
So lesen Sie die Tabellen:
Boston Consulting ermittelt die besten zehn Aktien jeder Branche. Der Gesamtertrag (Tabelle, linke Spalte) zeigt, wie viel Prozent Anleger aus Kursgewinn und Dividenden seit Ende 2006 im Schnitt pro Jahr verdienten. Aus der Analyse der Quellen, aus denen der Erfolg sich speist, lässt sich ableiten, ob eine Aktie günstig ist. Beruht der Ertrag auf Umsatzwachstum, Gewinnmargen und Schuldenabbau, ist dies positiv.
Wankelmütige Anleger
Ein Unternehmen, das unter sonst gleichen Bedingungen seine Gewinnmarge verdoppelt, etwa von 20 auf 40 Cent Gewinn je Dollar Umsatz, müsste auch seinen Börsenwert verdoppeln. In der Realität passiert das nie, weil Anleger
Zahlen je nach Börsenstimmung anders bewerten. Ist eine Aktie stark gestiegen, obwohl sich die fundamentalen Daten eher schwach entwickelt haben, muss sich die Haltung der Anleger verändert haben: Sie gestehen dem Unternehmen etwa pro erwirtschafteten Dollar Gewinn einen höheren Börsenwert zu. Je mehr eine Aktie vom Faktor Börsenbewertung (vorletzte Spalte) profitiert hat, desto riskanter. Denn ebenso schnell, wie Aktien an der Börse beliebt werden, können sie in Ungnade fallen. Bei der Berechnung gilt: Höherer Umsatz und höhere Gewinnmargen sind wertsteigernd, ebenso Dividenden, Schuldenabbau und Aktienrückkäufe. Kapitalerhöhungen sind wertmindernd, da der Gewinn sich danach auf mehr Aktien verteilt. Der Erfolg von Kia Motors (Zeile 2) berechnet sich so: 17 Prozentpunkte aus Umsatzwachstum, 39 Prozentpunkte aus höheren Gewinnmargen, ein Punkt Dividende. 33 Punkte hat die Geringerbewertung der Kia-Gewinne (Anleger gestehen Kia für einen Dollar Gewinn relativ weniger Börsenwert zu) zunichte gemacht, drei Punkte gingen durch Ausgabe neuer Aktien verloren, 18 Prozentpunkte plus wiederum schuf Kia aus Schuldenabbau. In Summe sind dies 17+39+1–33–3+18 = 39 Prozent Gesamtertrag pro Jahr.Illustrationen: Kristina Düllmann

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group

* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
So lesen Sie die Tabellen:
Boston Consulting ermittelt die besten zehn Aktien jeder Branche. Der Gesamtertrag (Tabelle, linke Spalte) zeigt, wie viel Prozent Anleger aus Kursgewinn und Dividenden seit Ende 2006 im Schnitt pro Jahr verdienten. Aus der Analyse der Quellen, aus denen der Erfolg sich speist, lässt sich ableiten, ob eine Aktie günstig ist. Beruht der Ertrag auf Umsatzwachstum, Gewinnmargen und Schuldenabbau, ist dies positiv.
Wankelmütige Anleger
Ein Unternehmen, das unter sonst gleichen Bedingungen seine Gewinnmarge verdoppelt, etwa von 20 auf 40 Cent Gewinn je Dollar Umsatz, müsste auch seinen Börsenwert verdoppeln. In der Realität passiert das nie, weil Anleger
Zahlen je nach Börsenstimmung anders bewerten. Ist eine Aktie stark gestiegen, obwohl sich die fundamentalen Daten eher schwach entwickelt haben, muss sich die Haltung der Anleger verändert haben: Sie gestehen dem Unternehmen etwa pro erwirtschafteten Dollar Gewinn einen höheren Börsenwert zu. Je mehr eine Aktie vom Faktor Börsenbewertung (vorletzte Spalte) profitiert hat, desto riskanter. Denn ebenso schnell, wie Aktien an der Börse beliebt werden, können sie in Ungnade fallen. Bei der Berechnung gilt: Höherer Umsatz und höhere Gewinnmargen sind wertsteigernd, ebenso Dividenden, Schuldenabbau und Aktienrückkäufe. Kapitalerhöhungen sind wertmindernd, da der Gewinn sich danach auf mehr Aktien verteilt. Der Erfolg von Kia Motors (Zeile 2) berechnet sich so: 17 Prozentpunkte aus Umsatzwachstum, 39 Prozentpunkte aus höheren Gewinnmargen, ein Punkt Dividende. 33 Punkte hat die Geringerbewertung der Kia-Gewinne (Anleger gestehen Kia für einen Dollar Gewinn relativ weniger Börsenwert zu) zunichte gemacht, drei Punkte gingen durch Ausgabe neuer Aktien verloren, 18 Prozentpunkte plus wiederum schuf Kia aus Schuldenabbau. In Summe sind dies 17+39+1–33–3+18 = 39 Prozent Gesamtertrag pro Jahr.
Illustrationen: Kristina Düllmann
Am Mittwoch gab es an den Märkten eine interessante Gegenbewegung im Vergleich zu den Wochen zuvor: Anleihenkurse aufwärts, Aktienkurse und Edelmetallpreise abwärts. Logisch, urteilen die einen, schließlich bilden ja Anleihen als Papierwerte sowie Aktien und Edelmetalle als Sachwerte einen Gegensatz und stehen bei Anlegern in Konkurrenz zueinander.
Unlogisch, argumentieren die anderen, denn steigende Anleihenkurse sind das Spiegelbild fallender Zinsen, die Aktien wie auch Edelmetalle begünstigen müssten.
10 Tipps für Börseneinsteiger
Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse
Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?
Gier ist nicht immer gut
Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.
Nur kaufen, was man versteht
Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.
Bankgebühren beachten
Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.
Auf die Mischung achten
Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.
Mischung bei Fonds und Zertifikaten
Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.
Regelmäßige Überprüfung
Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?
Qualität hinterfragen
Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.
Verluste begrenzen
Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.
Einen kühlen Kopf bewahren
Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.
Gehen wir den Dingen auf den Grund. Bis zu diesem Sommer konnte man mit länger laufenden Bundesanleihen recht ordentlich Geld verdienen, weil ihre Kurse stiegen. Dann war damit Schluss, weil die Anleihenrendite unter die Inflationsrate rutschte, sodass per Saldo nur noch eine negative Realverzinsung übrig blieb.
Nun versetze man sich in die Lage eines Managers, der Versicherungs- oder Pensionsgelder verwaltet: Je länger die Niedrigzinsphase anhält, desto weniger kann er die ursprünglich abgegebenen Renditeversprechen halten. Dann hat er die Wahl zwischen Abwarten und Umdisponieren. Dieses Dilemma markiert den Anfang einer neuen Entwicklung, die besonders spannend zu werden verspricht.
Aussichtsreiche Aktien ohne Regulierungsdruck
Aixtron
Zulieferer für die Halbleiterindustrie; global aufgestellt mit starken Produkten, aber zyklischem Geschäft.
Kurs: Aixtron
Börsenwert: 1389 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 72,6
Dividendenrendite 2012: 1,8 Prozent
Chance/Risiko: 8/7
A. S. Création
Größter Tapetenhersteller Europas; Top-Anbieter, Immobilienboom-Profiteur, Risiko Rohstoffpreise
Kurs: A. S. Création
Börsenwert: 75 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 13,8
Dividendenrendite 2012: 5,4 Prozent
Chance/Risiko: 5/4
Fielmann
Optiker-Marktführer mit überzeugendem Geschäftsmodell; weiter auf Expansion; jüngst Insiderkäufe
Kurs: Fielmann
Börsenwert: 3069 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 22,9
Dividendenrendite 2012: 3,3, Prozent
Chance/Risiko: 5/4
Indus
Erfahrene Mittelstandsholding mit überzeugendem, ausgewogenem Portfolio; profitiert vom Konjunkturplus
Kurs: Indus
Börsenwert: 518 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 8,1
Dividendenrendite 2012: 3,9 Prozent
Chance/Risiko: 6/5
Kontron
Hersteller von Spezialcomputern; auf Rekordkurs mit solider Bilanz; auf aktuellem Niveau unterbewertet
Kurs: Kontron
Börsenwert: 351 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 11,8
Dividendenrendite 2012: 3,4 Prozent
Chance/Risiko: 6/4
Villeroy&Boch
Spezialist für hochwertige Keramik; profitiert vom Immobilienboom; sehr solide mit guter Marktposition
Kurs: Villeroy&Boch
Börsenwert: 202 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 14,1
Dividendenrendite 2012: 2,8 Prozent
Chance/Risiko: 4/3
WMF
Hochwertige Küchenutensilien; Gewinnbringer Profi-Kaffeemaschinen; Dauerläufer mit Übernahmefantasie
Kurs: WMF
Börsenwert: 502 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 13,3
Dividendenrendite 2012: 3,4 Prozent
Chance/Risiko: 5/4
Xing
Soziales Netzwerk für Profis, relativ günstig zu haben; Großaktionär Burda hat Zugriff auf weitere Anteile
Kurs: Xing
Börsenwert: 265 Mio. Euro
KGV (Schätzung für 2012): 26,2
Dividendenrendite 2012: 1,2 Prozent
Chance/Risiko: 7/6
Liquidität schwirrt durch die Gegend
Die Spannung wird dadurch verstärkt, dass zurzeit wegen der extrem lockeren Geldpolitik der Notenbanken unglaublich viel Liquidität durch die Gegend schwirrt. Diese Liquidität sorgt dafür, dass das Renditeniveau in Ländern wie Deutschland niedrig bleibt und der Kauf von Anleihen uninteressant wird.
Da ist die Verlockung groß, dass diejenigen, die viel Geld verwalten, dieses nach und nach in höher rentierende und damit womöglich risikoreichere Anlagen umschichten. Nicht unbedingt die Verwalter von Versicherungs- oder Pensionsgeldern, wohl aber Manager von Hedgefonds, vulgo Schattenbanken.
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