Gbureks Geld-Geklimper: Vertrauen weg, Anleger überfordert

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Vertrauen weg, Anleger überfordert

Kolumne von Manfred Gburek

Ein entscheidender Fehler beim Versuch, Zypern in die Schranken zu weisen, führt unter Anlegern zum allgemeinen Vertrauensverlust. Der Schaden lässt sich nur noch begrenzen, nicht beheben.

"Vertrauen ist der Anfang von allem.“ Mit diesem Spruch betrieb die Deutsche Bank einst Werbung für sich. Zweifellos ein Zeichen von Selbstbewusstsein, gekoppelt mit einem Schuss Arroganz. Vertrauen, dieser Begriff ist vom lateinischen Verb "credere“ abgeleitet, das sich im Wort "Kredit“ wiederfindet. Nur ist die Deutsche Bank längst nicht mehr ein klassisches Kreditinstitut, sondern ein – was auch immer geschehen mag - systemrelevantes internationales Finanzkonglomerat mit Überlebensgarantie: International spielt sie in der von Goldman Sachs angeführten oligopolistischen Liga der Investmentbanken mit, während sie auf nationaler und europäischer Ebene eine Bank wie jede andere systemrelevante ist.

Ausgerechnet das kleine weitab von Deutschland liegende Zypern hat den entscheidenden Anstoß gegeben, dass wir das Vertrauen in Banken vergessen können. Denn dort sollten zunächst auch Eigentümer von Einlagen unter 100.000 Euro, der Obergrenze der gesetzlichen Einlagensicherung, teilenteignet werden. Als den Euro-Finanzministern und sonstigen Entscheidern die fatale Wirkung dieses Beschlusses klar wurde und sie zurückrudern mussten, war es zu spät. Die Folge: ein allgemeiner Vertrauensverlust. 

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Ist mein Geld bei der Bank noch sicher?

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Schwierige Suche nach Alternativen

Über die gesetzliche und die private Einlagensicherung wird denn auch seitdem kräftig debattiert. Dabei stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: 1. Wo ist mein Geld sicher? 2. Welche Alternativen zu Bankeinlagen gibt es? Ein weites Feld. Zumindest so viel dürfte feststehen: Nach dem Zypern-Eklat können 100.000 Euro auf Spar-, Tages-, Festgeld- und ähnlichen Konten bei systemrelevanten Banken wie der Deutschen und vielen anderen – im Internet zu erfahren - als sicher gelten. Die Sicherheit ist allerdings gleich zu relativieren. Denn Geld kann vorübergehend eingefroren und das Abheben begrenzt werden, wie der Fall Zypern gezeigt hat. Abgesehen davon stellt sich die Frage, wie in Zukunft mit Beträgen über 100.000 Euro umgegangen wird.

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Quelle: dpa/Montage

Bei der Wahl der Alternativen wird es schon komplizierter. Zur Verfügung stehen im Wesentlichen: Fonds jeder Art – besonders Geldmarkt- und Kurzläuferfonds, die beide ja so etwas wie Ersatzkonten sind, sich aber leider nur minimal verzinsen -, Anleihen, Aktien, Immobilien, Gold und andere Edelmetalle. Jede von diesen Anlageklassen erfordert umfangreiche Recherchen, und sogar ausgebuffte Fondsprofis trauen sich ebenso nicht an Immobilien heran wie Aktien- oder Immobilienspezialisten nicht an Gold und andere Edelmetalle. 

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