Investmentfonds: Was die Deutschen über Geldanlage wissen

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Investmentfonds: Was die Deutschen über Geldanlage wissen

Während im Umfeld der Finanzkrise bei Investoren die große Unsicherheit herrschte, wissen die Deutschen über Geldanlagethemen mittlerweile recht gut Bescheid. Trotzdem wünschen sie sich frühzeitige Aufklärung über Finanzthemen - am besten schon in der Schule.

Seit acht Jahren stellt der Vermögensverwalter AXA Investment Managers (IM) das Finanzwissen der Deutschen auf die Probe. Während der Finanzkrise diagnostizierten die Anlageexperten den Deutschen eine starke Verunsicherung, die sich nur langsam legte. Noch im Jahr 2012 fühlten sich die Deutschen in Bezug auf Investmentfonds immer noch unzureichend informiert und forderten eine bessere und vor allem frühzeitige Finanzbildung. Nun hat AXA IM erneut die Finanzbefragung beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest in Auftrag gegeben und festgestellt:

Das Wissen der Deutschen über Investmentfonds ist wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise gestiegen: Erstmals seit 2008 liegt der AXA-IM-Wissensindex wieder bei einem Wert von 50. "Es zeigt sich eine Trendwende von einer deutlichen Unsicherheit in der Krise hin zu neuem Selbstbewusstsein in punkto Finanzwissen", sagt Karin Kleinemas von AXA IM. "Die Deutschen wissen mehr über Finanzthemen und trauen sich in diesem Bereich auch wieder mehr zu", ist sie sich sicher.

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Die wichtigsten Fondstypen im Überblick

  • Aktienfonds

    Wie der Name schon sagt, legen diese Investmentfonds in Aktien an. Aufgrund der breiten Anlagestreuung ist ein Investment in Aktienfonds weniger risikoreich als eine Direktanlage in Einzeltitel. Aktienfonds haben spezielle Anlageschwerpunkte – etwa bestimmte Branchen, Länder, Regionen oder Anlagestile.

  • Börsengehandelter Indexfonds (ETF)

    Dieser Investmentfonds – auch Exchange Traded Funds (kurz ETF) genannt – bildet einen Index wie beispielsweise den Dax eins zu eins nach. Die Zusammensetzung dieses Fonds verändert sich nur, wenn sich die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index verändert. Deshalb spricht man von einem passiven Investment. ETFs können fortlaufend über die Börse gehandelt werden. Ihre Verwaltungsgebühren sind sehr gering, Ausgabeaufschläge wie bei „aktiv“ gemanagten Fonds entfallen.

  • Geldmarktfonds

    Für die kurzfristige Anlage eignen sich vor allem Geldmarktfonds. Sie investieren in Geldmarktinstrumente wie beispielsweise Festgeld und kurz laufende, festverzinsliche Wertpapiere. Die Kursschwankungen dieser Fonds sind gering, die Renditeaussichten allerdings auch.

  • Immobilienfonds

    Offene Immobilienfonds legen das Geld der Anleger in Grundstücken, Erbbaurechten und Beteiligungen an Büro- und Geschäftsimmobilien an. Anleger profitieren von den Miet- und Zinseinnahmen sowie den Wertsteigerungen der Immobilien. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist anders als bei geschlossenen Immobilienfonds nicht begrenzt.

  • Lebenszyklusfonds (Zielfonds)

    Sogenannte Lebenszyklusfonds sind im Grunde Mischfonds mit einem bestimmten Anlageziel beziehungsweise -horizont. Die Lebenszyklusfonds haben eine feste Laufzeit, gegen Ende dieses Zeitraums – das können 20, 25 oder 30 Jahre sein – schichtet das Fondsmanagement schrittweise von Aktien in Anleihen um, um das Kapital und die angefallenen Kursgewinne zu sichern.

  • Mischfonds

    Diese Fonds legen in Aktien und Anleihen an. Der Fondsmanager kann so in stagnierenden oder fallenden Märkten verzinsliche Wertpapiere übergewichten, bei steigenden Aktienkursen den Anlageschwerpunkt aber wieder verlagern. Das Ziel: einen höheren Ertrag als reine Rentenfonds zu erzielen und beim Risiko niedriger als bei einem Aktienfonds zu liegen. Der typische Aktienanteil liegt zwischen 30 und 70 Prozent – je nach Geschmack der Anleger.

  • Rentenfonds

    Rentenfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe, Kommunalobligationen oder Länder- beziehungsweise Unternehmensanleihen. Da regelmäßig Erträge in Form von Zinszahlungen anfallen, bieten Rentenfonds in der Regel stetige Erträge.

Im vergangenen Jahr wussten beispielsweise nur 50 Prozent der Befragten, dass Rentenfonds in festverzinsliche Wertpapiere investieren. In diesem Jahr konnten schon 60 Prozent die Frage richtig beantworten. Allerdings ordnete bei der diesjährigen Befragung nur die rund die Hälfte der Deutschen den Alternativbegriff "Anleihefonds" für "Rentenfonds" richtig zu. Auch beim Thema Risikoeinschätzung gibt es noch Informationsbedarf. So weiß beispielsweise nur rund ein Drittel der Bevölkerung, dass das Fondsvermögen bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt ist.

Worauf Anleger achten sollten

  • Solarfonds

    Einspeisevergütungen könnten gekappt werden - wie zuletzt in Spanien. Anleger sollten nachhaken, was Rückgänge für die Rendite bedeuten würden.

  • Windfonds

    Windstärken sind schwer vorherzusagen. Fonds sollten mehrere Gutachten eingeholt und mit der niedrigsten Windprognose kalkuliert haben.

  • Biogasfonds

    Eine Gefahr sind steigende Preise für Materialien wie Holz oder Mais. Anleger sollten die Kalkulation prüfen, indem sie die prognostizierten Einkaufspreise mit den aktuellen Preisen vergleichen.

  • Genussrechte

    Wer sich per Genussrecht an Projekten beteiligt, wird im Pleitefall erst nach den Gläubigern bedient. Dies relativiert die üppigen Zinsversprechen in der Werbung.

Immerhin sagt ein Fünftel der Deutschen, dass es in puncto Finanzen noch Wissenslücken gibt. Mit diesem Bewusstsein sind die Befragten im deutschsprachigen Raum recht alleine: So bezeichnen sich zwar 53 Prozent der Österreicher als gut bis sehr gut informiert - tatsächlich sind es aber nur 40 Prozent. Bei den Schweizern sagen 47 Prozent, dass sie sich gut auskennen, was aber nur bei 40 Prozent zutrifft. Die Deutschen sind hier realistischer. 41 Prozent sind tatsächlich sehr gut informiert - 43 Prozent glauben es zu sein.

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