Größte US-Bank: JPMorgan zahlt im Hypothekenstreit wohl 13 Mrd Dollar

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Größte US-Bank: JPMorgan zahlt im Hypothekenstreit wohl 13 Mrd Dollar

Sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise muss die größte US-Bank JPMorgan offenbar mit einer Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar für dubiose Hypotheken-Geschäfte büßen.

Das Geldhaus habe sich mit dem Justizministerium und anderen US-Behörden auf die Zahlung dieser Summe geeinigt, sagte ein Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung für diese vorläufige Pauschallösung sei bei einem Telefonat zwischen JPMorgan-Chef Jamie Dimon und Justizminister Eric Holder am Abend zuvor gefallen. Es wäre der bislang höchste Vergleich eines US-Unternehmens mit der Regierung. Wird die Einigung verbindlich, müsste JPMorgan tiefer in die Tasche greifen als erwartet: Bislang war von elf Milliarden Dollar die Rede. JPMorgan und das Justizministerium wollten sich zunächst nicht dazu äußern.
Die Einigung umfasst der "New York Times" zufolge neun Milliarden Dollar an Strafzahlungen. Vier Milliarden Dollar sollen zusätzlich als Hilfen für klamme Hausbesitzer fließen. Dazu gehört auch ein Deal mit der Immobilienbehörde FHFA wegen des Verkaufs minderwertiger Hypotheken-Papiere, wie eine mit den Gesprächen vertraute Person sagte. Eine vollständige Befreiung der Bank von einer strafrechtlichen Verantwortung sei damit allerdings nicht verbunden. Auch die Deutsche Bank muss sich wegen vergleichbarer Fälle juristisch verantworten.

Strompreis-Manipulation JPMorgan zahlt 410 Millionen Dollar Strafe

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat eine Strafzahlung in Höhe von 410 Millionen Dollar wegen der Manipulation von Strompreisen in den Jahren 2010 und 2011 akzeptiert.

Das Logo der JPMorgan Chase Bank in New York. Die Bank muss eine Millionenstrafe zahlen. Quelle: dpa

Bei den Streitigkeiten geht es um riskante Geschäfte mit schlecht abgesicherten Hypotheken, die als Auslöser der Finanzkrise gelten. JPMorgan werden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten vorgeworfen, die von 2005 bis 2007 und damit aus Zeiten vor der Krise herrühren. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden viele mit Hypotheken besicherten Wertpapiere aber weitgehend wertlos. Die Besitzer machten hohe Verluste und die Krise nahm ihren Lauf. Viele Institute gerieten in finanzielle Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. In dem Fall von JP Morgan stammen die meisten Hypotheken-Papiere aus dem Bestand der Institute Bear Stearns und Washington Mutual, die in der Krise in Schieflage gerieten und die dann beide von dem Branchenprimus auf Betreiben der US-Regierung übernommen wurden.

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