Goldpreis wird fallen: Die Goldblase verliert Luft

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Goldpreis wird fallen: Die Goldblase verliert Luft

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Der Ökonom Nouriel Roubini ist sich sicher, dass der Goldpreis auf 1000 Dollar fallen wird.

Dem Goldpreis werden ständig neue Höhen und Tiefen vorausgesagt. Jetzt stimmt ein amerikanischer Ökonom und Professor in die Unkenrufe ein. Und Nouriel Roubini hatte bereits mit der Immobilienblase Recht.

Im Jahr 2009 lag der Goldpreis bei rund 800 Dollar pro Feinunze, 2011 waren es 1.900 Dollar. Überzeugte Goldjünger prognostizierten einen Preisanstieg auf bis zu 5000 Dollar. "Der Ansturm auf Gold hatte alle Anzeichen einer Blase", sagt Nouriel Roubini, der an der zur New York University gehörenden Stern School of Business lehrt und einst als Berater des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten tätig war. "Jetzt verliert die Blase Luft." Er ist sich sicher, dass der Goldpreis in den nächsten anderthalb Jahren auf 1000 Dollar abrutschen wird.

Bettina Röhl direkt Gold ist die Geldanlage von gestern

Mit einem sinkenden Goldpreis umgehen lernen und dies schneller als der Rest der Welt, das ist die Gewinnerstrategie. Und dies ganz unabhängig vom aktuellen Preisverfall des Goldes.

Gold ist in die Sprache eingedrungen, die das Denken bestimmt. Quelle: REUTERS

Dementsprechend wenig hält er davon, einen Großteil des eigenen Vermögens in Gold anzulegen. "Gold kann - gerade in Krisenzeiten - sehr volatil sein", sagt der Wirtschaftsexperte. Spitzen nach oben gebe es jedoch nur in einem Umfeld politischer und finanzieller Spannungen. Geht es der Wirtschaft gut, ist der Goldpreis eher im Keller. Gerade wenn sogar die Sicherheit der Ersparnisse bezweifelt werden muss, geht der Preis nach oben. Außerdem entwickele sich der Preis am besten, wenn es ein hohes Inflationsrisiko gebe. Das verhindern derzeit aber die Notenbanken mit allen Mitteln. "Die weltweite Inflation ist sehr niedrig und fällt noch tiefer", sagt Roubini.

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Außerdem gibt er zu bedenken, dass Gold kein Einkommen generiere, außer, wenn man es verkauft. Es gibt keine Ausschüttungen und keine Dividenden. Wer sich Gold kauft, kann es also folglich nur bunkern und auf die nächste Krise hoffen, die den Preis treibt. Nicht einmal zahlen könne man mit dem Edelmetall, weshalb es eine der wichtigen Funktionen einer Währung nicht erfüllt. Das einzige, wogegen Gold als Schutz nützlich sei, seien Angst und Panik.

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Man kann nun Roubinis Ansicht für reinen Pessimismus und Miesmacherei halten. Allerdings hat der frühere Berater der Weltbank und des IWF mit seinen düsteren Prognosen bereits mehr als einmal Recht behalten. So hatte er unter anderem vor der Gefahr warnte, dass die amerikanische Immobilienblase platzen und eine Weltwirtschaftskrise auslösen könnte.

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