Geldanlage: Die besten Vermögensmanager und ihre Strategien

Geldanlage: Die besten Vermögensmanager und ihre Strategien

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Auf der Couch: Valsangiacomo und Pesarini (rechts) haben Zehntausende verunsicherte Sparer im Nacken, deren elf Milliarden Euro sie sicher und rentabel durch das Zeitalter von Niedrigzins und Schuldenkrise bringen sollen.

von Stefan Hajek, Matthias Kamp und Heike Schwerdtfeger

Nullzins auf sichere Anlagen, Aktien weit oben und immer wieder Krise: Die aktuellen Märkte verlangen Profianlegern alles ab. Unser Ranking stellt die besten Vermögensmanager, ihre Strategien und Anlagefavoriten vor.

Luca Pesarini weiß, bei wem er sich bedanken muss. „Wir sind auch Krisenprofiteure“, sagt der Wahlschweizer und strahlt mit dem Schnee vor seinem Bürofenster um die Wette. „Ohne die Schuldenkrise und die Rettungsaktionen der Zentralbanken bekämen die Leute noch fünf Prozent Zinsen auf ihr Tagesgeld, dann würden Geldmanager wie wir bestimmt nicht derartig mit Anlegergeld überflutet.“ Von einer Flut zu sprechen, ist nicht übertrieben: Pesarini hat seit 2002 mehr als elf Milliarden Euro angelockt; damit verwaltet er mehr Kundengeld als manche Bank.

Exklusives Ranking

Bislang konnten die Kunden zufrieden sein: 25 Prozent Rendite holten Pesarini und sein Team in drei Jahren aus ihrem größten Depot, dem Mischfonds Ethna Aktiv. Zwischenzeitlich lagen die Verluste bei maximal zwei Prozent. Im Geldmanager-Ranking der WirtschaftsWoche und des Analysehauses MMD ist das die beste Leistung in der Kategorie „Ausgewogen“. Für das Ranking haben MMD-Chef Klaus-Dieter Erdmann und sein Team mehr als 1100 reale Depots von 400 Banken und Vermögensverwaltern aus dem deutschsprachigen Raum untersucht.

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Die Analyse hebt aber nicht einfach den Manager mit der größten Rendite seit dem Jahresbeginn 2012 auf den Schild. Denn „derzeit laufen viele Depots gut“, sagt Erdmann. Der Dax hat gerade bei 10 911 Punkten ein neues Hoch hingelegt, so gut wie alle Aktien bringen den Verwaltern Rückenwind – viele Aktien zu kaufen ist keine Leistung an sich. „Die Erfahrung zeigt“, warnt Erdmann, „dass die Aktien-Überflieger herbe Verluste einfahren, wenn an den Börsen der Wind dreht.“

Deshalb misst das Ranking, welches Risiko die Manager eingehen, um ihre Performance zu erreichen: Hohe Schwankungen des Depotwerts und ein großer Drawdown (theoretischer Verlust, wenn Anleger ihre Depotanteile zur ungünstigsten Zeit verkauften) bringen Negativpunkte. Auf den folgenden Seiten stellen die besten Geldmanager ihre Strategien vor, nennen ihre Lieblingsaktien und -anleihen; sie erklären, wie sie trotz Negativzinsen und Krisen rentabel anlegen – und was Anleger in den kommenden Jahren zu erwarten haben.

Luca Pesarini, Arnoldo Valsangiacomo: Rampensau aus Wollerau

Luca Pesarini ist ein Meister der Balance von Chancen und Risiken. Und der Selbstvermarktung: Dem charismatischen Glatzkopf fliegen die Herzen der Anleger zu, man kann es so schwülstig sagen: Auf Anlegermessen wie jüngst in Mannheim füllt er mühelos 500er-Säle, darin Rentner, Zahnärzte und Ingenieure, die an seinen Lippen hängen. So mancher Entertainer kann bei Pesarini in die Lehre gehen. Interaktives Einbinden des Publikums, kleine Witze an der richtigen Stelle, Fachwissen zeigen, aber nie langweilen: Pesarini beherrscht das ganze Repertoire der Rampensau.

Welch ein Kontrast zum anderen Pesarini, dem kühlen Analysten der Firmenbilanzen und Wertpapierprospekte. Ganz nach hinten, tief hinunter an den Südzipfel des Zürichsees hat er sich verzogen, wo die Dörfer Unterägeri heißen, Samstagern und Oberägeri und sogar die Kuhställe rote Fensterläden haben. Schwyzer Voralpen: sanfte Hügel, Bimmelbahn und Schindelhaus. Man kommt kaum hin, es gibt nur einen Taxibetrieb; bei der zweiten Fahrt ist man mit dem Fahrer per Du und kriegt den Sonderpreis bis Pfäffikon. Hier in Wollerau hat er die kurzen Wege. Sein Partner und Co-Gründer Arnoldo Valsangiacomo wohnt ums Eck, ebenso seine Frau und die fünf Kinder. Mit Valsangiacomo legte er 2001 den ersten eigenen Fonds auf.

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3 Kommentare zu Geldanlage: Die besten Vermögensmanager und ihre Strategien

  • Teil II
    Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die Große Depression, die in Deutschland, trotz gigantischer Reparationszahlungen bereits anno 1935 beendet war und Deutschland zur größten Wirtschaftsmacht Europas aufgestiegen ist, die war in den USA erst 1941 mit dem Eintritt in den II.WK beendet, durch massive Aufrüstung Englands, Frankreichs und Russlands, der Zerstörung Europas und dem anschließendem Wiederaufbau.
    Damit wurde in den USA in den 50-ern und 60-ern Wohlstand geschaffen, der seitdem nie wieder erreicht wurde, nicht mal mit der Ausplünderung anderer Staaten.

    http://siggi40.de/geld-ii/ und http://siggi40.de/geld-iii/

    Analyst erwartet die größte Banken-Krise der Weltgeschichte
    03.06.2012. Raoul Pal geht davon aus, dass die Schuldenlast zu einem Crash des Weltfinanzsystems in den Jahren 2012 oder 2013 führen wird. Der Grund: 700 Billionen Dollar an Derivaten beruhen auf 70 Billionen Dollar Staatsschulden.

    Jetzt seine Ersparnisse und sein Vermögen sicher und günstig in Edelmetalle umschichten – zum Werterhalt. Und erst nach dem großen Crash, von dem wir nicht mehr all zu weit entfernt sind, Aktien kaufen von Firmen, die den Crash überlebt, bzw. umfirmiert haben – zu einem Bruchteil der derzeitigen Kosten.

    Anno 2000 hörte ich auf den besten Vermögensverwalter – meinem gesunden Menschenverstand – und wollte alle meine Fondsanteile beim DWS verkaufen. Da wurde ich von meinem „Bankberater“ so lange mit Professionalität, Fachpersonal, größte Investmentgesellschaft, Vertrauen u.s.w. belabert, dass ich meine Verkaufsaufträge wieder zurückzog.
    In den nächsten 2 Jahren machten die Profis der Deutschen Bank aus 180.000.- sagenhafte 15.000.- Euro. Ohne diese Spezialisten der Deutschen Bank hätte ich dies nie geschafft. Ehrlich. Genau so erging es Hunderttausenden, die ihren Beratern vertrauten. Man sollte nicht zweimal den selben Fehler machen und ein Leben lang nur für andere sparen, damit die in Saus und Braus leben können.

  • Jetzt Aktien kaufen – noch schneller werden Sie ihr Geld nicht los!
    Wir sind in der größten Finanzblase aller Zeiten. Prof. Steve Keen, 08.01.2010:
    Rund 80 Prozent der Tarp-Gelder, die dazu gedacht waren, die Wirtschaft zu beleben, gingen direkt in Spekulationen an den Aktienmärkten. Alleine deswegen sind die Aktienkurse so stark gestiegen. Wenn wir künftig zurückblicken, werden wir sehen, dass wir uns in der größten Finanzblase aller Zeiten befinden. Ein Grund dafür ist der Bankensektor, der völlig außer Kontrolle geraten ist.
    Und jetzt beglückt uns Draghi mit der unbegrenzten Geldvermehrung, zuvor die BoJ, um den Kollaps des bankrotten Finanzbetrugssystems nochmals a bissl rauszuschieben.
    Das Ponzi- Geldsystem ist einfach am Ende eines Zyklus angelangt. Wir brauchen ein Schulden-Reset und eine Reform der Geldordnung damit der Unsinn dann nicht von vorne beginnt.

    LONDON im Zentrum des Betrugs
    06.10.2012. London entwickelte sich in den vergangenen Monaten von der einstigen Vorzeige-Metropole zum Hauptschauplatz für Zinsmanipulationen und Anlagebetrug. Und in der Zeitung steht doch immer, dass die unser Geld verwalten und vermehren! Da habe ich bestimmt was falsch verstanden. Die klauen sich einfach unser Geld und verjubeln es. So wird da ein Schuh daraus.

    Bankster kassieren so viel wie nie. 140 MILLIARDEN DOLLAR GEHÄLTER AN DER WALL STREET 07.04.2010. http://www.bild.de/politik/wirtschaft/milliarden-gehaelter-an-der-wall-street-12124512.bild.html

    Andere sparen 30 oder 40 Jahre in Lebensversicherungen, um für das Alter vorzusorgen, den Kindern und Enkeln auch mal aushelfen zu können. Na ja, das alles is scho a Weile her! In den letzten 10 Jahren haben sich die Renditen und Auszahlungen der Lebensversicherungen halbiert, Tendenz freier Fall.

    Die gesamte Welt ist mit über 200 Billionen $ verschuldet, davon mehr als ¼ die USA, die die globale Wirtschaft ankurbeln sollen. So kann man es nachlesen, überall.

  • http://www.focus.de/finanzen/banken/banken-und-wirtschaft-in-gefahr-strafzins-aufs-konto-warum-banken-vor-der-rache-der-sparer-zittern-muessen_id_4252980.html

    +++ Der Kontoauszug ist nur eine Illusion +++
    Kontostände sind nichts anderes als Zahlungsversprechen, von denen bereits im Voraus feststeht, dass sie nicht eingehalten werden können. Vom praktischen Standpunkt her gesehen könnte man es durchaus als ungedeckten (bzw. kaum gedeckten) Scheck sehen.

    Abgesehen davon gehört das Geld auf dem Konto nicht dem Sparer sondern der Bank.
    +++ Mehr muss man dazu eigentlich nicht wissen, um zu verstehen +++

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