bestehen von annähernd 5 Billionen Euro nicht weniger als gut 2 Billionen aus minimal verzinslichen Einlagen einschließlich Bargeld und nahezu 1,5 Billionen aus Ansprüchen an Versicherungen, insgesamt also 3,5 von 5 Billionen Euro, entsprechend 70 Prozent, aus schwindsüchtigem Geld, wie soll das die Deutschen immer reicher werden lassen?

Dieses Geld verliert wegen der geringen, tendenziell immer mehr unter die Inflationsrate rutschenden Nominalverzinsung real ständig an Kaufkraft, an Wert. Da erscheint es angebracht, sich wieder einmal Gedanken über Auswege aus diesem Dilemma zu machen. Erster Ausweg: alternative Anlagen suchen. Zweiter Ausweg: mit dem real an Wert verlierenden Geld innerhalb eines angedachten Zeitabschnitts so lange auf Kaufgelegenheiten warten, bis diese sich durch ein nicht vorhersehbares Ereignis oder durch einen Crash von selbst ergeben.

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Vorsicht, Renditekiller!

Unter den alternativen Anlagen bevorzugen die Deutschen in erster Linie Wohnimmobilien, sofern sie sich die leisten können. Danach folgen mit großem Abstand Fonds und Aktien. Das Motiv bei Immobilien, die zur Vermietung bestimmt sind, sehen potenzielle Käufer in der Chance, real eine positive Rendite erzielen zu können. Das erweist sich allerdings in Anbetracht des mittlerweile hohen Preisniveaus, der steigenden Nebenkosten beim Kauf unter Führung der Grunderwerbsteuer, der nicht minder steigenden laufenden Nebenkosten und des restriktiver werdenden Mietrechts immer häufiger als illusorisch.

Aktionäre brauchen sich über derlei Renditekiller keine Sorgen zu machen. Sie müssen jedoch penibel darauf achten, zu welchem Kurs sie einsteigen, ob die erhoffte Dividende sicher ist, wie gut das Management wirtschaftet und ob nicht eventuell Machtkämpfe wie zuletzt in den Fällen SAP und Siemens das Gesamtergebnis trüben können. Ganz zu schweigen von dem einen oder anderen Crash, den es finanziell wie auch psychisch zu überstehen gilt.

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