Goldman manipuliert Aluminiumpreis: Aufseher, knöpft Euch die Rohstoffmärkte vor!

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KommentarGoldman manipuliert Aluminiumpreis: Aufseher, knöpft Euch die Rohstoffmärkte vor!

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Laut Recherchen der New York Times hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die Preise für Aluminium kräftig manipuliert.

von Saskia Littmann

Durch simples Hin- und Herlagern gelingt es Banken wie Goldman Sachs, Rohstoffpreise in die Höhe zu treiben. Die Finanzaufsicht muss endlich eingreifen, denn in den Rohstoffmärkten steckt zu viel kriminelle Energie.

Während die Finanzmarktaufsicht in Europa und den USA noch damit beschäftigt ist, die bisherigen spekulativen Spielfelder der Finanzbranche einzudämmen, ist die Karawane der gewieften Investmentbanken weitergezogen und hat sich ein neues Opfer gesucht. Mittlerweile konzentrieren die Banken ihre manipulativen Energien weniger auf einzelne Länder oder Unternehmen, sondern auf die Rohstoffmärkte. Dass ein Eingreifen der Aufsicht dringend nötig ist, zeigt das neueste Beispiel der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Denn Goldman treibt den Preis für Aluminium kräftig in die Höhe - einfach, indem die Investmentbank den Rohstoff ständig von einem Lagerplatz zum anderen kutschiert. Wie die New York Times berichtet, betreibt eine Goldman-Tochter in der Nähe von Detroit riesige Lagerhallen, in denen sie tonnenweise Aluminium für Kunden lagert - und dafür Miete kassiert. Täglich lässt Goldman tausende Tonnen Aluminium zwischen den einzelnen Hallen hin und her transportieren, um so den Lagerpreis in die Höhe zu treiben. Auf diese Weise streicht die Investmentbank pro Jahr viele Millionen mehr ein als normalerweise.

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Da aus den Lagerhallen etwa ein Viertel des Aluminiums kommt, welches am amerikanischen Markt verbraucht wird, wirken sich die künstlich in die Höhe getriebenen Lagerhaltungskosten auch auf den Marktpreis aus. Laut den Recherchen der New York Times macht der Preisanstieg etwa bei einer Coladose lediglich ein Zehntel eines Cents aus. Allerdings werden davon in den USA täglich tausende Dosen konsumiert. Hochgerechnet auf den gesamten Verbrauch kostete die Manipulation den amerikanischen Verbraucher über die letzten drei Jahre laut Schätzungen von Branchenexperten mehr als fünf Milliarden Dollar.

Leider hat das Beispiel von Goldman Sachs bereits Schule gemacht. Auf dem Markt für Kupfer droht das nächste Unheil, bereits 2010 legte sich Goldman-Konkurrent JP Morgan so viel Kupfer zu, dass es zu heftigen Preisausschlägen kam. Zusammen mit Goldman und dem Vermögensverwalter BlackRock setzten die Investmentprofis bei der US-Börsenaufsicht SEC durch, rund 80 Prozent des auf dem Markt verfügbaren Kupfers für ihre Investoren kaufen zu dürfen. Zwar bewegte sich der Preis für Kupfer zuletzt eher seitwärts, von Anfang 2010 bis Mitte 2011 legte der Preis für das hinter Eisen und Aluminium meistverbrauchte Metall allerdings um rund 18 Prozent zu.

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