Heimische Wirtschaft: New Yorker Fed-Chef sieht US-Konjunktur optimistischer

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Heimische Wirtschaft: New Yorker Fed-Chef sieht US-Konjunktur optimistischer

Der einflussreiche US-Notenbanker William Dudley hat sich zuversichtlicher als bisher über die Aussichten der heimischen Wirtschaft gezeigt.

"Ich muss zugeben, dass ich hoffnungsfroher werde", sagte der Vertraute des scheidenden Fed-Chefs Ben Bernanke am Montag bei einem Auftritt am New Yorker Queens College. Er verwies auf die Erholung auf dem Arbeitsmarkt im Oktober und auf die Wirtschaft insgesamt, die im dritten Quartal stärker zulegte als erwartet. Im kommenden Jahr und vor allem 2015 werde das Wachstum zunehmen, fügte der Präsident der New Yorker Notenbank hinzu. Zugleich verteidigte Dudley das milliardenschwere Programm zum Kauf von Staatsanleihen.
Der Nutzen dieser Maßnahmen übersteige ihre Kosten, sagte Dudley auf Nachfragen von Zuhörern hin. Auch gebe es keine Anzeichen für eine beunruhigende Blasenbildung. Die US-Zentralbank kauft jeden Monat Staatsanleihen und Hypothekenpapiere für 85 Milliarden Dollar, um die Finanzierungskosten für Unternehmen und Privatleute zu senken. So soll die Wirtschaft unterstützt werden.
Dudleys Bemerkungen könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Fed ihr Anleihenkaufprogramm früher als gedacht zurückfährt. Der Notenbanker sagte aber auch, dass seine Einschätzung in hohem Maße unsicher sei. Dudley ist im Offenmarktausschuss der Fed stimmberechtigt und gilt als einer der bekanntesten Vertreter einer ultralockeren Geldpolitik. Die Währungshüter kommen das nächste Mal am 17. und 18. Dezember zusammen.

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Der in diesem Jahr nicht stimmberechtigte Chef der Notenbank von Philadelphia Charles Plosser blies dagegen in ein anderes Horn als sein New Yorker Kollege: Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Wirtschaft insgesamt lege nahe, aus den Bondkäufen auszusteigen. Konkret schlug Plosser am Montag vor, eine bestimmte Volumengrenze festzulegen und die Anleihen-Käufe einzustellen, wenn diese Summe für Bonds ausgegeben worden sei. Die Fed dürfe nicht länger improvisieren und ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.
Unterdessen zeigte eine Studie der Notenbank von San Francisco, dass die Federal Reserve die Märkte vom langfristigen Charakter ihrer Niedrigzinspolitik überzeugt hat. Anleger, Händler und Ökonomen erwarteten keine Zinserhöhung vor Mitte 2015, heißt es in der auf Umfragen und der Interpretation von Renditen auf US-Staatsanleihen basierenden Untersuchung. Die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass auf absehbare Zeit nicht an der Zinsschraube gedreht wird, gehört zur Fed-Strategie der ultralockeren Geldpolitik. So will sie Unternehmen zu Investitionen und Neueinstellungen ermutigten.

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