Goldmarkt: Hochzeitssaison für Goldkäufer

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Goldmarkt: Hochzeitssaison für Goldkäufer

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In Indien ist Gold zugleich Mitgift für Brautpaare, Lebensversicherung und Altersvorsorge. In der zweiten Jahreshälfte - vor der Hochzeitssaison ab September - zieht die Nachfrage nach Goldschmuck regelmäßig deutlich an

von Frank Doll

Spekulanten, die Geld brauchen, verkaufen zeitweise massiv Goldfonds und Derivate auf Gold. Langfristig orientierten Goldanlegern bieten die dadurch ausgelösten vorübergehenden Preiseinbrüche im Goldmarkt immer wieder attraktive Kaufgelegenheiten für Barren und Münzen. Kurzfristig stabilisierend auf den Goldpreis könnte die steigende Schmucknachfrage aus Indien wirken,  dem weltweit wichtigsten Absatzmarkt für Gold.

Gegenüber seinem Rekordhoch vom vergangenen September bei 1923 Dollar pro Unze fiel der Goldpreis zwischenzeitlich um 21 Prozent, aktuell notiert die Feinunze mit 1615 Dollar noch gut 16 Prozent unter dem Allzeithoch. Das ist nicht die erste spürbare Preiskorrektur im langjährigen Goldbullenmarkt. Zumal jeder Korrektur ein steiler Preisanstieg vorauseilte. 2006 verlor der Goldpreis zwischenzeitlich 23,4 Prozent, 2008 gar 33,9 Prozent – nach vorherigen Preisanstiegen von 78 Prozent und 84,5 Prozent.

Wenn kurzfristig Liquidität beschafft werden muss, wird eben alles verkauft, auch Gold. Das betrifft weniger physisches Gold, dafür aber Gold-Futures an den Terminmärkten, wo der Goldpreis gemacht wird. Der aktuelle Rücksetzer ist deshalb noch lange keine Folge einer stark sinkenden physischen Goldnachfrage oder einer plötzlichen Angebotsschwemme. Vielmehr haben kurzfristig orientierte Finanzanleger ihre Kauf-Positionen an der Terminbörse Comex in New York in den vergangenen Monaten massiv abgebaut. Die spekulativen Netto-Long-Positionen verringerten sich seit Anfang August 2011 um 151.000 Kontrakte auf zuletzt 77.000 Kontrakte. Dieser Abbau entspricht immerhin einer virtuellen Goldmenge von 15,1 Millionen Unzen.

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Ein Verbot von Goldbesitz gab es schon einmal. Sollten Staaten noch mal Goldanlegern in die Taschen greifen, wäre es wohl eher mittels einer Steuer. Die richtige Vorsorge für den Fall der Fälle.

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Der temporäre Rückzug der Spekulanten verschafft langfristig orientierten Goldanlegern immer wieder attraktive Kaufgelegenheiten. Diese nutzen die derzeitige Preisschwäche tatsächlich wieder zum Aufbau ihrer Bestände. Die mit Barren besicherten Goldfonds etwa verzeichnen wieder steigende Zuflüsse. Die Goldbestände stiegen soeben auf einen Rekordwert von 77,6 Millionen Unzen.

Blick nach Indien

Auch die Schmucknachfrage aus Indien, dem weltweit wichtigsten Absatzmarkt für Gold, könnte in den nächsten Monaten wieder spürbar zulegen. Normalerweise greifen die indischen Schmuckhändler zu, wenn der Preis gefallen ist. Sie wollen sich eindecken, bevor er wieder steigt. Nur notiert Gold in indischer Rupie nur unwesentlich unter seinem Allzeithoch von Ende November 2011. Allein im vergangenen Jahr legte der Goldpreis in Rupie um etwa 50 Prozent zu. Belastend wirkte sich auch die massive Erhöhung der Steuern auf Goldimporte aus. Doch nachdem sich landesweit erheblicher Widerstand der indischen Schmuckhändler gegen die Einführung der Steuern formiert hatte, wurde die Steuererhöhung von der indischen Regierung inzwischen wieder zurückgenommen.

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