Geschlechter-Debatte: Milliardär nennt Frauen schlechte Investoren

Geschlechter-Debatte: Milliardär nennt Frauen schlechte Investoren

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Wenn Frauen Kinder bekommen, sei es mit der Konzentration hin, sagt US-Milliardär Paul Tudor Jones. Mit dieser Aussage sorgte er an der Universität von Virginia für Aufregung.

„Sobald Babylippen den Busen einer Frau berührt haben – vergiss es“, sagte US-Milliardär Paul Tudor Jones bei einer Podiumsdiskussion. Kinder schadeten der Konzentration, die beim Makrohandel so wichtig sei.

Makrohandel ist nichts für Frauen. Zu diesem Schluss ist Top-Investor Paul Tudor Jones, 58, während einer Podiumsdiskussion an der Universität von Virginia gekommen. Der Vorfall liegt einen Monat zurück, doch erst am Donnerstag rechtfertigte sich der Milliardär gegenüber der Washington Post und ruderte zurück.  

„Meine Äußerungen aus dem Stegreif an der Universität von Virginia bezogen sich auf globale Makrohändler, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche abrufbereit sein müssen  und von denen nur wenige Tausend in der Welt erfolgreich sind“, hieß es in der Erklärung gegenüber der Zeitung. „Lebensereignisse, wie Geburt, Scheidung, Tod einer geliebten Person und andere emotionale Hochs und Tiefs sind Erfolgshürden in diesem speziellen Finanzfeld.“

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Tatsächlich ist der globale Makrohandel, der makroökonomische Kenntnisse erfordert und weltweite Zinstrends, politische Umbrüche, Regierungspolitiken und innerstaatliche Beziehungen analysiert, ein kompliziertes Investmentfeld – für Frauen und Männer gleichermaßen. So feinsinnig wie in seiner Erklärung drückte sich Jones in seiner Antwort jedoch nicht aus, als ein Student am 26. April fragte, welche Chancen sich für Frauen in diesem Bereich ergeben: „Sobald Babylippen den Busen einer Frau berührt haben, vergiss es.“ Denn Kinder seien Killer für die Konzentration – und gerade diese sei beim globalen Makrohandel unerlässlich.

„Jede einzelne Investmentidee, jeder Wunsch zu verstehen, was die Kurse bald steigen oder fallen lässt, all das wird überwältigt von der allerschönsten Erfahrung, etwas das ein Mann nie teilen wird, diese Art der Verbindung zwischen Mutter und Kind.“ Als Beispiel nannte er zwei Frauen, die mit ihm in den 1970ern zusammengearbeitet hatten. Sie heirateten, bekamen Kinder, und brachten seiner Meinung nach nicht mehr die nötige Konzentration für den intensiven Makrohandel mit. „Und das habe ich immer wieder passieren sehen“, sagt Jones. „Du wirst nie so viele großartige weibliche Investoren und Händler sehen, wie männliche – Punkt, Ende der Geschichte.“

Eine Studie der DAB Direktbank vom März kann dies nicht bestätigen. Das Institut verglich 480.000 Privatanleger und ermittelte, dass beide Geschlechter im Jahr 2012 im Schnitt die gleiche Rendite von 7,7 Prozent erwirtschaftet haben. Ein Blick auf die langfristige Performance der letzten vier Jahre zeigt sogar, dass Frauen einen besseres Händchen beim Anlegen haben. Frauen, die Anfang 2009 zum Beispiel 1.000 Euro angelegt hat, konnte Ende 2012 rund 1.275 Euro einstreichen. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von 6,3 Prozent. bei den Männern lag sie bei 6,0 Prozent.

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