Gold-Optimismus: Gold ist wieder gefragt

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Gold-Optimismus: Gold ist wieder gefragt

, aktualisiert 27. Mai 2013, 18:23 Uhr

Die Nachfrage nach Goldschmuck steigt und steigt. Besonders in den Schwellenländern scheint der Goldhunger unersättlich. Auch die Zentralbanken kaufen wieder Gold. Nur am Preis lässt sich noch kein Aufwärtstrend erkennen.

Für Gold-Fans war das erste Quartal dieses Jahres äußerst unerfreulich: Am 12. April wurden binnen kürzester Zeit rund 300 Tonnen Gold abgestoßen, der ohnehin schon niedrige Preis fiel noch einmal um fünf Prozent. Am 15. April gab es einen erneuten Preiseinbruch von 9,4 Prozent. Investoren warnten vor Gold, die, die dem Edelmetall treu blieben, büßten mit ihrem Vermögen.

Doch nur gut zehn Tage später gab der Internationale Währungsfonds (IWF) bekannt, dass sich einige Zentralbanken reichlich mit Gold eingedeckt haben. So erhöhte Serbien seine Reserven um gut eine Tonne auf 15,36 Tonnen, Kasachstan steigerte seinen Goldschatz um 1,2 auf 122,9 Tonnen, Russland kaufte 4,7 Tonnen hinzu und sitzt nun auf 981,6 Tonnen und die Türkei beschaffte 33,1 Tonnen Gold und besitzt jetzt insgesamt 408,9 Tonnen des Edelmetalls.

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Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Die größten Goldreserven hüten allerdings immer noch die USA (8.133 Tonnen), Deutschland (3.395 Tonnen) und Italien (2.451,8 Tonnen). Neben den Staaten hält auch der Internationale Währungsfonds Goldreserven in Höhe von 2.814 Tonnen. Nun kann man darüber spekulieren, ob die Zentralbanken nur ein Schnäppchen machen und Gold jetzt besonders günstig kaufen wollen oder ob andere Gründe hinter dem Goldkauf stehen. So hatte Star-Investor Marc Faber in einem Interview gemutmaßt, dass die Zentralbanken den Goldpreis künstlich in die Höhe treiben wollen - schließlich seien sie es, die das meiste Gold besitzen.

Allerdings zeigt ein Bericht des in London ansässigen World Gold Councils, dass die weltweite Nachfrage nach Goldschmuck im ersten Quartal um 12 Prozent gestiegen ist. Gerade in Indien und China sind Anleger heiß auf Gold. Die Lobby-Organisation der Goldminenindustrie schreibt weiter, dass allein die Chinesen 19 Prozent mehr Goldschmuck gekauft haben, als noch im Vorjahreszeitraum - das entspricht einem Umsatz von 185 Tonnen Schmuck. Selbst in den USA gingen sechs Prozent mehr Goldketten und Ringe über den Laden. Auch der Handel mit Münzen und Barren floriert im asiatischen Raum und den USA. Noch hat sich dieser Goldhunger allerdings nicht auf den Preis des Edelmetalls ausgewirkt: Er dümpelt immer noch bei 1395 Dollar.

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Marcus Grubb, Managing Director beim World Gold Council, ist dennoch optimistisch: "Barren, Münzen, Schmuck und der Einsatz von Gold im Technologie-Sektor machen immer noch 81 Prozent des Marktes aus." Er mache sich deshalb keine Gedanken wegen der ETF-Verkäufe im April. Der Goldmarkt an sich sei und bleibe robust, die Nachfrage seitens Indien und China steige und die Zentralbanken stocken ihre Goldreserven kontinuierlich auf. Für Pessimismus gebe es mittel- und langfristig keinen Grund.

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