Jahresbilanz: Skandalträchtige Vatikanbank vervierfacht Gewinn

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Jahresbilanz: Skandalträchtige Vatikanbank vervierfacht Gewinn

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Die Vatikanbank IOR legt erstmals eine Jahresbilanz vor.

Eben stand die Vatikanbank noch wegen Geldwäsche, Korruption und Schmuggel im Zentrum der Aufmerksamkeit, jetzt sind es gute Zahlen. Die IOR legt erstmals eine Bilanz vor - und die hat es in sich.

Nach den Vorwürfen der Geldwäsche und Korruption um die Vatikanbank hat der Vatikan am Dienstag erstmals eine Jahresbilanz für sein Geldhaus vorgelegt. Damit will Papst Franziskus nach den jüngsten Skandalen für mehr Transparenz in den Aktivitäten der Bank sorgen. Das 100 Seiten starke Papier weist für das Geschäftsjahr 2012 einen um das Vierfache auf knapp 87 Millionen Euro gestiegenen Gewinn aus. Davon erhielt der Papst mehr als 50 Millionen Euro für seine gemeinnützige Arbeit.

Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Bankpräsident Ernst von Freyberg ein nicht so gutes Abschneiden. Unter anderem würden die außerordentlichen Ausgaben für den angestrebten internen Transparenzprozess sowie höhere Zinsen zu Buche schlagen, sagte er in einer Mitteilung. Mit der Veröffentlichung der Finanzdaten erfülle die Bank indes ihr Versprechen, für mehr Transparenz über ihre Aktivitäten zu sorgen, hieß es weiter. Die 1942 gegründete Vatikanbank stand seit jeher im Visier der Ermittler. Papst Franziskus kündigte ein entschiedenes Vorgehen gegen Korruption an.

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Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Ende Juni festgenommenen Buchhalter der Bank, den katholischen Geistlichen Monsignor Nunzio Scarano gehen unterdessen weiter. Er hatte angeblich 20 Millionen Euro am Zoll vorbei von der Schweiz nach Italien schmuggeln wollen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Korruption und Verleumdung vor. Anfang Juli waren der Direktor des Geldinstituts, Paolo Cipriani sowie dessen Stellvertreter Massimo Tulli zurückgetreten.

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Abseits des Gewinns legte die Bank, die unter dem Namen Institut für Religiöse Arbeit (IOR) bekannt ist, auch offen, welches Vermögen sie in Edelmetallen besitzt. 2012 hielt das IOR gut 41 Millionen Euro in Gold sowie anderen Edelmetallen und Münzen. Zudem besaß es eine Immobilienfirma und bekam zwei Anlageobjekte im Wert von 1,9 Millionen Euro überlassen.

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