Gbureks Geld-Geklimper: Rezession bringt Anlagechancen

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Die Geldschleusen müssen weiter geöffnet werden, findet Manfred Gburek

Kolumne von Manfred Gburek

Die EZB muss die Geldschleusen immer weiter öffnen. Das wird 2012 den Aktien zugute kommen, bei mehr Inflation auch den Edelmetallen.

Wie immer um die Jahreswende werden wir auch dieses Mal wieder mit Prognosen zugeschüttet. Doch so reizvoll es sein mag, den Blick in die Zukunft zu richten, so wichtig ist die vorangehende Analyse. Die kommt allerdings meistens zu kurz. Versuchen wir es also zuerst mit ihr, bevor wir uns dem widmen, was noch kommen mag, und konzentrieren wir uns dabei auf das Thema Wirtschaft, speziell Geld und noch spezieller Geldanlage.
Neulich hat sich wieder einmal DGB-Chef Michael Sommer zu Wort gemeldet und mehr Opfer von den Reichen verlangt: auf dem Umweg über höhere Steuern. Das wäre kaum erwähnenswert, gäbe es nicht in allen Verbänden und Parteien eine Heerschar von Sozialisten, die alle dasselbe fordern: Umverteilung über den Staat, damit sie sich weiter bei dessen Pfründen bedienen können, ähnlich den Verkäufern von Riester- oder Rürup-Renten, Lebensversicherungen, Fonds und Zertifikaten, die Altersvorsorge predigen, in Wahrheit aber die eigene Provisionsmaximierung meinen.

Stiftungen kontra Provisionsmaschinen

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In dieselbe Schublade wie der Sommer-Macht-Traum passt das Gejammer über die Altersarmut, gerade erst wieder durch die Nachricht über die wachsende Zahl der Frührentner untermauert. Als wenn dieses Armutsproblem sich jemals mit noch mehr staatlichem Einfluss oder mit dem Herumfummeln an den Formeln zur gesetzlichen Rentenversicherung lösen ließe, geschweige denn mit Provisionsmaschinen wie der Riester- oder Rürup-Rente, mit der Pseudo-Altersvorsorge namens Kapitallebensversicherung, mit Fondssparplänen oder mit Zertifikaten, die als Inhaberschuldverschreibungen von Banken durch keinerlei Einlagensicherung geschützt sind.
Dabei besteht die Lösung des Armuts- und speziell des Altersarmutsproblems ganz einfach in mehr Eigeninitiative, sei es auf der operativen Seite in dem erst wenig verbreiteten Quartiersmanagement von Wohnsiedlungen, sei es auf der finanziellen Seite in einem viel stärkeren Einsatz sozial ausgerichteter Stiftungen. Diese sind ja nebenbei ganz probate Steuersparmodelle, und so mancher Unternehmer sehnt sich danach, mit ihnen etwas Gutes zu tun. Der Staat hätte dann zwar etwas weniger Steuereinnahmen, würde sich aber sozialen Frieden erkaufen.

Geldschleusen werden weit geöffnet

Eine andere Nachricht, die in diesen Tagen für viel Aufregung sorgt, betrifft die Geschäftsbanken, die Geld wie noch nie bei der Europäischen Zentralbank parken. Das heißt, sie trauen sich untereinander wie noch nie. Berücksichtigt man in diesem Zusammenhang die Warnung von EZB-Chef Mario Draghi vor einer Bankenkrise und die von Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, sogar vor einer Depression, stellt sich unwillkürlich die Frage: Warum tun die Anleger an den Aktienmärkten dann so, als gehe sie das nur am Rande an? Denn sie lassen die Aktienkurse ja nicht ins Bodenlose sinken, sondern nur nach unten auspendeln, wie zuletzt wieder am Mittwoch, da bezeichnenderweise zusammen mit dem Euro im Verhältnis zum Dollar, aber auch zusammen mit Gold und Silber.

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