Bild: obsHürde 1: Das Leben genießen
Lieber ausgehen als zuhause hocken
In jungen Jahren sind die Prioritäten ganz andere als in späteren Jahren, belegt eine Online-Umfrage der GfK.
Frage: Wenn Sie einmal an Ihre aktuelle Situation denken: Welche Bedeutung haben die folgenden Aspekte heute in Ihrem Leben? Partnerschaft - Leben genießen - Berufliche Karriere - Eigene Kinder - Absicherung im Alter - Eigenes Haus.
Ergebnis: „Partnerschaft“ und „Leben genießen“ sind für 20- bis 30-Jährige heute die wichtigsten Lebensziele. Beide Aspekte kommen jeweils auf knapp ein Viertel. Berufliche Karriere und Kinder folgen mit deutlichem Abstand, Altersvorsorge und ein Häuschen liegen am Ende der Rangliste.
Bild: gmsLieber flirten als sich binden
Mit wem wohnen die jungen Leute heute? 45 Prozent der jungen Leute lebten in einer Partnerschaft ohne Kind, ein Viertel lebe allein, heißt es in einer aktuellen Allianz-Studie. Wohngemeinschaften sind dagegen out: Nur fünf Prozent der Befragten nannten diese Möglichkeit. Beliebter sind da noch die eigenen Eltern, die auf 11 Prozent kommen.
Bild: dpaLieber mieten als kaufen
Eine Mietwohnung ist gut geeignet für junge Leute, die sich noch nicht binden wollen und lieber ihr Leben genießen möchten. Wie wohnen Sie derzeit? Das fragte die GfK Marktforschung im Auftrag des Versicherers Allianz 2155 junge Leute: Frauen und Männer, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind, eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung besitzen und berufstätig sind. Das Ergebnis: Knapp drei Viertel der Befragten wohnen derzeit zur Miete. Ein eigenes Haus besitzen nur 14 Prozent.
Bild: dpaHürde 2: Vom anderen Leben träumen
Süße Kinder
Wer Kinder hat oder möchte, geht den Nestbau früher an. Befragt man junge Leute, die bereits konkret das eigene Heim planen, so zeigt sich: Immobilienplaner wohnen viel häufiger mit Kindern zusammen. Diejenigen, die sich nicht nur für eine eigene Immobilie interessieren, sondern bereits konkrete Vorstellungen davon haben, leben mehrheitlich mit ihrem Partner (54 Prozent) oder mit Partner und Kind (19 Prozent) zusammen.Im Bild: Die elf Kinder der Eltern Ronny Reinhard und Partnerin Simone stehen in ihrer Wohnung in Leipzig am Bett ihres vor kurzem geborenen 12. Geschwisterchens Nick.
Bild: dpaFreistehendes Haus
Von der eigenen Traum-Immobilie hat jeder Vierte, für den ein Eigenheim in Frage kommt, schon konkrete Vorstellungen: Die meisten wünschen sich ein freistehendes Einfamilienhaus (36 Prozent), ergab die Studie.
Bild: gmsGroßer Garten
In einem großen Haus wollen die jungen Leute zusammen mit ihrer Familie wohnen (47 Prozent) und im Garten Obst und Gemüse anbauen können (36 Prozent) – am liebsten in Stadtrandlage (20 Prozent), ergab die GfK-Studie. Fast jeder Zweite (48 Prozent) der Befragten hält dieses Wohnziel auch für realistisch.
Bild: dpaHürde 3: Sein Leben ändern
Heiraten
45 Prozent der jungen Leute leben in einer Partnerschaft ohne Kind, ein Viertel lebt allein. Immer mehr Paare leben dabei ohne Trauschein zusammen, stellt der Bayerische Notarverein fest. Und erwerben oder halten gemeinsam Grundbesitz. Solange die Zweisamkeit währe, ergäben sich in der Regel keine Probleme. Aber was ist im Fall der Trennung? Oder wenn einer der Partner stirbt? Anders als bei Ehegatten bestehen für unverheiratete Paare keine ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmungen. Wer hier Probleme vermeiden wolle, sollte schon beim Erwerb der Immobilie eine vertragliche Vereinbarung treffen, raten Notare. Unter Umständen reiche eine Vereinbarung aus, die sich nur auf den Grundbesitz bezieht. Manchmal empfehle sich auch ein umfassender Partnerschaftsvertrag, in dem alle Bereiche des Zusammenlebens - wie gemeinsames Vermögen, Haushaltsführung, Unterhalt und Versorgung - geregelt werden können. In jedem Fall könne dies viel Ärger, Zeit und Geld ersparen.
Kein Problem sei übrigens eine spätere Heirat. Diese mache eine Vereinbarung jedoch nicht entbehrlich. Denn nach den gesetzlichen Vorschriften für die Ehescheidung werde nur das während der Ehezeit erworbene Vermögen aufgeteilt.Im Bild: Hochzeitspaare aus China posieren in Füssen (Schwaben) an einem Oldtimer. 15 Paare aus China gaben sich in Füssen gemeinsam das Hochzeitsversprechen.
Bild: gmsKinder kriegen
Oft liefern Kinder den letzten Anstoß, ein Häuschen mit Garten zu kaufen. Statt in der Wohnung sollen die Kleinen lieber im eigenen Garten rumtoben, so der Gedanke vieler Eltern. „Haben gerade unser Ziel erreicht: ein größeres Haus mit Garten und ich steh zu unserem Spießertum“, schreibt eine Mutter im Internetportal Netmoms. „Denn Miete zahlen und sich ständig nach anderen richten müssen, beengte Verhältnisse.....auch nicht gerade die "große Freiheit". Ich freue mich auf unser Nest!“
Bild: dpaUmziehen
So schnell wie möglich ab ins Eigenheim: Jeder Dritte, für den der Erwerb einer Immobilie in Frage kommt, möchte innerhalb der nächsten fünf Jahre in die eigenen vier Wände ziehen, ergab die Studie der Allianz. Bei denen, die bereits konkret planen, soll es noch schneller gehen: Von ihnen rechnen 34 Prozent mit dem Kauf ihres Eigenheims schon binnen drei Jahren.Um sich seine Wohnwünsche zu erfüllen, würde jeder zweite Bundesbürger ab 18 Jahren seinen Wohnort wechseln. Die Umzugsbereitschaft ist bei jüngeren Deutschen (18 bis 29 Jahre) mit 74 Prozent besonders ausgeprägt. Allerdings: Mieten und Kaufpreise seien mancherorts auf einem hohen Niveau, ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) weiter. Für viele, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind, stelle dies das größte Problem dar: Ein Viertel der wohnungssuchenden Deutschen habe seine Umzugspläne gekippt. Knapp ein Fünftel der Deutschen (17 Prozent) suchten trotzdem weiter, auch wenn dies immer schwieriger werde.
Bild: gmsHürde 4: Das Eigenkapital
Kleine Beträge sparen
Schon heute spart bald die Hälfte (49 Prozent) der 20- bis 30-Jährigen, die sich für eine eigene Immobilie interessieren, regelmäßig für die eigenen vier Wände – im Durchschnitt 330 Euro im Monat. Bei den Planern sind es gut 400 Euro monatlich. Experten raten, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Rund 20 Prozent Eigenkapital halten viele für eine gute Grundlage, wenn man eine Immobilie kauft. Wenn noch mehr eigene Mittel eingesetzt werden, wäre das noch besser. Denn dann sind Käufer womöglich ihre Schulden früher wieder los.
Hürde 1: Das Leben genießen
Lieber ausgehen als zuhause hocken
In jungen Jahren sind die Prioritäten ganz andere als in späteren Jahren, belegt eine Online-Umfrage der GfK.
Frage: Wenn Sie einmal an Ihre aktuelle Situation denken: Welche Bedeutung haben die folgenden Aspekte heute in Ihrem Leben? Partnerschaft - Leben genießen - Berufliche Karriere - Eigene Kinder - Absicherung im Alter - Eigenes Haus.
Ergebnis: „Partnerschaft“ und „Leben genießen“ sind für 20- bis 30-Jährige heute die wichtigsten Lebensziele. Beide Aspekte kommen jeweils auf knapp ein Viertel. Berufliche Karriere und Kinder folgen mit deutlichem Abstand, Altersvorsorge und ein Häuschen liegen am Ende der Rangliste.
Seit der Finanzkrise hat ein Ansturm auf Immobilien eingesetzt. Die Menschen fürchten, dass ihr Geld bald weniger wert sein wird. Deshalb stecken sie es lieber in Beton und Steine. Die Flucht ins Eigenheim nimmt zum Teil absurde Formen an. Um ein Haus in begehrter Lage zu ergattern, sind Käufer bereit, extreme Preise zu zahlen. Ob das eine gute Idee ist, wird sich jedoch erst Jahre später zeigen, beim Verkauf. Die Risiken einer Immobilie – etwa Finanzierung oder Nebenkosten – werden oft außer Acht gelassen.
Bei Aktien ist es genau umgekehrt. Hier schauen die Deutschen vor allem auf die Risiken. Kursschwankungen schrecken viele ab. Schließlich hat die Aktie einen Preis, der sich täglich verändert. Dass viele Aktien nach wie vor unterbewertet sind, wird gerne übersehen. „Dass Aktienkurse schwanken, ist kein Grund, nicht zu investieren; auch die Preise von Immobilien schwanken stark - allerdings sieht man es dort nicht jeden Tag“, sagt Privatbankier Friedrich von Metzler.
Dabei lassen sich die Vorteile von Immobilien und Aktien kombinieren: Mit Immobilienaktien können Anleger vom Immobilienboom profitieren, ohne gleich ein Haus zu kaufen. Der Vorteil: Schon mit kleinem Geld kann man einsteigen, und jederzeit wieder aussteigen. Zugegeben, ein Ersatz für die eigenen vier Wände ist das nicht. Aber als Geldanlage oder als Schutz vor Inflation können börsennotierte Immobilien-AGs durchaus interessant sein.
Preisentwicklung bei Wohnimmobilien seit der Eurokrise
Berlin
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1899 Euro*
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 24 Prozent* Kriterien: Durchschnittsimmobilie, 30 Jahre alt, gepflegter Zustand
Bremen
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1180 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 10 ProzentDortmund
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1252 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 1 ProzentDresden
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1692 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 19 ProzentDüsseldorf
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2237 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 21 ProzentErfurt
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1718 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 15 ProzentEssen
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1243 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 0 ProzentFrankfurt
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2427 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 17 ProzentFreiburg
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2625 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 28 ProzentHamburg
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2464 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 30 ProzentHannover
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1479 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 16 ProzentKiel
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1506 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 16 ProzentKöln
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1994 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 17 ProzentLeipzig
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1426 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 7 ProzentMagdeburg
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 889 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 8 ProzentMainz
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1805 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 8 ProzentMannheim
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1788 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 13 ProzentMünchen
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 3692 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 33 ProzentNürnberg
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 1827 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 22 ProzentStuttgart
Preis pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2012: 2346 Euro
Veränderung seit dem zweiten Quartal 2009: + 15 Prozent
„Zwei Aspekte sprechen für deutsche Immobilienaktien. Erstens weisen viele von ihnen nachhaltig hohe Dividendenrenditen aus. Zweitens besteht Potenzial auf Wertsteigerung“, sagt Markus Steinbeis, Leiter Fondsmanagement der Vermögensverwaltung Huber, Reuss & Kollegen.
Eine Immobilienaktie ist nichts anderes als ein Anteilsschein an einem Unternehmen, das sein Geld mit Immobilien verdient. Was viele abschreckt, ist eigentlich der große Vorteil: der Wert einer Immobilien-AG lässt sich jeden Tag am Börsenkurs ablesen; anders als bei Immobilienfonds, bei denen einmal im Jahr ein Sachverständiger vorbeikommt, um den Bestand zu bewerten.
Am deutschen Aktienmarkt ist eine Vielzahl dieser Firmen gelistet, zu den größten zählen Deutsche Wohnen, Gagfah, Deutsche Euroshop oder GSW Immobilien. Sie sind im MDax vertreten, dem Index der Deutschen Börse für die mittelgroßen Aktien. Demnächst kommt TAG Immobilien hinzu, der Aufstieg in den MDax ist bereits besiegelt.
Anleger sollten sich das Geschäftsmodell genau anschauen. Das kann sich von Fall zu Fall sehr unterscheiden: Die einen investieren in Wohnungen, andere setzen auf Büroimmobilien, wieder andere bauen Einkaufszentren; die einen leben von Mieteinnahmen, die anderen verdienen, indem sie Objekte günstig kaufen und teurer verkaufen.
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