Griechischer Schuldenschnitt: Kein Verlustausgleich für Hedgefonds

Griechischer Schuldenschnitt: Kein Verlustausgleich für Hedgefonds

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Hedgefonds hatten gehofft, den Schuldenschnitt Griechenlands ohne Verluste zu überstehen

Investoren, allen voran Hedgefonds, die auf eine Entschädigung für den Schuldenschnitt zugunsten Griechenlands spekuliert haben, gehen leer aus. Trotzdem: Hedgefonds verdienen wieder prächtig.

Viele Investoren haben sich verspekuliert: Sie werden für ihre Verluste bei einem Schuldenschnitt in Griechenland vorerst doch nicht durch ihre Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) entschädigt. Der Internationale Derivateverband (ISDA) entschied in London, dass der Verzicht privater Gläubiger, auf den sich die Regierung mit Bankvertretern geeinigt hat, kein sogenanntes Kreditereignis darstellt. Und das wäre nötig gewesen, damit die CDS-Versicherung greift.

Kein Geld für Hedgefonds - vorerst

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Das trifft professionelle Anleger, die sich gegen einen Ausfall der Anleihen abgesichert hatten. Die Summe, die bei einem Kreditereignis fällig geworden wäre, gilt mittlerweile allerdings als überschaubar. Das Volumen aller CDS auf griechische Staatsanleihen hatte zuletzt nur noch 3,25 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) betragen. Auch die Ansteckungsgefahren für das Finanzsystem sind Experten zufolge damit nicht mehr so groß wie vor einem Jahr. Die Entscheidung in dem aus 15 Mitgliedern bestehenden Ausschuss sei einstimmig gefallen, erklärte der Verband. Er ließ sich aber eine Hintertür offen: Die Lage in Griechenland könne sich immer noch ändern - je nachdem könne sich dann immer noch ein Kreditereignis ergeben, durch das die CDS fällig würden.

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Die Situation könnte sich zum Beispiel ändern, wenn Griechenland seine Investoren tatsächlich zum Schuldenschnitt zwingt. Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte Athen ein Gesetz verabschiedet, das die Möglichkeit eröffnet, alte Anleihen rückwirkend mit Umschuldungsklauseln auszustatten. Auf diese Weise könnte eine Minderheit von Investoren zum Forderungsverzicht gezwungen werden, sofern mindestens zwei Drittel sich freiwillig daran beteiligen. Um sich vor einem eventuellen zwangsweisen Schuldenschnitt zu schützen, erhalten die Notenbanken der Eurozone neue Anleihen mit geänderten Wertpapierkennnummern. Dadurch werden sie quasi in den Status vorrangiger Gläubiger gegenüber privaten Investoren erhoben, was allerdings umstritten ist. Der Derivateverband ISDA hatte zu entscheiden, ob dies ausreicht, um CDS fällig werden zu lassen.

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