Geldanlage 2014: Gold bleibt der beste Schutz gegen die Krise

Geldanlage 2014: Gold bleibt der beste Schutz gegen die Krise

von Christof Schürmann

Aktien dürften noch steigen, Anleihezinsen ziehen leicht an, Immobilien bleiben gefragt, und der Goldpreis zittert weiter. Was die Finanzmärkte 2014 erwartet und mit welcher Anlagestrategie Sie die Risiken umschiffen.

Wenn Börsianer das Wort des Jahres hätten wählen dürfen, dann wäre sicher nicht „GroKo“ sondern „Tapering“ mit weitem Abstand auf Platz eins gelandet. Mit dem Anglizismus wird der langsame Ausstieg aus den Anleihekaufprogrammen der US-Notenbank Fed beschrieben. Ein Ausstieg, der – so die vielfache Befürchtung – Kursverluste an den Finanzmärkten nach sich ziehen könnte. „Ein Tapering dürfte erhebliche Turbulenzen auslösen“, sagt Eberhardt Unger, Chefvolkswirt bei Fairesearch im hessischen Kronberg.

Erst am 18. Dezember jedoch beruhigte Fed-Chef Ben Bernanke auf der letzten US-Notenbank-Sitzung des Jahres die Börsianer, als er versprach, weiter „expansiv Anleihen aufzukaufen“. Zwar führt die Fed ihr Anleihekaufprogramm im kommenden Jahr pro Monat um 10 auf 75 Milliarden Dollar zurück, doch das ist noch zu gering, um Börsianer zu verschrecken. Die Erleichterung zeigte sich prompt: Der Dow Jones drehte binnen Minuten um fast 200 Punkte nach oben. Die Reaktion zeigte erneut, wie eng die Börsenentwicklung an die Entscheidungen der Notenbanken gekoppelt sind. Konjunkturelle und unternehmensspezifische Einflüsse auf die Märkte sind dagegen eher untergeordnet.

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Diese extreme Abhängigkeit von der Geldpolitik führt zwangsläufig zu einer Fehlallokation von Kapital – und birgt Gefahren für die Märkte, die aber nicht zwangsläufig schon 2014 zum Tragen kommen müssen. Vier Thesen, wie es im kommenden Jahr bei den wichtigsten Anlageklassen weitergehen dürfte.

Aktien

Nach einem Zuwachs von rund einem Fünftel inklusive Dividenden bei den 30 Dax-Aktien und von mehr als einem Drittel bei den 50 Nebenwerten aus dem MDax blicken Anleger auf ein fantastisches Jahr zurück. US-Aktien aus dem Index S&P 500 liegen in Dollar rund 25 Prozent im Plus, in Yen machten japanische Titel rund 50 Prozent gut.

Chancen und Risiken Alle 30 Dax-Aktien im Check

Ein Ende der ganz lockeren Geldpolitik rückt näher, doch noch bieten Aktien der ersten Börsenliga Chancen. Welche Papiere ein Kauf sind, wo Gewinnmitnahmen angesagt sind.

Der Dax unter der Lupe. Quelle: rtr

Sollte die Börse ihre Funktion als Vorlaufindikator erfüllen, dann dürften die Kurse in den kommenden zwölf Monaten kaum an das Boomjahr 2013 anknüpfen. Denn die Unternehmensergebnisse hinken der Kursentwicklung deutlich hinterher. Zwar könnten 2014 angesichts einer wahrscheinlich verbesserten Weltkonjunktur die Gewinne der Unternehmen signifikant wachsen – sie würden aber nur nachholen, was die Kurse vorgemacht haben.

Im MDax und bei vielen Technologietiteln wären starke Kurssteigerungen nur bei überraschend stark steigenden Gewinnen gerechtfertigt. Hier signalisieren Bewertungsparameter bereits eine Überhitzung. Für den Dax dagegen bewegen sich alle wichtigen Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, die Gewinnmarge, die Kapital- und Dividendenrendite noch auf einem Niveau, das zunächst noch Spielraum für 10 bis 20 Prozent Kurszuwachs zulässt.

Unterstützen dürfte die lockere Geldpolitik. Und zweifellos geben die Charts Kaufsignale, auch wenn die Kurven zuletzt etwas nach unten zeigten. Anleger sollten trotz teilweise luftiger Bewertung noch keine kalten Füße bekommen und die starke Aufwärtsbewegung der Börsen nicht unterschätzen.

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