Gold: Auch im Crash bleibt Gold erste Wahl

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Gold: Auch im Crash bleibt Gold erste Wahl

von Frank Doll

Das neue Wertpapierkaufprogramm der japanischen Notenbank zeigt null Wirkung an den internationalen Finanzmärkten. Das könnte auch für die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) einen Vertrauensverlust einleiten. Auch ein Crash ist jetzt denkbar.

Das neue Wertpapierkaufprogramm der Bank of Japan versandete ohne nachhaltig positive Wirkung zu entfalten an den internationalen Finanzmärkten. Dafür ist der Ölpreis eingebrochen. Der vorherige Anstieg der Ölsorten WTI und Brent über ihre 200-Tage-Linien könnte sich aus charttechnischer Sicht als klassische Bullenfalle herausstellen und der Auftakt zu einem neuen deflatorischen Prozess an den Finanzmärkten sein. 

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Dort nämlich hat sich der überwiegende Teil der Investoren in Gottvertrauen auf die Notenbanken voll auf Vermögenspreisinflation eingestellt und sich entsprechend sorglos positioniert. Nur wurden Börsen bekanntlich nicht dazu geschaffen, um Menschen sorglos reich zu machen. All jene Investoren also, die sich das erhofft haben, könnten rasch entzaubert werden. Sie würden vollends auf dem falschen Fuß erwischt und wären ein potenzieller Katalysator im Falle eines Kursrutsches an den Börsen. Auch ein Crash ist deshalb jetzt denkbar.  

Möglicherweise leitet die Nullwirkung der quantitativen Lockerung in Japan einen Vertrauensverlust auch in die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ein. Ohnehin war es ziemlich naiv zu glauben, die inzwischen wieder ziemlich nah am Abgrund stehende Weltkonjunktur ließe sich durch Gelddrucken allein wieder in Schwung bringen. Auch die konjunkturelle Erholung von 2009 an war schließlich nicht das Ergebnis von geldpolitischen Übungen mit der Notenpresse, sondern die Folge von großen staatlichen Konjunkturprogrammen. 

Problem heute: Die damals aufgelegten Programme haben die Staatsschuldenquoten in den meisten Industrieländern in extreme Höhen getrieben. Das erschwert heute eine Neuauflage, weil sich privates Kapital dann noch weiter aus den Anleihemärkten zurückziehen würde. Sollten trotzdem neue Konjunkturprogramme angedacht und angeschoben werden, dann bliebe de facto nur noch die Notenpresse als Finanzierungsquelle. Die Notenbanken verabschiedeten sich in diesem Fall aber komplett von ihrer eigentlichen Daseinsberechtigung und ihrem Mandat, Geldwertstabilität zu gewährleisten.

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Denn bei einem Übergang in die unbegrenzte Staatsfinanzierung müssten sie Summen nachlegen, die ihre bisherigen Aufkaufprogramme weit in den Schatten stellten. Der Weg in Richtung unkontrollierbarer Inflation wäre damit tatsächlich besiegelt und Vertrauensverlust in Papierwährungen würde sich immer weiter beschleunigen. Am Ende dieser Entwicklung käme aber trotzdem das, was eigentlich so sehr verhindert werden soll: ein deflationärer Zusammenbruch - nur einer mit noch schlimmeren ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen.

Gut, soweit ist es noch nicht. Doch setzt sich der Ölpreisrückgang fort, wird es gefährlich für die Aktienmärkte. Anleger sollten jetzt die Renditen in den vermeintlich sicheren Anleihehäfen (USA, Deutschland) und den Preis für Silber, das klassische Inflationsmetall, genau im Auge behalten. Gehen die Renditen und der Silberpreis nach unten, erhöht sich die Gefahr eines neuen deflationären Schocks an den Weltfinanzmärkten. Nur physisches Gold, weniger die Aktien von Goldminen, bliebe in einem solchen Szenario erste Wahl.

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