Gute Kaufgelegenheit für Schnäppchenjäger: Welche US-Aktien hohe Qualität zu kleinem Preis bieten

Gute Kaufgelegenheit für Schnäppchenjäger: Welche US-Aktien hohe Qualität zu kleinem Preis bieten

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Die Wall Street leidet unter dem Sparen der Amerikaner. Doch wie schlimm sieht es wirklich aus?

Die jüngsten Kursschwankungen sorgten teilweise für panikartige Verkäufe, auch an der Wall Street. Dadurch sind gute Aktien günstig auf den Markt gekommen. Wo Anleger zugreifen dürfen.

Die Märkte unterliegen derzeit heftigen Stimmungsschwankungen, wie der reinste Teenager. Der Dow Jones Industrial Index verlor allein im Oktober zwischenzeitlich 6,5 Prozent. Und es hätte noch viel schlimmer kommen können. Besorgniserregend ist vor allem, dass die Verkäufe panikartige Formen annahmen. Als Anlass für die Flucht zum Ausgang wurden alle möglichen Gründe genannt, vom langsamen Wachstum in Europa bis hin zur möglichen weltweiten Ausbreitung von Ebola.

Panik führt fast immer zu schlechten Entscheidungen – in diesem Fall zu wahllosen Verkäufen. Die Anleger stoßen Aktien ab, ohne zu überlegen, ob sich die Rahmenbedingungen für die Unternehmen wirklich verschlechtert haben. „Viele schütten sprichwörtlich das Kind mit dem Bade aus“, sagt Tobias Levkovich, Chefstratege der Citigroup, „es wird viel Qualität zu Schleuderpreisen verkauft.“

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Beispielhaft der Dow Jones: Jede einzelne der 30 Aktien im Blue-Chip-Index hat im Oktober verloren – Unternehmen so unterschiedlich wie der Chipproduzent Intel und der Getränkehersteller Coca-Cola. Im Standard & Poor’s Index, der 500 Unternehmen umfasst, sind 90 Prozent der Aktien unter Wasser. Auch ein Blick über die amerikanischen Grenzen hinaus bot keinerlei Trost, da jeder einzelne der großen Indizes in den roten Bereich rutschte – der deutsche Leitindex Dax etwa radierte in den ersten Oktobertagen die gesamten bisherigen Jahresgewinne aus.

Immer der Herde nach

Anlage-Profis haben ein Maß, mit dem sie den Grad der Willkür solcher Abverkäufe messen. Es nennt sich Korrelation und beschreibt die Tendenz von Wertpapieren, sich innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens in die gleiche Richtung zu bewegen. In guten Zeiten nimmt die Korrelation für gewöhnlich ab, weil sich die Anleger Zeit nehmen, zu verstehen, was den Kurs einer bestimmten Aktie treibt.

Diese Situation hatten wir bis September, als Daten der Citigroup zufolge die Korrelation zwischen den 50 größten Aktien im S&P 500 und dem Index selbst auf nur 18 Prozent fiel. Aber wenn es die Anleger mit der Angst zu tun bekommen, tätigen sie häufig zuerst Verkäufe und stellen erst danach die Fragen. Das lässt die Korrelation auf Spitzenwerte klettern – so geschehen in der Vorwoche, als dieser Maßstab auf nahezu 70 Prozent anstieg.

Absturzgefahr an den Börsen "Risikoarme Marktsegmente sind eine Illusion"

Heinz-Werner Rapp, Investment-Chef beim Vermögensverwalter Feri, sieht viel größere Gefahren am Anleihen- und Aktienmarkt, als viele Profi-Investoren berechnen. Schuld ist ein Paradox.

Heinz-Werner Rapp, Chefanlagestratege der Vermögensberatung Feri, sieht hohe, weitgehend ignorierte Risiken an den Börsen. Quelle: PR

Ein ähnliches Herdenverhalten erlebten wir zuletzt 2013 mit dem sogenannten Taper Tantrum, den panikartigen Verkäufen nach der Ankündigung der US-Zentralbank Fed, sie wolle bald beginnen, ihr Anleihenaufkaufprogramm zurückzufahren. Der S&P 500 fiel in der Folge in nur vier Wochen um fast fünf Prozent. Im Nachhinein hat der Absturz mutigen Anlegern Kaufgelegenheiten eröffnet.

Billige Schätze

Das könnte auch diesmal so sein. Sean Darby zumindest, Aktienstratege bei der US-Investmentbank Jefferies, hat sich schon auf die Suche nach Unternehmen gemacht, deren Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bei gleichzeitig nicht rückläufigen Gewinnprognosen unter den fünfjährigen Durchschnitt gefallen sind. Mit anderen Worten: die im Oktober-Schlussverkauf mit unter die Räder kamen, ohne dass sich an ihrem fundamentalen Geschäft etwas zum Schlechten geändert hätte.

Unter den Unternehmen, die aus seinem Screening hervorgingen, waren der Biotechnologieriese Gilead Sciences, dessen Aktie im Oktober kurzzeitig elf Prozent billiger wurde, obwohl die Analysten ihre Gewinnschätzungen sogar nach oben revidierten, der Versicherer Prudential, dessen Aktienkurs 16 Prozent fiel, und der Krankenversicherer WellPoint, dessen Aktie jüngst satte 25 Prozent einbüßte.

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Ebenso auf diese Liste schaffte es eine Reihe von US-Eisenbahnunternehmen, darunter Norfolk Southern, Union Pacific und CSX Corp., die gerade von Canadian Pacific Railway eine Fusionsofferte erhielt. CSX lehnte das Angebot zwar zunächst ab, doch das beeindruckte die Anleger nicht wirklich; sie trieben den Kurs der Aktie um 13 Prozent höher.

Das Seltsamste an dem Angebot: Es gab in den USA keine Fusionen von Eisenbahnunternehmen, seit der U.S. Surface Transportation Board (STB) im Jahr 2000 ein Moratorium verhängte. Es ist daher völlig unklar, ob die Regulierungsbehörde die Fusion durchwinken würde. Heißt das, die Anleger sollten CSX meiden? Nicht unbedingt. Allison Landry von Credit Suisse meint, CSX könne 2015 dank höherer Preise ein Umsatzwachstum von 15 Prozent schaffen, nachdem das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Wachstumsraten im einstelligen Bereich verzeichnet hatte. Wenn sie recht hat, könnte der Kurs auf 38 Dollar klettern.

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