Spareinlagen: Deutsche Privatbanken
Die Sparmilliarden deutscher Anleger sind vielfach doppelt geschützt: Für Privatpersonen bietet die europäische Einlagensicherung Schutz. Sie garantiert eine Rückzahlung von Spargeldern bis zu 100 000 Euro pro Sparer. Es macht dabei keinen Unterschied, ob Ehepaare ein Gemeinschaftskonto oder zwei Konten führen, sie bekämen im Pleitefall bis zu 200 000 Euro zurück. Für das Geld haften die Staaten, wenn die Mittel in den nationalen Entschädigungstöpfen nicht reichen. Bei der zu Vorwerk und Oetker gehörenden akf bank, der C&A-Bank, der zu Ikea gehörenden Ikano-Bank sowie der Umweltbank gäbe es im Pleitefall nur die gesetzlich garantierten 100 000 Euro, die durch die deutsche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ausgezahlt würden.
Bei privaten Banken wie Deutsche Bank und Commerzbank sowie Tochtergesellschaften ausländischer Banken, die eine deutsche Banklizenz haben, zum Beispiel ING-DiBa, HypoVereinsbank und Santander Bank, greift ein weiterer Schutz: Für Girokonten, Spareinlagen sowie Tages- und Termingelder gibt der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ein freiwilliges Rettungsversprechen ab. Die Sicherungssumme ist utopisch hoch: Sie beträgt bei der Deutschen Postbank pro Konto (!) 1,6 Milliarden Euro, bei der HypoVereinsbank bis zu 7,1 Milliarden Euro. Der Schutz wirkt immens, ist aber – anders als das gesetzliche Versprechen – kaum einklagbar und nicht solidarisch aufzubringen bei Großpleiten. Vorsichtige teilen ihr Geld auf verschiedene Banktypen auf – Privatbank, Sparkasse, Volksbank.

Sie haben recht.
Aber legen Sie Ihre Kohlen ja nicht in einen Banktresor.
Im Falle eines Falles, haben Sie keinen Zugang mehr.
Genausowenig wie Sie schnell Ihr Geld ins Ausland transferieren können, oder Bargeld am Automaten ziehen können.
Die Bank macht dicht. (Siehe Northern Rock in GB!)
Das Prozedere steht den Griechen bevor, wenn die längst fällige Pleite eintritt.
An einem Wochenende werden alle Zugänge zu Konten und Schließfächern gesperrt, Reservegeld bereitgehalten oder alle griechischen Euro-Noten per Stempel auf Drachmen-Kurs entwertet.
Das gleiche kann auch uns blühen, wenn wir mit unserer 27%-Haftung für die 10 Billionen €uro-Schulden einstehen müssen.
Also Goldfinger, bleibe wachsam und grabe Deine Schätze im Garten ein!

Hallo liebe Heike,
wie kommen Sie darauf, daß bei der zu erwartenden Finanzkatastrophe der Einlagen-Sicherungsfonds der deutschen Banken mehr als 5-10% der Konto-Inhaber entschädigen könnte?
Bei dem geringen Eigenkapital und der niedrigen Mindestreserve?
Schon bei der Lehman-Pleite 2007 hatte der deutsche Fonds nicht genügend Mittel, um die normalen Bankkunden der Lehmann-Bank in Deutschland (nicht die Zertifikate-Inhaber) zu entschädigen.
Der Fonds wurde klammheimlich aufgestockt.
Bis heute weiß keiner, wieviel Geld im Fonds steckt.
Wenn, wie geplant, die deutschen Kontoinhaber mit ihrem Einlagenfonds auch noch für den europäischen Einlagensicherungsfonds mithaften müssen, kann man sich vorstellen, was der Club Med mit diesen Ressourcen anstellen wird.
Ganz sicher ist mein Vermögen nur, wenn ich Gold- und Silberbarren unterm Kopfkissen (oder im Garten eingegraben) habe, nur ein kleines Guthaben bei der Bank, aber ja nichts im Schließfach der Bank habe.

Die Zinsertraege/Dividenden stehen in keinem Verhaeltnis mehr zum Risiko welches man eingeht, ob auf dem Sparbuch, Anleihen, Aktien oder Fonds. Warum darauf hoffen und beten, dass eine Sparbucheinlage bis 100'000 EUR durch ein Versprechen geschuetzt ist? Die erbaermlichen Zinsen muessen dann auch noch versteuert werden. Dann lieber die Scheine in den Safe, oder gleich Kruegerand oder Kinebarren in den Safe... fuer ein Paar % im Jahr (wenn man Glueck hat) sein ganzes Kapital riskieren ist nun wirklich keine gute Idee.