
WirtschaftsWoche: Sie gehören ja dank der "Twilight"-Filme zu den Großverdienern der Filmbranche.
Pattinson: Dass Sie sich da aber mal nicht irren. Das ist weit übertrieben.
Aber Ihnen müssen ausreichend Mittel zum Investieren zur Verfügung stehen. Welche Prinzipien verfolgen Sie dabei?
Ich habe keine, weil ich im Geldausgeben nicht besonders gut bin. Ebenso wenig beim Investieren. Ich habe da einfach keine Ahnung. Okay, ich habe in ein Haus investiert, aber das nutze ich kaum, weil ich so viel auf Reisen bin.
Immobilien sind doch eine vernünftige Wertanlage.
Ja, aber ich denke nicht so. Die ganze Finanzwelt ergibt für mich keinen Sinn. Lediglich dann wenn alles schief geht. Denn ihre Kategorien sind absolut absurd. Das beruht nur auf Gaukelbildern. Warum soll ein Facebook auf einmal über 100 Milliarden Dollar wert sein?
Sinnigerweise spielen Sie jetzt in Ihrem aktuellen Film "Cosmpolis" ein Investment-Genie. Waren Sie sich der Relevanz dieser Geschichte bewusst?
Jeder, der den Film sieht, meint, er würde vom Fall des Kapitalismus handeln. Aber als wir ihn drehten, da dachte keiner an so etwas. Für uns handelte der Film von der Absurdität der Macht im Allgemeinen. Der Protagonist müsste nicht zwangsläufig ein Finanzhai sein. Aber sinnigerweise begann die "Occupy Wall Street"-Bewegung genau zu der Zeit. Und die Film-Szenen, die die Aufständischen zeigen, waren wie ein Spiegelbild der Ereignisse.
- Seite 1: "Die Finanzwelt ergibt keinen Sinn"
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