Girokonto: Wo Sie noch kostenlos überweisen können

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Girokonto: Wo Sie noch kostenlos überweisen können

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Girokonto-Gebühren: Überweisungen auf Papier können teuer sein.

von Sebastian Kirsch

Die Negativzinsen der EZB treiben Banken dazu, ihren Kunden höhere Gebühren zu berechnen. Das kostenlose Girokonto wird zum Auslaufmodell. Wo es noch günstige Angebote gibt. Ein Vergleich.

Es scheint, als bliebe niemand verschont. „Seit die EZB Negativzinsen erhebt, haben wir die Volks- und Raiffeisenbanken, die ihre Liquidität bei uns anlegen, davor bewahrt, Negativzinsen zahlen zu müssen“, sagte Hans-Bernd Wolberg, Vorstandschef der WGZ Bank der Nachrichtenagentur dpa in einem Interview.

Bewahrt hat die WGZ Bank als Zentralbank der Genossenschaftsbanken ihre Institute vor den 0,4 Prozent Strafzins, die die Europäische Zentralbank den Banken für kurzfristige Einlagen über Nacht berechnet.

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Doch das ist vorbei: „Wir sind jetzt gemeinsam zu der Auffassung gelangt, dass wir das so nicht länger durchhalten können, ohne unsere eigene Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu ramponieren“, sagte Wolberg. Ab August werden die Strafzinsen wohl auch für die Institute der Volks- und Raiffeisenbanken Wirklichkeit. Für Kunden kann das nur eins bedeuten – höhere Kosten für ihr Konto.

Zinstief Volks- und Raiffeisenbanken drohen höhere Kosten

Das Zinstief macht den Banken zu schaffen. Die Genossenschaftsbanken wollen die Lasten nun anders verteilen. Privatkunden sollen aber weiterhin verschont bleiben.

Volks- und Raiffeisenbanken drohen höhere Kosten. Quelle: dpa

Banken können dem Zinsdruck nicht mehr standhalten. Eine Analyse der Berater der Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass sie mit einem durchschnittlichen Girokonto-Kunden mittlerweile bis zu 30 Euro Verlust pro Jahr machen.

Und so erhöhen sie bereits schrittweise ihre Gebühren – für einzelne Dienstleistungen und separate Kontobestandteile, berechnen aber Leistungen danach, ob sie am Schalter abgewickelt werden, oder kostengünstiger online. Laut BCG könnten die Institute somit 25 bis 60 Euro pro Girokonto mehr verdienen.

PremiumNullzins-Folgen Von allen Banken verlassen

Minuszinsen zwingen uns zu einem ganz neuen Umgang mit Geld: Kredite gibt es gratis, Sparer bestraft die Bank. Dagegen hilft nur eins: Kunden werden selbst zu Bankern.

Negativzins: Banken lassen Kunden allein, die müssen sich selbst helfen. Quelle: Getty Images/Stone/Zachary Scott

Doch wo bleibt bei dieser Rechnung der Kunde, der sich mittlerweile über Jahre an sein kostenloses Girokonto gewöhnt hat und im besten Falle weder fürs Abhaben von Bargeld noch für das Zahlen mit Karte Gebühren bezahlt? Müssen wir uns damit abfinden, dass es nun Geld kostet, Einkommen und Zahlungen auf dem Konto zu verwalten? Oder bleiben uns kostenlose Konten erhalten?

Kontogebühren Bloß weg mit dem Geld!

Banken zahlen Minuszinsen, das verlorene Geld holen sie sich bei Ihren Kunden über höhere Gebühren wieder. Die wehren sich – und suchen Alternativen zur Bankfiliale. Etwa im Supermarkt oder Internet.

Geld unter der Matratze: Ein Leben ohne Bank. Quelle: Getty Images

Wir haben uns einen Überblick über die aktuellen Konditionen für Girokonten verschafft. Dazu wählten wir Konten der drei größten Banken Deutschlands aus, zusätzlich Angebote von Instituten mit den meisten Filialen. Beispielhaft für Konten der Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken tauchen die Kreissparkasse Köln und die Berliner Volksbank in der Tabelle auf. Abschließend stellen wir die Konditionen denen der Onlinebanken gegenüber. Alle Konten sollten sich online abschließen lassen.

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