Investmentgipfel: Sparkassen kritisieren Hindernisse für eine neue Wertpapierkultur

exklusivInvestmentgipfel: Sparkassen kritisieren Hindernisse für eine neue Wertpapierkultur

Bild vergrößern

Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassenverbands DSGV.

von Mark Fehr

Laut DSGV-Präsident Georg Fahrenschon machen Steuern und überstrenge Vorschriften Anlegern Aktieninvestments madig - auch die mögliche Abschaffung der Abgeltungsteuer. Die Debatte käme zur Unzeit. Eine Exklusivmeldung.

Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassenverbands DSGV, hat sich auf dem WirtschaftsWoche Investmentgipfel vehement für eine neue Wertpapierkultur ausgesprochen. Einer breiteren Akzeptanz von Aktien bei Privatanlegern stünden aber Hindernisse im Weg. So müsse die Politik darauf achten, dass die Besteuerung von Wertpapieren diese nicht unattraktiv mache. Negativbeispiel sei die Diskussion um eine Abschaffung der Abgeltungsteuer, die derzeit sowohl von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorangetrieben wird.

Anzeige

„Die Debatte um die Abgeltungsteuer kommt völlig zur Unzeit“, kritisierte Fahrenschon. „Ein Ende der Abgeltungsteuer würde für viele Verbraucher eine höhere Belastung ihrer Dividenden und Veräußerungsgewinne bedeuten und den Aufbau einer aktiengestützten Altersvorsorge erschweren.“ Allmählich sei vielen Sparern klar geworden, dass sie wegen der niedrigen Zinsen ihr finanzwirtschaftliches Schneckenhaus verlassen müssten. Ausgerechnet in diesem Moment über steuerliche Verschärfungen zu debattieren, könnte das nötige Umdenken abwürgen.

Die Abgeltungsteuer belastet Einkünfte aus Aktien beim Anleger pauschal mit 25 Prozent. Diese Belastung ist bei vielen Privatanlegern niedriger als bei einer Besteuerung nach dem individuellen Einkommensteuersatz. Der DSGV-Präsident nannte die Pauschalierung eine sinnvolle Vereinfachung.

Weitere Artikel

Da die niedrigen Zinsen konventionelle Sparanlagen unrentabel machen, hat auch bei den Sparkassen ein Umdenken eingesetzt. Denn sie brauchen die Provisionseinnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren, um die schrumpfenden Einnahmen aus dem klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft auszugleichen.

Nach Ansicht von Fahrenschon steht der breiteren Akzeptanz von Aktien eine massive Regulierung im Weg. Beispiel seien die umfangreichen Beratungsprotokolle, die Banken Anlegern zur Verfügung stellen müssten. Nach Zahlen des Deutschen Aktieninstituts hätten daher schon 65 Prozent der Kreditinstitute die Beratung zu Einzelaktien reduziert – und 22 Prozent diese sogar ganz eingestellt.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%