Harvard-Studie: Die Langzeiteffekte aktivistischer Hedgefonds

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Harvard-Studie: Die Langzeiteffekte aktivistischer Hedgefonds

von Martin Seiwert

In den USA haben aktivistische Hedgefonds ein grauenvolles Image. Eine aktuelle Harvard-Studie belegt, dass sich das Bild aktiver Investoren langsam wandelt.

In den USA haben aktivistische Hedgefonds ein grauenvolles Image. In der Bevölkerung gelten sie als raffgierige Cost Cutter, in den Topetagen der Unternehmen als  latente Bedrohung für die Firma und den eigenen Job. In das Visier aktivistischer Investoren zu geraten, gehört zu den größten Ängsten amerikanischer Topmanager.

Doch drei Jahrzehnte nachdem rabiate „Raider“ erstmals in den USA für Furore sorgten, wandelt sich das Bild aktiver Investoren – zumindest in Fachkreisen. „Aktivistischer Investor ist neuerdings kein Schimpfwort mehr“, notierte die New York Times im Januar. Die Methoden der Firmenjäger seinen präziser geworden und ihre Einmischung werde zunehmend positiv gesehen, „als ein Wachrütteln von festgefahrenen Unternehmen.“ Selbst Mary Jo White, die bissige und furchtlose Chefin der US-Börsenaufsicht SEC, schlägt milde Töne gegenüber den aktiven Investoren an: „Das schlechte Bild dieser Investoren hat seine Wurzeln in den Raiders der 80er Jahren, aber das ist nicht unbedingt die gegenwärtige Sicht und sicherlich nicht die einzige Sichtweise.“

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Quelle: AP

Eine aktuelle Harvard-Studie belegt, dass das Bild des kurzsichtigen, destruktiven Firmenjägers offenbar nicht mehr als ein Klischee ist. Lucian Bebchuk, Professor für Recht und Finanzen an der Harvard Universität, hat im vergangenen Jahr rund 2000 Interventionen von Hedgefonds im Zeitraum 1994 bis 2007 untersucht. In den ersten fünf Jahren nach den Attacken, so sein Fazit, waren die Unternehmen deutlich leistungsfähiger und stabiler als zuvor. „Aussaugen und Weiterziehen“ – für diese angebliche Heuschrecken-Strategie fand Bebchuk „keine Belege“ und empfiehlt: „Gesetzgeber und Investoren sollten Behauptungen zurückweisen, dass Interventionen von aktiven Investoren kostspielig für Unternehmen sind und die langfristig ausgerichteten Aktionäre schädigen.“

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