Gbureks Geld-Geklimper: Sich möglichst früh mit Aktien beschäftigen

Gbureks Geld-Geklimper: Eine Lanze für Gold, Silber und Aktien

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Sich möglichst früh mit Aktien beschäftigen

Bargeld

In Krisenzeiten ist es sinnvoll, das Portemonnaie voll zu haben. Möglicherweise werden ec-Karten zur Bezahlung nicht akzeptiert, und Geldautomaten spucken kein Geld mehr aus. Sehr Vorsichtige horten das für vier Wochen nötige Bargeld im heimischen Safe. Nach einer Bankpleite müssen die EU-weit vorgeschriebenen gesetzlichen Einlagensicherungstöpfe einspringen. Sie sollen Guthaben von Girokonten, Tagesgeldern und Sparbüchern bis zur Höhe von 100.000 Euro nach maximal 20 Arbeitstagen wieder bereitstellen. Diese Zeit ist zu überbrücken.

Graue Flamme = Sicher bei Bankpleite, fünf rote Flammen = hohes Risiko

Bild: Sebastian_Wolf

Versuchen wir dies in Bezug auf die aktuelle Entwicklung an den Märkten für die seit geraumer Zeit im Fokus stehenden Sach- und Ertragswerte zu simulieren, also Wohnimmobilien und Aktien, sowie – als reine Sachwerte ohne Erträge – Gold und Silber. Die Preise für Wohnimmobilien in den deutschen Metropolen befinden sich seit etwa zwei Jahren im Aufwärtstrend. Wer davon profitieren will, kauft vorzugsweise in Berlin, wo sich wegen des großen Marktes Immobilienprofis aus dem In- und Ausland tummeln, oder in den führenden westdeutschen Großstädten. Der – nicht nur zeitliche - Aufwand für die Suche nach dem passenden Objekt in guter Lage ist für jemanden aus den alten Bundesländern gewaltig. Lohnt sich das für private Anleger, die vermieten wollen? In der Regel eher nicht.

Ganz anders sieht es bei Aktien aus: Unendlich scheinende Auswahl, die eine Konzentration auf das Metier und die Spezialisierung auf eine bestimmte Aktiengruppe sinnvoll macht, etwa Aktien deutscher Konzerne, von Wohnungsgesellschaften oder mittelständischen Hightechfirmen, nicht zu vergessen Aktien kanadischer und sonstiger Gold- und Silberminen. Hier ist der – ebenfalls nicht nur zeitliche – Aufwand jeweils mindestens genau so groß wie bei der Suche nach dem passenden Immobilienobjekt. Allerdings lässt sich der Einsatz auf mehrere Aktien verteilen und zeitlich strecken, was im Fall von Immobilien nur möglich erscheint, wenn der anzulegende Betrag in die Millionen geht. Das ist ein so entscheidender Vorteil, dass allen Anlegern nur dringend geraten werden kann, sich möglichst früh mit Aktien anzufreunden.

Edelmetall-Phantasie nach oben offen

Wiederum ganz anders verhält es sich mit Gold und Silber: Die Preise begannen im - derzeit noch anhaltenden - Zyklus 2001 vor allem deshalb zu steigen, weil die beiden Edelmetalle damals nach über zwanzigjährigem Abwärtstrend einfach nur preiswert erschienen und weil einige Minenkonzerne sich mit Vorratsverkäufen verspekuliert hatten. Seitdem gab es kurzfristige Unterbrechungen im Aufwärtstrend und weitere Preisschübe nach oben, die mal von börsengehandelten Fonds, mal von Chinesen und Indern, mal von Zentralbanken und mal von allen zusammen ausgelöst wurden. Die starke Aufwärtsbewegung der Preise in den vergangenen Tagen, immerhin nach einjähriger Pause, spricht dafür, dass Gold und Silber auf dem Sprung zu neuen Höchstständen sind. Da jetzt als Preistreiber in erster Linie die internationale Schuldenkrise und damit die Aufweichung der Währungen infrage kommt, dürfte der Sprung heftig ausfallen, Phantasie nach oben offen.

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Fazit: Wer viele Millionen anzulegen hat, kann neben Aktien und Edelmetallen getrost auch Wohnimmobilien in einer Metropole wie Berlin kaufen, vorzugsweise zur Eigennutzung, während als Kapitalanlage eher Wohnimmobilienaktien mit Fokus auf Berlin, wie GSW und Deutsche Wohnen, anstelle von Mietshäusern infrage kommen. Wer weniger anzulegen hat, sollte sich auf Aktien und Edelmetalle konzentrieren. Wobei Letztere aktuell den Eindruck vermitteln, als würden ihre Preise eher nach oben schießen als die Kurse der gängigen Aktien.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 25.08.2012, 16:55 UhrHeuschrecke

    Herr Gburek, ich lese Ihre Kolumnen sehr gerne aber ich finde Sie stellen die Immobilienkonzerne in einem zu guten Licht dar. In meiner Region gibt es Probleme mit Hochhäusern die von TAG oder Gagfah aufgekauft wurden und nun in einem verwahrlosten Zustand sind. Es ist schon die Rede von "unzumutbaren Bedingungen"; die Mieter leiden unter den Zustaenden und die ersten Arztpraxen, Geschaefte etc ziehen weg.

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