Gbureks Geld-Geklimper: Worauf Sie bei der Geldanlage 2015 achten müssen

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Worauf Sie bei der Geldanlage 2015 achten müssen

Kolumne von Manfred Gburek

Die Deutschen haben Immobilien als Spekulationsobjekte entdeckt. Doch damit liegen sie nur zum Teil richtig. Worauf Sie 2015 am besten setzen sollten.

Gelobt sei, was hart zu sein verspricht. Nach diesem Motto tappen immer mehr Anleger in die Immobilienfalle, ohne sich um andere harte Anlagen zu kümmern: Wie Gold, bloß weil es keine Zinsen bringt, Schweizer Franken wegen Negativzinsen und inflationsgeschützte Bundesanleihen, weil Inflation in weiten Anlegerkreisen offenbar kein Thema ist.

Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Immobilien hätte, gegen schicke Wohnimmobilien zu akzeptablen Preisen in Toplagen sowieso nicht. Doch da öffnet sich die Immobilienfalle schon, denn alles Schicke muss zurzeit teuer bezahlt werden.

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Welche deutschen Städte bei Investoren angesagt sind

  • Umfrage

    Welche Städte sind bei Investoren besonders beliebt? Die Daten sind dem Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt von EY Real Estate entnommen. Es wurden 15 europäische Immobilienmärkte inklusive Deutschland untersucht. Geantwortet haben insgesamt rund 500 europäische Unternehmen und Investoren. Wortlaut der Frage: „Welche deutschen Standorte stehen im Jahr 2014 besonders in Ihrem Investmentfokus?“

  • Platz 7

    Stuttgart

    20 Prozent

  • Platz 6

    Düsseldorf

    21 Prozent

  • Platz 5

    Frankfurt

    22 Prozent

  • Platz 4

    Hamburg

    23 Prozent

  • Platz 3

    München

    25 Prozent

  • Platz 2

    Köln

    26 Prozent

  • Platz 1

    Berlin

    36 Prozent

Dazu nur drei voneinander unabhängige Beispiele: Gemäß ImmobilienScout24 sind die Preise für Berliner Wohnungen aus dem Bestand innerhalb nur eines Jahres per Ende November um durchschnittlich 13,5 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: in München um 10,3, in Frankfurt um 11,2 Prozent. Einer aktuellen Analyse von empirica zufolge ist der Wohnungsleerstand in Frankfurt, Darmstadt und Münster inzwischen auf 0,7 Prozent gesunken, in München und Hamburg sogar auf nur noch 0,4 Prozent.

Und aus einer gerade veröffentlichten Erhebung von bulwiengesa geht hervor, dass die Frankfurter Kaufpreise für Wohnungen 2014 im gewichteten Durchschnitt auf 5015 Euro je Quadratmeter gestiegen sind; 2013 waren es erst 4704 Euro. Der Anstieg betrug also 6,6 Prozent.

Der Immobilienboom lockt Spekulanten an

Die aufgrund verschiedener Methoden ermittelten Daten sollten Sie nicht verwirren. Aus ihnen ergibt sich ohne Wenn und Aber, dass wir es hier mit einem Boom zu tun haben, der immer mehr Spekulanten anlockt. Und der Staat – in diesem Fall über die Bundesländer – spekuliert durch die Erhöhung der Grunderwerbsteuer kräftig mit. Wobei seltsam anmutet, dass Wohnungskäufer offenbar nur wenig auf diese Steuer achten, die den dicksten Brocken unter den anfangs zu zahlenden Nebenkosten ausmacht. Sie ist im Lauf der vergangenen Jahre nur in Bayern und Sachsen beim ursprünglichen Satz von 3,5 Prozent geblieben. Spitzenreiter sind Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und das Saarland mit jeweils 6,5 Prozent.

Aus der bisherigen Entwicklung ergibt sich, dass Wohnimmobilien beim jetzigen Preisniveau nur noch etwas für Spezialisten sind, zumal der Staat – dann über die Kommunen – in Zukunft noch mehr abkassieren wird. Im Klartext: Die Grundsteuer wird erhöht, koste es, was es wolle. Ja, ich weiß, man ist sich noch nicht über das Wie einig, weil es juristische Bedenken gibt. Doch unabhängig davon: Die Zuwanderung aus aller Herren Länder trifft die Kommunen besonders hart; folglich führt an der Erhöhung über kurz oder lang kein Weg vorbei. 

Bei Immobilienaktien tut sich was 

Abgesehen davon schmoren in Schubladen der Bundesregierung bereits Pläne zu weiteren Maßnahmen. Der in Berlin gut vernetzte Immobilienexperte Rainer Zitelmann hat dazu vor Kurzem gleich fünf drohende Maßnahmen genannt: sozialversicherungspflichtige Mieten, Verschärfung der Mietpreisbremse, Aufhebung der Steuerfreiheit von Gewinnen aus vermieteten Immobilien nach zehn Jahren, Pflicht zur energetischen Sanierung im Bestand und Wiedereinführung der Vermögensteuer.

Aus aktuellem Anlass hinzuzufügen ist noch, dass das Bundesverfassungsgericht zuletzt den Gesetzgeber verdonnert hat, bis Mitte 2016 die Erbschaftsteuer neu zu regeln. Die wahrscheinliche Folge: Erben von Privatvermögen in Form von Immobilien und Wertpapieren dürften höher als bisher besteuert werden.

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