Gbureks Geld-Geklimper: Rockefeller, Buffett und das Phänomen von der Unendlichkeit

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Rockefeller, Buffett und das Phänomen von der Unendlichkeit

Kolumne von Manfred Gburek

Bekanntlich lässt sich Papiergeld im Gegensatz zu Sachwerten beliebig vermehren. Weniger bekannt ist dagegen, welche Schlüsse Anleger wirklich daraus ziehen können.

John D. Rockefeller, Jahrgang 1839, Gründer von Standard Oil, hatte viele erfolgreiche Geschäftsideen. Eine besondere: Er schenkte den Chinesen Öllampen. Zunächst konnten die Beschenkten nichts damit anfangen – bis der raffinierte Geschäftsmann ihnen zusätzlich zu den Funzeln Öl gab. Das aber nicht mehr umsonst, sondern gegen einen von ihm festgelegten Preis, und schon zahlte sich die Idee aus.

Andreas Eckert, Chef des auf radioaktive Komponenten für medizinische Anwendungen spezialisierten Unternehmens Eckert & Ziegler, hat auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell realisiert. Es verschafft ihm in seinem Metier eine ähnlich komfortable Marktstellung wie einst Rockefeller im Ölgeschäft. „Wer zu uns kommt, hat keine andere Wahl“, ließ er vor drei Jahren selbstbewusst verlauten, als er einen Mittelstandpreis in Empfang nahm. In der Laudatio dazu wurde er sogar mit der Bemerkung umschmeichelt, er könne „als Quasi-Monopolist die Preise deutlich prägen, denn seine Produkte lassen sich schwerlich substituieren“.

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Buffett hätte Rockefeller gemocht

Die Geschichte von Rockefeller mündete in unvorstellbaren Reichtum und viel später in die Zerschlagung seines Konzerns Standard Oil. Was einen von mehreren Nachfolgekonzernen, Exxon Mobil, jedoch nicht daran hinderte, gemessen am Börsenwert zur weltweiten Nummer eins aller Branchen aufzusteigen. Wäre der amerikanische Multimilliardär Warren Buffett, bekannt als sogenannter Value-Investor, wie Rockefeller im 19. Jahrhundert geboren worden, hätte er an dessen umtriebigem Geschäft seine helle Freude gehabt. Denn der Ölmagnat bestimmte lange den Preis seiner Ware, die man später flüssiges Gold nannte, und verhalf der Autoindustrie zu einem enormen Wachstum, das wiederum auch seinem Konzern zugute kam.

Buffett mag besonders Aktien von Unternehmen, die das Preisgefüge ihrer Produkte weitgehend selbst bestimmen können. Eckert & Ziegler wäre wegen der Größe im Vergleich zu Buffetts sonstigen Investitionen zwar nicht dessen Ding, würde aber, in der Laudatio als „Quasi-Monopolist“ bezeichnet, prinzipiell schon ins Buffett-Portfolio passen. Die Kursentwicklung der Aktie ist jedenfalls überzeugend.

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