Geldanlage: Die besten Zertifikatetipps

Geldanlage: Die besten Zertifikatetipps

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2011 war für Anleger ein durchwachsenes Jahr, die Anlagetipps der WirtschaftsWoche landeten dennoch überwiegend im Plus

von Anton Riedl

Zertifikate sichern wertvolle Depotpositionen oder ermöglichen gezielt Wetten auf oder gegen aktuelle Trends an den Anlagemärkten. Die Empfehlungen der WirtschaftsWoche trafen oft in Schwarze.

Wie wichtig eine Depotabsicherung in unsicheren Zeiten wie 2011 ist, zeigen die Spitzenwerte unter den besten Zertifikaten: Mit Kursgewinnen von 144 bis 722 Prozent in nur wenigen Monaten stehen ausnahmslos Shortzertifikate ganz oben in der Liste. Dass diese Kursgewinne zum größten Teil auch noch aktuell bestehen, zeigt, dass diese Papiere sich nicht nur für kurzfristige Trader eignen, sondern auch für strategische Anleger.

Allerdings, die Situation dürfte sich 2012 ändern. Zwar bleibt die Gesamtlage nach wie vor unsicher, doch die Märkte haben schon deutliche Abschläge hinter sich. Jetzt noch in aller Breite auf Absicherungen und Short-Investments zu setzen, könnte sich als kontraproduktiv erweisen. Besser ist es, nur noch in akuten Phasen mit kleinen Mitteln kurzfristige Absicherungen aufzubauen. Hier eignen sich Absicherungen mit Short-Zertifikaten auf den Index besser als Optionsscheine, da Zertifikate keinen Zeitwertverlust haben und beim Durchstarten der Märkte mit geringeren Verlusten wieder aufgelöst werden können.


Abermals interessant werden - wahrscheinlich vor allem in der ersten Hälfte 2012 - Discounts und Bonuszertifikate für eine Seitwärtsbewegung. Dank hoher Volatilitäten werden diese Papiere über die eingebauten Optionen moderate bis gute Renditen abwerfen und gleichzeitig mittelgroße Schwankungen abfedern. Sollten sich die Börsen stabilisieren, werden im zweiten Halbjahr Bonuszertifikate interessanter als defensive Discounts.

Kaum aufgegangen sind im vergangenen Jahr Spekulationen auf Agrarrohstoffe und der Versuch, beim Bund-Future die Zinswende einzufangen. Agrarrohstoffe bleiben auch 2012 ein schwieriges Feld, da die großen Trends, die bis Mitte 2011 bestanden, zum größten Teil beendet wurden. Auf dem Zinsmarkt dürften die Renditen weiterhin eher niedrig sein, da die Notenbanken vor allem im ersten Halbjahr die Geldschleusen weit öffnen dürften. Wer also – etwa in Erwartung einer Inflation – auf steigende Zinsen setzt, der sollte dabei lieber Short-ETFs auf den Bund einsetzen und weniger Short-Zertifikate.

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